Kat Válastur: Eye, Lash!

Bewertung und Kritik zu

EYE, LASH! 
Kat Válastur
 
Premiere: 4. Mai 2022 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin 

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Zum Inhalt: In einer verzauberten Landschaft aus Blumen, Metallfliesen und Wasser verkörpert die Choreografin und Performerin Kat Válastur verschiedene weibliche Archetypen und Personas. Die spätmittelalter-liche Mystikerin Marguerite Porete, die Figur der Monkey, der Tochter in Tarkovskys Film “Stalker”, oder die Figur der Lady Jane Gray, die in einem Gemälde von Delaroche dargestellt ist, materialisieren sich in diesem opernhaften Bekenntnis über die Konstruktion des Selbst und der Identität. Kat Válastur taucht in ihr Bewegungsgedächtnis ein und nutzt ihre imaginäre und visuelle Sprache, um die kaleidoskopische Erfahrung einer Künstlerin in der heutigen Zeit zu erforschen. Mit Hilfe der Geister von Frauen der Vergangenheit und Gegenwart, die unterdrückt, ausgegrenzt, missbraucht, verbrannt oder enthauptet wurden, verwandelt sie den Bühnenraum in eine Zone, eine eingekapselte Welt und ein potenzielles Zuhause mit magischer Kraft, aufgeladen mit weiblicher Transzendenz und Spiritualität. Die Film-Version von “Eye, Lash!” war im März 2021 auf HAU4 zu sehen. Nun wird die Arbeit endlich auf der Bühne vor Publikum gezeigt.

Mit Kat Válastur

Konzept, Choreografie: Kat Válastur
Lichtdesign: Martin Beeretz
Assistenz Licht: Vito Walter
Musik, Sounddesign: Stavros Gasparatos
Tontechnik: Mizithras, Georgios
Assistenz Ton: Reei Metz
Bühnenbild: Ulrich Leitner
Bühnenplastik: Ursula Linke
Kostüm: Kat Válastur, werkstattkollektiv
Dramaturgische Beratung: Maja Zimmermann
Assistenz Choreografie: Tamar Sonn
Produktionsleitung: Sina Kießling
Touring: Mascha Euchner-Martinez


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Faszinierende magisch-mythische Welt
  · 04.05.22
''Auch in diesem Stück setzt Kat Válastur ihren minimalischen, redundanten, mitunter ins Komische kippenden Tanzstil ein, setzt auf Mehrdimensionalität, auf ständig wechselnde, aufblühende und verglühende emotionale Zustände, so dass ihre Bühnenfigur eine immer undeutliche, schemenhafte Erscheinung bleibt. Sie hat für "Eye, Lash!" eine faszinierende magisch-mythische Welt entworfen, in der tiefe Bässe wummern und das karge Licht sich der Dunkelheit erwehren muss.

Das Ende dieses Stückes kommt mit perfekt gesetztem Timing, kurz bevor das ständig Unstete, das fast Zuviel an Gestalten und Wunderlichkeiten, das ständige Verflüssigen von Figuren und Bewegungen zu Beliebigkeit werden und zu Überdruss führen kann.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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