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SPIELPLAN & KARTEN

Der zweite Kirschgarten

Bewertung und Kritik zu

DER ZWEITE KIRSCHGARTEN  
Ein Musical frei nach Tschechow
Von Wolfgang Böhmer (Musik) und Martin G. Berger (Text)
Regie: Alexandra Liedtke 
Premiere: 18. Dezember 2025 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Der Kirschgarten soll verkauft werden! Also, der zweite Kirschgarten, hier und jetzt im Deutschland 2025. Da ist es gut, wenn sich die ganze Familie noch einmal trifft, hängen an ihm doch so viele Erinnerungen. Aber auch an dem ersten, denn der stand in Namibia, gepflanzt vom Urgroßvater, der als Kolonialist nicht auf seine Schwarzwälder Kirschtorte verzichten wollte. Varja ist 37 Jahre alt und hat das nicht mehr miterlebt, selbst ihre Adoptivmutter Andrea weiß es nur noch aus Erzählungen. Und ihre Adoptivschwester Anja möchte mit dieser Geschichte schon gar nichts mehr am Hut haben, sondern zielt mit ihren zwanzig Jahren vor allem auf eine ausgeglichene Work/Life-Balance. Dabei gäbe es wirklich Wichtigeres zu tun – etwa die Rettung des maroden Familienunternehmens, die ganz auf den Schultern Varjas lastet. Als dann noch Onkel Gerald, Andreas Untermieter Trofimov und Varjas Pflegeschwester Lolo dazu stoßen, ist der Tisch bereitet für ein emotional aufgeladenes Familientreffen…

Regie: Alexandra Liedtke
Musikalische Leitung: Magnus Loddgard
Choreografie: Paul Blackman
Dramaturgie: Dennis Depta
Ausstattung: Philip Rubner
Regieassistenz und Produktionsleitung: Cara Freitag

Mit: Tina Ajala, Samuel Franco, Laura Goblirsch, Julia Klotz, Franziska Junge und Markus Schöttl sowie den Musiker*innen Paul Brody/ Nikolaus Neuser, Valentin Butt/ Sanja Mlinaric, Rebecca Lawrence/ Rosie Salvucci, Magnus Loddgard/ Julius Windisch, Abigail Sanders und Christian Vogel

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Sauerkirschenüberdrüssig
4 Tage her.
Kritik

Die Balance zwischen Gesprochenem und Gesungenem hält sich ungefähr die Waage, wobei im Nachhinein nicht eindeutig ausmachbar gewesen war, ob die sechs Protagonistinnen und Protagonisten (Tina Ajala, Samuel Franco, Laura Goblirsch, Julia Klotz, Franziska Junge und Markus Schöttl) mehr oder besser als Sprechende oder Singende gefielen; ich selbst wollte mich diesbezüglich für nichts von beidem entscheiden, kurzum: weder dass sie extrem gut gesprochen noch extrem gut gesungen hätten.

Und allenfalls die lesbische Liebesgeschichte zwischen der ihres Kirschgartens gänzlich überdrüssig gewordenen Varja (Julia Klotz) und der selbigen Kirschgarten auf einer Versteigerung meistbietend erworbenen Lolo (Tina Ajala) vermochte einigermaßen emotional zu berühren. Auch die verhaltensauffällige und mit kolonial-namibischen Familienwurzeln verbandelte Andrea, also die Mutter all dieser im Stück behandelten Kirschgärten, hinterließ (durch Franziska Junge) einen rein darstellerischen Eindruck, der sich einprägte.

Das Beste an dem heiteren Projekt: die insgesamte Orchestrierung des Musicals, der die sechs Instrumentalistinnen und Instrumentalisten (unter der Leitung von Magnus Loddgard) dank ihres musikantischen Könnens zu einem guten und ausgewogenen Klang verhalfen.

Ansonsten blieb/ bleibt festzustellen, dass ich es mit einer kruden und krampfig zusammengesponnenen Geschichte zu tun gehabt hatte.

Letztes Fazit (und der Gerechtigkeit halber): Die Vorstellung nach Neujahr war sehr gut besucht und wurde mehr als freundlich beklatscht.'' schreibt Andre Sokolowski am 3. Januar 2026 auf KULTURA-EXTRA

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