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    Komische Oper Berlin
    www.komische-oper-berlin.de
    Behrenstraße 55-57 - 10117 Berlin
    Telefon: 030 202600
    SPIELPLAN & KARTEN

    Die Nase

    Bewertung und Kritik zu

    DIE NASE 
    von Dmitri D. Schostakowitsch
    Regie: Barrie Kosky
    Premiere: 16. Juni 2018 
    Komische Oper im Schillertheater Berlin
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    Zum Inhalt: Eines schönen Morgens nach durchzechter Nacht muss Kollegienassessor Kowaljow erschrocken feststellen, dass ihm seine Nase abhanden gekommen ist. Verzweifelt macht er sich auf die Suche. Eine andauernde Nasenlosigkeit würde das gesellschaftliche Aus für ihn bedeuten! In der Kathedrale glaubt er, seiner Nase zu begegnen, doch kann er sie nicht überzeugen, bei ihm zu bleiben. Von allen verspottet und verlacht, jagt Kowaljow wie in einem Albtraum dem unabhängig gewordenen Körperteil hinterher, bekommt es jedoch nie zu fassen. Endlich wird ihm die Nase vom Polizeioberhauptmeister höchstpersönlich zurückgebracht, doch will sie nicht im Gesicht haften bleiben! Nach weiteren demütigenden Erfahrungen befindet sich der widerspenstige Gesichtserker schließlich so plötzlich, wie er verschwunden war, wieder an seinem Platz – wo er hoffentlich auch bleibt.

    Musikalische Leitung: Ainārs Rubiķis
    Inszenierung: Barrie Kosky
    Choreographie: Otto Pichler

    Bühnenbild und Licht: Klaus Grünberg
    Co-Bühnenbild: Anne Kuhn
    Kostüme: Buki Shiff
    Dramaturgie: Ulrich Lenz
    Chöre: David Cavelius

     
    Meinung der Presse zu „Die Nase“ - Komische Oper im Schillertheater Berlin


    Die Welt
    ★★★★☆

    FAZ

    ★★★☆☆

    Tagesspiegel
    ★★★★☆


    Zitty
    ★★★★☆

    tip
    ★★★☆☆

    4.0 von 5 Sterne
    • 5 Stern(e)
      2
    • 4 Stern(e)
      3
    • 3 Stern(e)
      2
    • 2 Stern(e)
      0
    • 1 Stern(e)
      0
    Guter Einstand
    6 Jahre her.
    Kritik
    ''Der designierte Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, Ainārs Rubiķis, hatte mit der Sache einen guten Einstand. Allerdings konnte er hier auch nicht viel falsch machen. Ein relativ kleines Orchester, allerdings mit neun (!) Schlagzeugern und einer Balalaika. Das alles hält er gut zusammen, sehr engagiert, fast ein bisschen zu sehr jedes Detail ausdirigerend. Er sorgt dafür, dass er die Flamme immer am Kochen hält, und das reicht eigentlich. Denn die Musik spielt sich fast von selbst. Das ist einer Parodie auf Unterhaltungsmusik. Märsche, Volkslieder, Kitsch, alles schief und schräg. Eine unglaublich laute Dauerfarce, die Schostakowitsch in seiner frühen avantgardistischen Periode komponiert hat. Auf jeden Fall war das ein gutes Debüt des designierten GMD. Alles andere muss man abwarten. Das war eine erfolgreiche Premiere mit Ansage. Barrie Kosky ist ein Experte für Knallbuntes. Phantasie hat er und auch ein Ensemble mit Slapstick-Qualitäten. Man muss das natürlich mögen, diese Komplettfarce mit singender Säge, in der es heißt: "Das ist Schwachsinn, nicht mal ein altes Huhn niest davon." Dazu Piepsen, Quieken, Schnarchen, Rülpsen…'' schreibt Andreas Göbel auf kulturradio.de
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    0 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik
    Zack ab die Nase
    6 Jahre her.
    Kritik
    ''Kosky weidet sich an dieser Vorlage. Die verlorene Nase wird vervielfacht; muskulöse Tänzer, mit riesigen Nasen überzogen, steppen durch die Kante. Die gleichen Tänzer treten auch als StripperInnen auf. Buki Shiff hat ihnen fantasievoll-laszive Kostüme verpasst, die würden auch im KitCatClub durchgehen. Die Kostüme sind überaus farbig und laut. Gut, dass Klaus Grünberg seine Bühne abstrakt gehalten hat.  Ainārs Rubiķis, der designierte Generalmusikdirektor der KOB, gibt mit der Nase schon mal seinen Einstand. Er beweist, dass das Stück nicht unspielbar ist. Mit dem groß aufgestellten Orchester der Komischen Oper Berlin bewältigt er die Partitur barvorös. Klangkaskaden werden aufgetürmt ohne den Sängern den Raum zu nehmen, und dann plötzlich schillert russisch-orthodoxem Kirchgesang durch. Bei soviel Absurdität darf die Frage erlaubt sein, ob das eigentliche als Oper taugt. Schostakowitsch hat in seinem Plot eine Szene mit darüber palavernden Zuschauern eingebaut. Kosky hat das in eine BBC-Ansage-Szene verwandelt. Die Sprecherin sinniert slapstickartig darüber, wer so eine Oper eigentlich braucht. Das Publikum lacht und staunt über so derart viel Absurdität. Die neue deutsche Textfassung stammt von Ulrich Lenz - ein Höhepunkt in ihr: der Slogan „Entnasifizierung“.  Die Übersetzung ist künstlerisch konsequent und hätte die Komische Oper ein Jahr gekostet, wie Kosky bei der Premierenfeier berichtete. Und dann lobte und herzte er seine Gemeinde; klar, er braucht sie wieder, all die Sänger, Tänzer und vielen Helfer. Die nächste Herausforderung wartet sicher schon.'' schreibt Steffen Kühn am 17. Juni 2018 auf KULTURA-EXTRA
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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik

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