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Bewertung und Kritik zu

EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST 
von Dale Wasserman nach dem Roman von Ken Kesey
Regie: Michael Bogdanov
Premiere: 2. April 2016 
Schlosspark Theater Berlin

Zum Inhalt: Randle P. McMurphy, verurteilt wegen Gewalttätigkeit und illegalen Wettspiels, simuliert eine psychische Erkrankung und wird vom Gefängnis in die Psychiatrie verlegt. Dort herrscht die tyrannische Oberschwester Ratched, die nun vom rebellischen McMurphy immer wieder herausgefordert wird. Mit Witz und Vehemenz fordert er seine Mitinsassen zum Widerstand gegen fragwürdige Therapiemaßnahmen und die subtilen Mechanismen von Überwachung und Strafe auf.
Kann McMurphy diesen Machtkampf gewinnen?

Die Verfilmung des Romans in der Regie von Miloš Forman (1975) wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet (darunter als Bester Film), wobei auch die beiden Hauptdarsteller Jack Nicholson und Louise Fletcher für diese Rollen den Oscar gewannen.

Mit Jörg Schüttauf, Franziska Troegner, Lisa Brosig, Anne Rathsfeld, Debora Weigert, Maxim Agné, Martin Gelzer, David A. Hamade, Stefan Kleinert, Marc Laade, Oliver Nitsche, Marlon Putzke, Peter Theiss, Achim Wolff & Santiago Ziesmer

Regie: Michael Bogdanov
Bühne & Kostüm: Birgit Voss

Dauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten (inkl. Pause)


 
Meinung der Presse zu „Einer flog über das Kuckucksnest“ - Schlosspark Theater Berlin


Zitty
★★★☆☆

 

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Da fliegt nicht viel
  · 03.04.16
Der Plan, einen Roman, der als Verfilmung zu Kult gekommen ist, auf eine Theaterbühne zu bringen, birgt ein gewisses Risiko. Selbst wenn der Stoff bereits eine erfolgreiche Theaterkarriere hinter sich gebracht hat. Miloš Forman hat sich des Romans von Ken Kesey aus dem Jahr 1962 angenommen und "Einer flog über´s Kuckucksnest" 1975 auf Zelluloid gebracht.
Und so hatten viele der Zuschauer den Film sicher im Hinterkopf, als sie am Samstag der Theaterpremiere im Schlosspark Theater beiwohnten.
Die Besetzung der Rollen erinnerte äußerlich dann auch sehr an die Figuren im Film, mit Ausnahme von Schwester Ratched, die von Franziska Troegner verkörpert wird; auch der „Indianer“ ist von hünenhafter Gestalt. Und macht dem Publikum gleich zu Beginn deutlich, dass er weder taub noch stumm ist. Leider inszeniert Regisseur Michael Bogdanov seine Hauptfiguren aber nur an der Oberfläche. Jörg Schüttauf, der in Konkurrenz zu Jack Nicholson durchaus ein schwieriges Erbe antritt, spielt seinen McMurphy, der sich mit seiner Einweisung in eine Nervenheilanstalt eine angenehmere Alternative zu einer Gefängnisstrafe erhofft, eindimensional harmlos freundlich. Und seiner Gegenspielerin Franziska Troegner möchte man ihre Gefährlichkeit auch nicht so recht anmerken. Aber von der Vielschichtigkeit dieser Personen, auch ihrer Unberechenbarkeit, lebt dieses Stück, nur mit subtilem Spiel können die Protagonisten die nötige Spannung entwickeln, die eine erfolgreiche Umsetzung dieses Stoffes braucht. Was nicht heißt, dass die Szenen handwerklich nicht gut gebaut sind, die Inszenierung zunehmend an Fahrt aufnimmt. Und der Grat zwischen Komödie und Drama zwischenzeitlich recht gut besteht. Trotzdem springt der Funke zum Publikum nicht über, die tragische Schlussszene, in der Chief Bromden seinen zum Freund gewordenen McMurphy mit einem Kissen erstickt, nachdem dieser wegen seiner fortwährenden Rebellion dem System gegenüber durch eine Gehirn-OP in einen irreversiblen Dämmerzustand verdammt wurde, packt nicht. Und so bleibt die Inszenierung leider blutleer, auch wenn die 15 Darsteller zwischendurch durchaus zu überzeugen wissen. Und wahrscheinlich mehr hätten zeigen können.
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