Gayle Tufts - Wieder da!

Bewertung und Kritik zu

WIEDER DA! 
Gayle Tufts
Regie: Christopher Tölle 
Premiere: 16. September 2020 
Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater, Berlin 

Zum Inhalt: Neue Songs und neu entdeckte Klassiker aus 60 Jahren Leben, 30 Jahren Deutschland und 10 Jahren Zusammenarbeit mit ihrem very begabten Pianisten, Komponisten und ostdeutschen Bühnenpartner for Life: Marian Lux.

Die transatlantische Brückenbauerin teilt, was sie bewegt und versprüht dabei so viel Energie, dass garantiert jeder seine Couch verlässt und zurück ins Leben katapultiert wird. Erleben Sie die beste Entertainerin der deutschen Comedy-Szene, wenn sie erklärt, was Penisneid, Politics und Petra Gerster miteinander zu tun haben.

Idee/Buch/Texte: Gayle Tufts
Piano/Musikalischer Leiter/Originalkompositionen: Marian Lux
Regie: Christopher Tölle
Kostüm: Stefan Reinberger
Ton: Jörg Surrey
Licht: Henning Schletter
Produzent: Lutz Gajewski


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Mix aus frischen Songs und Lockdown-Anekdoten
  · 11.11.21
Jetzt, Mitte Oktober 2021, sind Gayle und Marian wieder einmal wieder da: bestens gelaunt, mit einem Abend, der tatsächlich wesentlich mehr ist als eine Wiederaufnahme, wie Peter Zander in der Berliner Morgenpost notierte. In dem Jahr ist ja auch eine ganze Menge passiert: es wurden nicht nur Keller entstaubt und Corona-Pfunde auf der Couch angefuttert, wie Gayle Tufts launig erzählt, sondern endlich gibt es auch einen neuen Amtsinhaber im Weißen Haus.

Die spannendsten Passagen sind jene, in denen die Entertainerin mit dem Denglish-Markenzeichen, die seit drei Jahrzehnten mit ihrem Bremer liiert ist und endlich auch einen deutschen Pass besitzt, aus der Ferne auf ihre Heimat jenseits des Atlantiks blickt: Aufatmen darüber, dass der Mann im Weißen Haus, dessen Namen sie nicht nennen will, endlich Geschichte ist, mischt sich mit Unverständnis und Wehmut über die tiefe Spaltung der USA. Besser als sein Amtsvorgänger macht Joe Biden seine Sache allemal, aber Begeisterung klingt nicht aus den Worten der Kabarettistin, eher amüsierte Skepsis, wie „Sleepy Joe“ seine Sache wohl in den nächsten Jahren machen wird.

Die knapp zweistündige Show ist eine entspannte Mischung aus selbstironischen Plaudereien über Politik und Gesellschaft, Corona-Lockdown-Aufarbeitung und frischen Songs.

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