Haus der Statistik Berlin



Bewertung und Kritik zu

Amanda Piña: Frontera | Border – A Living Monument

Bewertung und Kritik zu

FRONTERA | BORDER – A LIVING MONUMENT 
Amanda Piña
Premiere: 11. Oktober 2018 (Tanzquartier Wien) 
Deutschland-Premiere: 20. August 2021 (Tanz im August)  
Haus der Statistik Berlin 

Zum Inhalt: “Frontera | Border – A Living Monument” der mexikanisch-chilenisch-österreichischen Choreografin Amanda Piña ist inspiriert von einem Tanz, der an der Grenze zwischen den USA und Mexiko entstand. Dieser Tanz, der ursprünglich als Eroberungstanz von den Spaniern aufgeführt wurde, um den Sieg der Christen über die muslimischen Eroberer darzustellen, wandelte sich und wurde später als Widerstandsform gegen koloniale und neoliberale Mächte genutzt. In einer Choreografie, die Hip-Hop-Kultur, koloniale Erzählungen, indigene Praxen und Mystizismus verwebt, erinnert Piña uns daran, dass die Grenze nicht nur ein Strich auf einer Karte ist, sondern sich in manche Körper auch mehr einkerbt als in andere.

Der Koffer

Bewertung und Kritik zu

DER KOFFER
von Malgorzata Sikorsky-Miszczuk
Regie: Rolf Kemnitzer 
Premiere: 5. Juni 2020 
Haus der Statistik Berlin 

Zum Inhalt: Das Stück erzählt die Geschichte des Franzosen Fransoua, der im „Museum für Vernichtung“ einen Koffer mit dem Namen seines Vaters Pantofelnik und damit das Geheimnis seiner Herkunft entdeckt. Dem Stück gelingt es, auf scheinbar geradezu unpolitische Weise die Verbrechen der NS-Zeit außen vor zu lassen und ausschließlich deren persönliche Auswirkung in der Gegenwart zu betrachten. Daher kommt die so schlafwandlerisch leichte und auch humorvolle Vorlage am Ende doch zu einer Katharsis mit großer emotionaler Tiefe.  


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