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Bewertung und Kritik zu

IM SOMMER WOHNT ER UNTEN
von Gunnar Dreßler
Regie: Martin Woelffer
Premiere: 5. Februar 2017 
Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater, Berlin

Matthias und David sind Brüder und doch grundverschieden. Während David in die Fußstapfen des Vaters getreten ist und Karriere bei der Bank macht, lebt Matthias mit seiner französischen Freundin Camille und deren Sohn ein lockeres und sorgenloses Leben ohne Regeln und Druck im Ferienhaus der Familie an der französischen Mittelmeerküste. Doch dann fällt David mit seiner Frau Lena eine Woche früher als gedacht in das Idyll ein und will seinen Urlaub ebenfalls in dem Haus verbringen. Von nun an herrschen strikte Regeln und Matthias beugt sich mehr oder weniger bereitwillig den Forderungen seines Bruders. Doch das will die temperamentvolle Camille nicht einfach so hinnehmen – wild entschlossen plant sie, die Machtverhältnisse auf ihre ganz eigene Art neu zu mischen...

mit Kai Lentrodt, Jana Klinge, Tobias Licht und Lara Marian

Regie: Martin Woelffer


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Großartiges Bühnebild!
  · 18.10.17
Just, als ich mich bereit machte, den Abend endlich mal wieder mit einer leckeren Himbeerbowle und einem lockerleichten Sommerstück in der Komödie am Kudamm zu verbringen, kam sie endlich, die lang erwartete und herbeigesehnte Konfliktlösung. Das Theater und die Komödie am Kurfürstendamm werden nicht verschwinden. Sie werden für eine Weile (voraussichtlich) ins Schiller Theater umziehen. Und danach zurück an ihren angestammten Platz. Nur dann im Keller. Die historischen Theatersäle werden abgerissen, das konnte nicht verhindert werden. Und so betrachte ich diese Neuigkeiten mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Im Foyer der Komödie hängen Bilder des Theaters von 1924. Zu Berlin gehört Veränderung und Erneuerung zum Tagesgeschäft. Aber muss dafür wirklich immer alles andere weichen? Selbst ein Stück Stadtgeschichte? Nun ja – genug sinniert, zurück zum Stück!
Der Vorhang geht auf und es gibt erst einmal Applaus – für die Bühnendeko. Eine so schöne Bühne sieht man wirklich selten. (Bühne und Kostüme: Stephan Fernau) Man fühlt sich prompt tatsächlich in ein idyllisches Sommerhäuschen in Frankreich versetzt!
Matthias (Kai Lentrodt) und seine Freundin Camille (Lara Marian) sowie deren kleiner Sohn Etienne wohnen hier. Auf Kosten von Matthias‘ Eltern. Er ist, das wird schnell klar, ein ziemlicher Hänger. Sympathisch, aber zugegebenermaßen ein rückgratloser kiffender Rumhänger. Als sein Bruder David (Tobias Licht) mit seiner Frau Lena (Jana Klinge) zum alljährlichen Sommerurlaub einreitet, rollt Matthias sich direkt auf den Rücken und zeigt den Bauch. Er überlässt dem arroganten und selbstherrlichen Bruder ohne Gegenwehr sein Zimmer und selbst Etienne muss das Feld räumen, ohne dass Matti viel dazu sagt. Camille hat dafür umso mehr zu sagen, sie nimmt kein Blatt vor dem Mund. David, der an die sanft-zurückhaltende Lena gewöhnt ist, die seine Schroffheit mit Freundlichkeit zu übertünchen sucht, ist vor den Kopf gestoßen. Als sich Lena auch noch verletzt und den Rest des Urlaubs auf Krücken verleben muss, scheint der Urlaub für alle gelaufen.
David piesackt Matthias wegen Arbeiten rund ums Haus, Lena sehnt sich nach Zuneigung und einem Baby, Camille versucht Rebellion in Lena hervorzurufen. Und irgendwie kann Matthias nicht so richtig wegsehen, wenn die hübsche Camille Yoga im Garten macht, auch wenn sie noch so eine aufsässige Emanze ist!
Es kommt, wie es kommen muss, die Emotionen kochen hoch und am Ende ist alles anders. Irgendwie. Oder doch nicht?
Tom Sommerlatte, auf dessen gleichnamigen Film dieses Theaterstück beruht, weiß, wovon er spricht. Immerhin ist er eins von nicht weniger als elf Kindern! Familiendynamik ist ihm also nicht fremd. Und das merkt man. Die Geschichte ist witzig, liebevoll und irgendwie erkennt man die Charaktere aus eigener Erfahrung wieder. Die vier Schauspieler passen perfekt in ihre jeweiligen Rollen, ob Matthias, das große Kind oder David, der herrschsüchtige Workaholic. Und die Damen, die devote Lena und die freche Camille, machen das Beziehungschaos perfekt. Eine lockerleichte Familiengeschichte mit Urlaubsfeeling, aus der man mit einem guten Gefühl im Magen und der Sehnsucht nach Sommer hinausgeht!
©Nicole Haarhoff
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in der kudamm-provence rappelt sich eine charmante komödie zurecht
  · 11.02.17
als sich das bühnenbild öffnet, gibt es träumerische ohs uns ahs zu hören. die provence ist am kudamm eingezogen mit lavendeltöpfchen, büschen und einem imposanten hellen haus, dessen balkon in die kulisse ragt. eine luftmatratze liegt im garten rum, kinderspielzeug, klapprige liegestühle. französische chansons und pophits erklingen immer wieder und die zuschauer summen mit, können heute abend schwärmerisch die großstadt-seele baumeln lassen. Martin Woelffer, der smarte direktor des kudammtheaters, hat sich den film „im sommer wohnt er unten“ von tom sommerlatte ausgeborgt als vorlage für einen kessen theaterabend. da ist matthias (kai lentrodt), der überentspannte dauerurlauber, blond, jungenhaft und herzlich. da ist camille, seine französische freundin und mutter, ein wildfang mit ansprüchen. und da ist plötzlich matthias bruder, david (tobias licht), der dominant in die idylle poltert und die obere etage beansprucht, die mit dem schönen balkon. seine lena ist die anhängliche rehfrau, die sich nach einem kind sehnt und in diesem hart erkämpften kurzurlaub auf mittelschwere romantik hofft. die zwei so unterschiedlichen brüder prallen in der provence ungefiltert aufeinander und bringen offene und versteckte konflikte in die familienvilla und auf den bistrotisch. obermacho david gegen softie matthias. der erste hat sich im job großkotzig verspekuliert, der zweite hat kein wirkliches ziel im leben, aber immerhin noch das erbe der großmutter. der hahnenkampf wird aber immer wieder von den charmanten freundinnen und ihren kleinen provokationen unterbrochen. woelffer hat mit jana klinge und lara marian zwei hinreißende schauspielerinnen gefunden, auch die brüder sind perfekt gecastet worden. somit stimmt die chemie und die lebhafte geschichte, die sich in einzelnen szenen aufblättert, hält die spannung bis zum ende. matthias und david, die sich so voneinander entfernt hatten, finden wieder den kontakt zueinander. und auch die liebe hat sich neu gefunden. voila!
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Im Sommer wohnt er unten
  · 06.02.17
''Die Inszenierung hat etwas reichlich Abgestandenes, Vorgestriges, Überflüssiges: langweiliges Komödien-Mittelmaß. Aber der Gerechtigkeit halber muss ich anerkennen, dass ein großer Teil des Premieren-Publikums das offensichtlich ganz anders empfunden hat und sich bestens unterhalten fühlte.'' schreibt Frank Dietschreit auf kulturradio.de
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