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Bewertung und Kritik zu

SATYAGRAHA
von Philip Glass
Regie: Sidi Larbi Cherkaoui 
Premiere: 27. Oktober 2017
Komische Oper Berlin

Inhalt: Drei Akte, drei Kontinente, vier historische Persönlichkeiten an sechs Stationen: Der Weg des indischen Politikers Mohandas Karamchand Gandhi zu »Mahatma«, der »großen Seele«, im Kampf gegen die britische Kolonialgewalt beginnt in Südafrika und endet mit dem Sieg der Unabhängigkeitsbewegung in Indien. Was seine Anhänger mit den Kämpfen anderer Unterdrückter, repräsentiert durch Leo Tolstoi, Rabindranath Tagore und Martin Luther King, verbindet, ist Satyagraha – das unbedingte und unbedingt gewaltlose Festhalten an der Wahrheit«.
Längst ist er ein Klassiker der Avantgarden: der 1937 geborene amerikanische Komponist Philip Glass. Sein 1980 in Rotterdam uraufgeführtes Musiktheater Satyagraha ist vieles: Ideentheater, Anti-Oper, crossmediales Geschichtskunstwerk, politisches Statement und auch der Versuch, spirituelle Innerlichkeit und moderne Aufklärung im künstlerischen Ritus zu vereinen. Mahatma Gandhis Jugendjahre, sein Studium zentraler hinduistischer Schriften wie der Bhagavad-Gītā, die darin geschilderten Orte, Kämpfe und Entwicklungen werden von Glass mit den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts zu einer meditativ-minimalistischen Musiktheater-Reflexion im Namen von Frieden und politischer wie spiritueller Versöhnung vereint.

Mit Stefan Cifolelli, Cathrin Lange, Mirka Wagner, Karolina Gumos, Tom Erik Lie, Carsten Sabrowski, Katarzyna Włodarczyk, Samuli Taskinen, Emil Ławecki

Musikalische Leitung: Jonathan Stockhammer
Inszenierung Und Choreographie: Sidi Larbi Cherkaoui
Bühnenbild: Henrik Ahr
Kostüme: Jan-jan Van Essche
Dramaturgie: Simon Berger, Pavel B. Jiracek
Chöre: David Cavelius
Licht: Roland Edrich


 
Meinung der Presse zu „Satyagraha“ - Komische Oper Berlin


Die Welt

★★★★☆

FAZ
★★★☆☆

 

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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Musikalisch kann es besser werden
  · 30.10.17
''Für ein Haus wie die Komische Oper stellt das Werk eine enorme Herausforderung dar. Die Sänger machen ihre Sache gut; allen voran Stefan Cifolelli, obwohl sein Gandhi – mit Glatze und in weißen Gewändern – keineswegs so aussieht wie zu seiner Zeit in Südafrika (wo er noch Haare hatte). Schon der Chor hat seine liebe Müh', um die Glass'schen Hackrouladen nicht zu umschlottern, als sei's ein zu großes Kleid. Beim Orchester meint man die Wut auf die Zählorgie mitzuhören, zu der die Musiker verdammt sind. Das hebt nicht recht ab. Und bleibt einiges an Narkotischem und Suggestivem schuldig. Kann noch besser werden.

Trotzem eine richtige Repertoire-Entscheidung – und ein Publikumserfolg auch, selbst wenn wir den Tanztheater-Verbrüderungsjubel nicht zu hoch hängen sollten. Das Werk besitzt genau jenen Kontrastreichtum und hymnischen Sog, den sich Glass später (nach seinen Filmmusik-Erfolgen) abkaufen und sich verläppern ließ. Inhaltlich lebt das Ganze von einem eher plakativen Friede-Freude-Eiapopeia. Sehr "Eighties"; sehr retro. Und wohl deshalb ein nostalgisches Vergnügen. Der achtbare, auch genießbare Abend ist gewiss kein musikalisch großer. Er füllt eine Berliner Bildungslücke gut genug.'' Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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Die Sekte tanzt
  · 28.10.17
''Die geniale TänzerInnen-Company von EASTMAN leistete Erstaunliches und ließ sich ohne jede Frage sehen - und allein, was sie dann mit dem traumhaft schön singenden Gandhi-Darsteller, dem lyrischen Tenor Stefan Cifolelli, alles anstellte, um ihn bei seiner akrobatisch anmutenden Körper-Selbsterfahrung auf das Zärtlich-Vorsichtigste beizustehen! Sowieso entpuppten sich die Tänzerinnen und Tänzer als für die Gesamtoptik der Produktion bestimmend und beherrschend... Ob der durch Cherkaoui investierte tänzerische Impetus im Sinne der Musik als "kompatibel" (mit der Oper) nachgerade noch beschreibbar wäre, darf und muss mit aller Deutlichkeit bezweifelt werden! 

In den letzten Jahren häuften sich die Fälle, wo sich international gefragte Choreografen auch als Opernregisseure ausprobieren durften; meistens endete es dahingehend, dass sie krachend am Projekt gescheitert waren (Sasha Waltz mit Tannhäuser, Rosamund Gilmore mit Wagners Ring; und auch Cherkaoui tat durch die choreografischen Hinzutuungen im Berliner Ring nur nerven statt zu überzeugen). 

Ungeachtet all unserer Mäkelei: Der Beifall nach der gestrigen Premiere war enorm.'' schreibt Andre Sokolowski am 28. Oktober 2017 auf KULTURA-EXTRA
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