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Bewertung und Kritik zu

EVEL KNIEVEL CONTRA MACBETH NA TERRA DO FINADO HUMBERTO 
von Rodrigo García
Regie: Rodrigo García
Berlin-Premiere: 7. April 2018 (FIND)
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Zum Inhalt: Rodrigo García haucht dem shakespeareschen Usurpator Macbeth und dessen Tragödie der Unmöglichkeit, die eigenen Verbrechen und die Prophezeiungen des Schicksals aus dem Gedächtnis zu löschen, ein neues Leben im Nordosten Brasiliens ein. Hier tritt er in Gestalt von Orson Welles auf, der über seine Macbeth-Filmrolle seine reale Existenz vergessen hat und nun, gemeinsam mit den griechischen Rhetoren Demosthenes und Lysias, die Spuren der eigenen Herkunft zu verwischen sucht. Doch dabei hat er die Rechnung ohne den Stuntman Evel Knievel und den japanischen Manga-Drachen Neronga gemacht, und ebenso ohne eine mafiöse Zwergen-Bestatterbande in einer von Philippe Starck persönlich designten Mini-Cooper-Leichenwagen-Flotte. Das alles dargestellt in drei Sprachen von zwei Schauspielerinnen und einem jugendlichen Xylophon-Virtuosen. Oder, wie es im Stücktext heißt: »Das Epos spielt auf gerade mal 150 Metern. Dem Abstand, der den Acarajé-Kiosk von Dinha vom Acarajé-Kiosk von Cira im Viertel Rio Vermelho in Salvador de Bahia trennt. Um die Sache rasch zusammenzufassen – denn alle haben zu tun und es ist schon nach acht – geht es um einen längeren und blutigeren Krieg als den brasilianischen Unabhängigkeitskrieg, um Ultraman und Neronga, die die Strecke Tokio-Salvador in der Economy Class geflogen sind und die Zeit damit verbrachten, den Stewardessen an den Arsch zu grapschen und die Bar leerzusaufen und nun dazu berufen sind, an der Seite des amerikanischen Motorrad-Akrobaten Evel Knievel zu kämpfen, weil der schwarz sieht, alleine das bahianische Volk gegen die Tyrannei von Orson Welles befreien zu können, der, verkleidet als Macbeth, die Region unter seine Kontrolle gebracht hat und zudem die brillante Idee hatte, die Sklaverei wiedereinzuführen. Kurz, ein Durchgeknallter.«

Mit: Núria Lloansi, Inge Van Bruystegem, Gabriel Ferreira Caldas

Regie und Bühne: Rodrigo García


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Feier des Trashs
  · 12.04.18
Für seine Feier des Trashs hat Rodrigo García kulturelle Versatzstücke durch den Mixer gewirbelt: „Evel Knievel contra Macbeth …“ lässt Orson Welles auf die Rhetoren Demosthenes und Lysias aus der griechischen Antike treffen. Ein xylophonspielender Junge im Kostüm eines japanischen Manga-Drachens steht neben zwei Schauspielerinnen live auf der Bühne, im Hintergrund flimmern Aufnahmen aus der brasilianischen Stadt Salvador de Bahia, aus einer „Macbeth“-Verfilmung oder Motorrad-Stuntshows.

Dieses Potpourri ist sinnfrei und ziemlich duchgeknallt. Konsequenterweise endet es mit einem hysterischen Anfall einer Schauspielerin, die auf ihre Kollegin einkreischt: „Was hast Du mit meiner Bratwurst gemacht?“

Die Fans des argentinisch-spanischen Regisseurs Rodrigo García bejubelten dieses Gastspiel beim F.I.N.D.-Festival der Schaubühne. Der Rest wunderte sich achselzuckend über diese Produktion, mit der sich García als Direktor des Theaters von Montpellier verabschiedete.

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