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Bewertung und Kritik zu

MAINTAINING STRANGER
von Simone Aughterlony
 
Deutschland-Premiere: 23. Mai 2019 
Hebbel am Ufer (HAU2), Berlin 

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Zum Inhalt: Wie könnten zwischenmenschliche Beziehungen aussehen, wären sie nicht durch gesellschaftliche Normen vordefiniert? Welche Strukturen stehen uns bei der Suche nach erfüllender Intimität und Sexualität im Weg? Auch mit ihrer neuen Arbeit, einer Koproduktion des HAU Hebbel am Ufer, entwirft Simone Aughterlony neue Familienkonstellationen. Die in Berlin und Zürich lebende Künstlerin erschafft in “Maintaining Stranger” eine karge Steinwüste als Cruising Zone, in der Konventionen, Raum und Zeit nicht existieren. Losgelöst von gesellschaftlichen Zwängen entstehen so ungeahnte Möglichkeit der Begegnungen und der Hingabe. Die ineinander verwobenen Schicksale der Protagonist*innen erzählen Geschichten von gescheiterten Beziehungen, Respekt oder Missverständnissen und reflektieren das Zusammenleben in einem utopischen, postkolonialen Zeitalter.Ohne einen Anfang, ohne ein Ende, ohne Heimat, ohne Skript und ohne eigene Geschichte treffen die Charaktere aufeinander und dekonstruieren gemeinsam die Vorstellung von Fremdheit und Intimität. Dabei entsteht eine Community der Fremden, die sich über geteilte Erfahrungen findet statt durch Zuschreibungen und Besitzansprüche. “Maintaining Stranger” legt die Abweichungen und Lücken zwischen den Menschen offen, in denen die Intimität am stärksten fühlbar wird. Liebe ist nichts Persönliches, Unterschiede sind es hingegen schon.

Mit Simone Aughterlony, Niall Noel Jones, Nic Lloyd, Mathias Ringgenberg, Hahn Rowe, Teresa Vittucci, Petra Hrašćanec (Gast)

Konzept: Simone Aughterlony
Skulpturen-Design: Christopher Füllemann
Text: Jen Rosenblit
Musik: Hahn Rowe
Dramaturgische Beratung: Jorge León, Saša Božić, Jen Rosenblit
Lichtdesign: Florian Bach
Assistenz Skulpturen-Design: Christophe Bozet
Arrangement Stimmen: Luke Deane
Kostüm: Eloïse Santschi
Zeichnung: Salome Schneebeli
Technische Leitung: Marie Prédour
Bühnentechnik: Jan Olieslagers
Produktionsleitung: Sina Kießling
Administration: Karin Erdmann
Diffusion: Art Happens


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Dechiffrieren von Performance- und Queer-Therorie
  · 29.05.19
''Hier ist alles Material: die Performer und ihre Körper, die Figuren und ihre Identitäten, die Texte in ihrer Alltäglichkeit oder hermetischen Lyrik, die Musik, die sich stilistisch nicht festlegen will, die Inszenierungsmittel, die zwischen Tanz, Performance, Theater, Konzert und Spoken Poetry wechseln. Und da alles völlig unterspannt und undramatisch, alles vorläufig und beiläufig präsentiert wird, da es keine Storyline gibt, keine Beziehungen untereinander entstehen, drohen Spannungslöcher, die Aughterlony nicht immer zu füllen vermag. Das Interesse an den Ereignissen auf der Bühne erlahmt immer mal wieder.

Zudem scheint sie sich erneut – und das ist bei ihren bisherigen Stücken oft der Fall gewesen – eher an ein akademisches und Szene-Publikum zu wenden, das ihre Reflexionen zu Performance- und Queer-Theorie zu dechiffrieren und zu genießen vermag. So wie die Figuren auf der Bühne letztlich einander Fremde bleiben, so bleiben auch die Zuschauer Fremde, die das Geschehen je nach eigener Kenntnis und Lust als Beobachter verfolgen. Am Ende kurzer wohlwollender Applaus und ein durchaus verständlicher Drang, schnell nach draußen zu kommen, in den lauen Mai-Abend, zu Bier und Wein und Gesprächen mit Menschen, die keine Fremden bleiben wollen und sollen.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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5 5
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3 32
2 15
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