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    SPIELPLAN & KARTEN

    Blind Runner

    Bewertung und Kritik zu

    BLIND RUNNER 
    Amir Reza Koohestani / Mehr Theatre Group
     
    Premiere: 16. Mai 2023 (Théâtre Les Tanneurs, Brüssel, Kunstenfestivaldesarts) 
    Deutschland-Premiere: 15. Juni 2023 (Performing Exiles Festival) 
    Haus der Berliner Festspiele 

    Zum Inhalt: Ein Ehepaar hat sich gegenseitig versprochen, jede Nacht zu laufen, auf beiden Seiten der Gefängnismauer, hinter der die Ehefrau als politische Gefangene inhaftiert ist. Vor ihrer Verhaftung hatten sie monatelang ein Lauftraining absolviert, in der Absicht, den Iran zu verlassen und durch den Europatunnel nach England zu gelangen. Geplant war, die 27 km des Tunnels zur einzig möglichen Zeit zu durchqueren, nämlich in den fünf Stunden zwischen dem letzten Zug am Abend und dem ersten Zug des folgenden Tags. Eine Woche vor der Abreise wird dieses gemeinsame Training für ein neues Leben jedoch durch die Verhaftung der Frau unterbrochen. Amir Reza Koohestani nimmt die Geschichte des Langstreckentrainings des Paares auf beiden Seiten der Mauer als Ausgangspunkt für eine Reflektion über die iranische Gesellschaft heute – als ein Lauf, der trotz allem immer weitergeht.

    Mit Ainaz Azarhoush, Mohammad Reza Hosseinzadeh

    Text und Regie: Amir Reza Koohestani
    Dramaturgie: Samaneh Ahmadian
    Regieassistent: Dariush Faezi
    Licht und Bühne: Éric Soyer
    Video: Yasi Moradi, Benjamin Krieg
    Musik: Phillip Hohenwarter, Matthias Peyker
    Kostüme: Negar Nobakht Foghani

    2.0 von 5 Sterne
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    Voraussetzungsreiche iranische Exil-Performance
    1 year ago
    Kritik

    In nur einer Stunde bleibt das Geschehen auf der Bühne karg. Eine Frau und ein Mann (Ainaz Azarhoush, Mohammad Reza Hosseinzadeh) rennen nach anfänglichen Lockerungsübungen quer über die Bühne, versuchen, miteinander zu sprechen, oft bleibt ihnen aber nach Kontaktabbruch nur, zu sich selbst und zum Publikum zu sprechen. Ein Gefängnis ist das Setting von „Blind Runner“, soviel wird klar. Im Hintergrund sieht man die beiden noch einmal in Porträt-Großaufnahmen auf der Videowand.

    Die Hintergründe erklären sich aus dem Programmheft: gemeinsam wollte das Paar vor der Repression aus ihrer iranischen Heimat nach Europa fliehen. Mit dem exzessiven Lauftraining wollen sie sich darauf vorbereiten, durch den Eurotunnel zu joggen, bevor der nächste Zug kommt. Die Frau wurde verhaftet, das Training geht trotzdem weiter: sie joggt hinter der Gefängnismauer, eher davor.

    Vieles tippt der kurze Abend an: persische Lyrik, Kritik an der Abschottung Europas und vor allem natürlich an der Repression des Mullah-Regimes. Doch an diesem ebenso kargen wie voraussetzungsreichen Abend überträgt sich davon weniger.

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