Carolin Jüngst / Lisa Rykena: She Legend

Bewertung und Kritik zu

SHE LEGEND 
Carolin Jüngst / Lisa Rykena
 
Premiere: 4. Dezember 2019 (Kampnagel Hamburg) 
Berlin-Premiere: 16. März 2022 (Tanzplattform 2022) 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin 

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Zum Inhalt: “Splash!” / “Boom!” / “Crash!” Das Choreograf:innenduo Rykena / Jüngst widmet sich in “SHE LEGEND”  den Comic-Helden und verkehrt deren stereotype Ideale in fluide, queere, heroische Gegenentwürfe. Die Performer:innen schlüpfen dafür in die Rollen von bekannten und unbekannten Superheld:innen, verwandeln sich in retro-futuristische Hybridwesen und erfinden neue Superkräfte für eine zeitgenössische Mythologie in Bewegung. Tänzerisch und klanglich befragen sie ihre eigene Held:innenhaftigkeit und verkörpern dabei – zwischen Cyborgs, Antiheld:innen und Kompliz:innen – nicht-konforme Figuren als Kampfansage an ein maskuliniertes (Einzel-)Held:innentum.

Mit Carolin Jüngst, Lisa Rykena 

Künstlerische Leitung, Choreografie: Carolin Jüngst, Lisa Rykena
Dramaturgie: Helen Schröder
Bühne: Lea Kissing
Musik & Sounddesign: Konstantin Bessonov
Kostüme: Hanna Scherwinski
Lichtdesign: Ricarda Schnoor & Joanna Ossilinska


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Zwischen Clownerie und Requiem
  · 22.03.22
Zu den kleinen, leisen Formaten dieser Tanzplattform-Ausgabe zählte desweiteren „She Legend“ von Carolin Jüngst/Lisa Rykena, das im HAU 3 gastierte und ebenfalls schon vor der Corona-Pandmie im Winter 2019 beim Nordwind-Festival auf Kampnagel Premiere hatte.

In einer 40minütigen Mischung aus Tanz, Clownerie, Musikkabarett und Requiem spielt das Duo, das seine Choreographie auch live performt, mit Musik-Stilen, Ohrwürmern und comichaften überzeichneten Gesten. In cyborgartigen Kostümen wechseln sie zwischen melancholisch-düsteren und aufgedrehten Stimmungen. Auch hier bleibt aber unklar, was die Künstlerinnen über ein ironisches Spiel mit Posen hinaus erzählen wollen. Dies zog sich wie ein roter Faden durch viele Arbeiten, die bei der Tanzplattform präsentiert wurden.

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