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    Renaissance Theater Berlin
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    SPIELPLAN & KARTEN

    STAHLTIER

    Bewertung und Kritik zu

    STAHLTIER - Ein Exorzismus in memoriam Willy Zielke
    von Albert Ostermaier
    Regie: Frank Hoffmann 
    Premiere:  12. März 2024 (Théâtre National du Luxembourg) 
    Deutschland-Premiere: 4. April 2024 
    Renaissance Theater, Berlin 

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    Zum Inhalt: Als ambitionierte Filmregisseurin steht Leni Riefenstahl im Visier des nationalsozialistischen Propagandaministers Goebbels und wittert ihre Chance. Sie erkennt in der Arbeit ihres Kameramannes Willy Zielke eine eigenständige Begabung, die den künstlerischen Wert ihrer eigenen Filme garantieren kann. Aufgrund des expressionistischen Stils von Zielkes Meisterwerk „Stahltier“ wurde sein Film jedoch von Goebbels verboten.
    In ihrem Ehrgeiz, ihre Filmkarriere im Dritten Reich aufzubauen, begibt sich Riefenstahl auf ein politisches Parkett, das sich zum Abgrund neigt. Sie lässt sich auf ein trügerisches Gefecht mit der dämonischen Gewalt des Ministers ein und gleicht sich dieser widerstandslos an. Skrupellos benutzt sie dabei Willy Zielke, den eigentlichen Künstler. Er wird Opfer und Spielball in ihrer Anbiederung an die Macht.

    Mit: Jacqueline Macaulay und Wolfram Koch

    Regie: Frank Hoffmann
    Bühne: Christoph Rasche
    Kostüme: Jasna Bosnjak
    Musik: René Nuss
    Dramaturgie: Florian Hirsch
    Videodesign: Sebastian Pircher

    2.5 von 5 Sterne
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    Nebulös
    3 Monate her.
    Kritik

    ''Regie führte Frank Hoffmann, die Ausstattung besorgten Christoph Rasche (Bühnenbild) und Jasna Bosnjak, unterlegt wurde es mit Musik von René Nuss, und der Videodesigner Sebastian Pircher verschnipselte unter anderem Filmausschnitte aus Zielkes Das Stahltier [den Film kann man übrigens auf Youtube ungekürzt anschauen] sowie Riefenstahls Olympia als auch Tiefland. Und Jacqueline Macaulay und Wolfram Koch spielen resp. sprechen sowohl den Zielke, meistens dann als doppeltes Lottchen also "im Chor", als auch die Riefenstahl und den Goebbels und eine/n vom Irrenanstaltspersonal, wahrscheinlich und in erster Linie die oder den, welche/r den Sterilisationseingriff an Zilke vorgenommen hatte.

    Das Ganze zieht sich mehr oder weniger hin, birgt Kopflastiges in sich, langweilt also in der Tat an manchen Stellen - freilich kriege ich die insgesamte Inhumanität und abgründige Widerwärtigkeit der Handlungen der Täter mit, am Ende allerdings fehlt mir der reinweg menschliche Bezug zu Zielke, den ich mangels eines diesbezüglichen Textangebotes von Ostermaier nicht oder nicht ausreichend vermittelt bekomme. Dennoch bleibt ein Bildungsgewinn, und man ist dankbar schlauer nach Erleben dieser etwas mehr als einstündigen Aufführung.'' schreibt Andre Sokolowski am 8. April 2024 auf KULTURA-EXTRA

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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik
    Historien-Drama um Riefenstahl und Goebbels in Nebel und auf dünnem Eis
    2 Monate her.
    Kritik

    Als „Exorzismus in memoriam Willy Zielke“ sind Stücktext und Abend gedacht. Sicher ist, dass Zielke mit Riefenstahl zusammenarbeitete und es zu einem Zerwürfnis kam. Sicher ist auch, dass der Regisseur in die Psychiatrie eingeliefert und dort zwangssterilisiert wurde. Wie groß der Anteil von Riefenstahl daran war, ist umstritten. Zielke warf ihr vor, dass sie seine Entmündigung betrieben und sein Material als ihres ausgegeben habe.

    Die stärksten Passagen des Albert Ostermaier-Textes sind getrieben von Zielkes Wut und werden vom Duo des Abends (Jaqueline Macaulay und Wolfram Koch) im Chor gesprochen. Dazwischen malt sich der Autor aus, wie es bei den Treffen von Goebbels und seiner Star-Regisseurin zugegangen sein mag. Frank Hoffmann inszeniert das sehr zurückgenommen als wortlastiges Kammerspiel, im Hintergrund laufen Sequenzen aus den Filmen von Riefenstahl und Zielke, die in den Dialogen verhandelt werden.

    Koch und Macaulay wechseln die Rollen, umkreisen und belauern sich. „Stahltier“ bleibt stets Historien-Drama, weicht nicht in den Slapstick aus, auf dem sich Koch sonst so wohl fühlt und mit dem er auch einige Kilometer weiter am Deutschen Theater Berlin in „Der Sturm“ zu sehen ist. Zwangsläufig bleibt bei der Schilderung der Treffen zwischen Riefenstahl und Goebbels vieles im Spekulativen und im Kopfkino des Autors. Das Eis ist dünn und der Abend schlittert auch in merkwürdige Szene, in der Riefenstahl dem Minister anbietet, seine Brüste zu zeigen. In diesen Momenten entfernt sich die Inszenierung dann doch recht weit vom Ziel, Zielke zu rehabilitieren oder dem Publikum auch nur näher zu bringen, zu sehr dominieren Riefenstahl/Goebbels den Abend.

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