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    SPIELPLAN & KARTEN

    In C

    Bewertung und Kritik zu

    In C 
    Sasha Waltz & Guests – Terry Riley
    Online-Premiere: 6. März 2021 
    Radialsystem V - Berlin

    Zum Inhalt: Die Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests beginnt im Jahr 2021 einen neuartigen künstlerischen Prozess, aus dem kontinuierlich sowohl digitale wie live-Formate hervorgehen sollen. Musikalische Grundlage ist Terry Rileys „In C“ (1964), eine in seiner Zeit revolutionäre, offene Komposition, die gemeinhin als erstes Werk der Minimal Music gilt. Basierend auf diesem Meilenstein der Musikgeschichte entwickelt Sasha Waltz gemeinsam mit ihren Tänzer*innen choreographisches Material, das einer ähnlich variablen Struktur folgt und bewusst nicht als fertiges Bühnenstück angelegt ist.

    mit Davide Di Pretoro, Edivaldo Ernesto, Melissa Figueiredo, Hwanhee Hwang, Annapaola Leso, Michal Mualem, Zaratiana Randrianantenaina, Aladino Rivera Blanca, Orlando Rodriguez, Joel Suárez Gómez

    Konzept, Choreographie: Sasha Waltz
    Kostüm: Jasmin Lepore
    Licht: Olaf Danilsen
    Konzept, Dramaturgie: Jochen Sandig

    3.5 von 5 Sterne
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    "Hämmern" auf dem Heimweg
    2 Jahre her.
    Kritik
    ''Die sechs Musikerinnen und Musiker waren daher jetzt - im Unterschied zur Online-Uraufführung vor neun Monaten - ganz körperlich und also live zugegen, und sie lieferten ein mehr als 60 Minuten andauerndes und für ungeübte Ohren sich vielleicht stupide anhörendes "Hämmern", dass es einem [mir erging es jedenfalls dann so] den Heimweg über nicht mehr aus den Ohren wollte. Rileys Klang-Trance teilt sich zwingend mit; und jenes "Hämmern", was ich meinte, geht natürlich ausschließlich vom Schlagwerk (besorgt von David Cossin) und den Tasten des Klaviers (gedrückt von Vicky Chow) aus, alle andern Instrumente (gespielt vom Kontrabassisten Robert Black, der Cellistin Arien Hlusko, dem Gitarristen Mark Stewart und dem zwischen seiner Klarinette und seinem Altsaxophon alternierenden Ken Thomas) steuern all das Übrige, was einem arabesken Melos gleichkommt, bei. Dem hörerischen Sog vermag sich kaum wer zu entziehen - und obgleich ich konstatierte, dass z.B. meine linke Sitznachbarin immer wieder zwischendurch mal einnickte; doch, wie gesagt, bei derartigen Klang-Trancen soll so was vorkommen, ja und es zeigt daher auch, wie so etwas auf den einen oder auf die andere mitunter wirkt... Das mich während des Heimwegs angefasst habende "Hämmern" hatte aber auch, und das nicht etwa beiläufig, eine sehr starke visuelle Komponente, und das machte dann den fast viel stärkeren und nachhaltigeren (Zweit-)Eindruck bei mir aus, indem ich mich sofort und irgendwie diffus an all die traumhaft schönen Einzelbilder, die das Dutzend traumhaft schöner Tänzerinnen und Tänzer (in den Kostümen von Jasmin Lepore) - der mit Sebastian Abarbanell, Edivaldo Ernesto, Melissa Figueiredo, Tian Gao, Hwanhee Hwang, Annapaola Leso, Michal Mualem, Sean Nederlof, Zaratiana Randrianantenaina, Aladino Rivera Blanca, Orlando Rodriguez und Joel Suárez Gómez besetzten SASHA WALTZ & GUESTS-Truppe - körperlich sowie gestisch zauberte, zurückbesann.'' schreibt Andre Sokolowski am 11. Dezember 2021 auf KULTURA-EXTRA
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    Ins Korsett gepresst auf der Stelle tretend
    3 Jahre her.
    Kritik
    Die Choreographie wirkt blutleer. Ins Korsett der Minimal Music gepresst ist der Abend ein eintöniger Loop und tritt zu sehr auf der Stelle. Interessant ist ein Vergleich mit Anna Teresa de Keersmaeker: Trotz aller mathematischen Präzision bieten de Keersmaeker-Choreographien wie zu den Brandenburgischen Konzerte auch ein sinnliches, soghaftes Erlebnis, das hier fehlt. Die Arbeit von Sasha Waltz bleibt sehr facettenreich: Der Kontrast zwischen dieser sehr statischen, kleinen Corona-Inszenierung <In C> und ihrem ausufernden, überschäumenden, hochpolitischen, alles andere als blutleerem &amp;quot;Exodus&amp;quot; (2018) könnte kaum größer sein. <In C> ist noch bis 5. April 2021 in der arte-Mediathek verfügbar.
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