Miller / de´Nobili: Pack

Bewertung und Kritik zu

PACK 
Miller / de´Nobili
 
Premiere: 22. September 2021 (Festspielhaus Hellerau/Dresden) 
Berlin-Premiere: 19. März 2022 (Tanzplattform 2022) 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin 

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Zum Inhalt: Sechs Tänzer, sechs Typen – 40° im Studio. Urban Dance, Breakdance, Contemporary und alles, was dazwischen passt. Eine Gruppe von Männern lässt ihre Körper aneinander abprallen oder ineinander verknoten. Zwischen Individualität, Gruppendynamik und common ground machen sie sich locker oder härten sich ab. Wir folgen den Regeln ihres Miteinanders, hören das Gewicht ihrer Körper auf den Boden krachen und spüren den Luftzug, wenn sie kopfüber durch den Raum wirbeln. Ihr Beisammensein folgt dynamischen Rollenmustern und streift Kategorien von „Street- und Hochkultur“ ab. Allein sein oder dabei sein. Eine Gruppe, ein “PACK” in Bewegung.

Mit Egon Gerber, Philip Lehmann, Anton Schalnich, Zino Schat, Constantin Trommlitz, Nam Tran Xuan 

Choreografie: Maria Chiara de’Nobili & Alexander Miller in Zusammenarbeit mit den Tänzern
Lichtdesign: Geohwan Ju
Kostüme: Antonia Krull
Komposition: Michele Strobino
Produktionsleitung: Michael Lippold
Dramaturgie: Marvin Neidhardt


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Männerbünde und Rituale
  · 22.03.22
Der qualitativ hochwertige Mitschnitt, den das Presseteam der Tanzplattform zur Verfügung stellte, vermittelt jedoch einen guten Eindruck von der Energieleistung der sechs Tänzer, die am Sonntag Nachmittag die Choreographie von Maria Chiara de‘Nobili & Alexander Miller im HAU 2 tanzen sollten.

Auch hier erleben wir eine Auseinandersetzung mit Männlichkeitsposen und männerbündischen Ritualen, die sich thematisch durch die fünf Tage zog. „If you want to be one of us“ ist das Leitmotiv der kurzen Sprachsequenz in dieser von Urban Street Dance und Hiphop dominierten, mit einer Stunde etwas zu langen Arbeit, die für das Festspielhaus Hellerau entwickelt wurde. Momente des Gemeinschaftsgefühls und sogar von Zärtlichkeit schlagen um in Revierkämpfe, Gewalt und Imponiergehabe.

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