Bewertung und Kritik zu

PETRUSCHKA / L’ENFANT ET LES SORTILÈGES
von Igor Strawinsky / Maurice Ravel
Regie: Suzanne Andrade, Esme Appleton 
Premiere: 28. Januar 2017 
Komische Oper Berlin

In Strawinskys Tanz-Burlesque werden drei Puppen von ihrem sadistischen Puppenmeister zum Leben erweckt: die verletzliche Ballerina, der grobschlächtige, aber gutmütige Muskelmann und der tollpatschige Clown Petruschka. Vom Meister fortwährend zur Schau gestellt und gequält, gelingt Petruschka schließlich die Flucht. Doch die so lang ersehnte Freiheit währt nicht lange …

Konzeption / Bühnenbild: 1927 (Suzanne Andrade, Esme Appleton und Paul Barritt)

Bühnenbild: Pia Leong
Kostüme: 1927 (Suzanne Andrade, Esme Appleton und Paul Barritt), Katrin Kath
Dramaturgie: Ulrich Lenz
Chöre: Andrew Crooks
Kinderchor: Dagmar Fiebach
Licht: Diego Leetz


 
Meinung der Presse zu „Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges“ - Komische Oper Berlin


Die Welt
★★★☆☆

Der Tagesspiegel

★★★★☆

Berliner Zeitung
★★★☆☆

Zitty
★★★★★

tip
★★★★☆

Bewertung und Theaterkritik Schreibe eine Kritik
4.0/5 Insgesamt 7 Bewertungen (2 mit Rezension)
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Surreale Bilderflut
  · 20.02.17
''Die Bühne ist in eine rasende Bilderflut aus comicartigen Figuren getaucht. Darüber legt die Inszenierung die Aktionen der Sänger, Tänzer, Schauspieler und Artisten. Ja, drei Artisten übernehmen in Petruschka den darstellerischen Teil. Hochseil und Trampolin erleben einen Auftritt in der Hochkultur. Die Sänger sind meist nur zu hören, das Geschehen auf der Bühne wird von der grenzenlosen Phantasie von 1927 bestimmt. (...)

Dirigent Markus Poschner hat seinen Spaß mit dem Orchester der Komischen Oper. Strawinsky löst sich in Petruschka von bloßen zitieren folkloristischer Elemente, wie etwa im Feuervogel. Er benutzt Traditionell-Folkloristisches nur als Material, bricht es auf, zertrümmert es, um es dann zu etwas Schillernd-Farbigem wieder zusammenzusetzten. Ravels Stück ist eine in der Art einer Nummern-Revue zusammengesetzte Montage. Auch hier farbig und mit hohem Tempo wie bei Strawinsky. An dieser Inszenierung stimmt alles. Die Nutzung der Video- und Animationstechnik ist wirklich einmalig und hoffentlich beispielgebend.'' Steffen Kühn am 20. Februar 2017 auf KULTURA-EXTRA
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Gute Entscheidung aber zu schnell vorbei
  · 30.01.17
''Dass man "Petruschka" nicht mit Tänzern, sondern mit Zirkusartisten besetzt (mit "verzweifelten Zirkusartisten", wie mir Suzanne Andrade im Vorfeld lakonisch sagte), hat damit zu tun, dass die Truppe der Oper fremd gegenüber steht; dem Ballett aber noch fremder. Artisten bieten die Chance, den Clown Petruschka als chaplinesken Tragikomiker zu zeichnen. Außerdem können Zirkusleute besser die Wände hochgehen und damit der Gravitation spotten, ganz ähnlich wie gezeichnete Figuren in der Animation. Gute Entscheidung.

Der Abend ist eine gute Sache, auch wenn er einen gewissen Miszellen-Charakter nie loswird. Er bleibt ein bisschen klein-klein. Intendant Barrie Kosky wollte wohl Druck herausnehmen aus der – immer schwierigen – Zweitproduktion (nach einem Großerfolg). Vielleicht wollte er auch verhindern, dass der Triumph allzu groß wird. Mit anderen Worten: Der Abend geht zu schnell vorbei. Wenn man bedenkt, dass "1927" Angebote aus aller Welt abgelehnt hat, um nur diese Produktion zu realisieren, so ist das wiederum: etwas schade.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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3.6
Durchschnittsnote aller Stücke
5 25
4 42
3 24
2 13
1 5
Kritiken: 22
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