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Bewertung und Kritik zu

INOAH
Bruno Beltrão / Grupo de Rua
 
Berlin-Premiere: 28. August 2018  (Tanz im August) 
Haus der Berliner Festspiele

Zum Inhalt: Bruno Beltrão ist bekannt für seine tänzerische Dekonstruktion des Hip-Hop: Seine kraftvollen Choreografien verbinden Street-, Breakdance und Hip-Hop mit zeitgenössischem Tanz. In “INOAH” bezieht er sich auf die politische Situation in seinem Heimatland Brasilien: Vor dem Hintergrund des Korruptionsskandals fragt Beltrão danach, wie wir mit unserer Umgebung verbunden sind, und wie uns ihre Ereignisse und Ideologien prägen.

Zehn Tänzer seiner Kompanie Grupo de Rua verhandeln diese Wechselwirkungen in pulsierenden Begegnungen zwischen Aggression und Ausschweifung, Konfrontation und Gemeinsamkeit.

Dauer: 50 min

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3.5/5 Insgesamt 2 Bewertungen (2 mit Rezension)
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Dekonstruktion des Hip-Hop
  · 29.08.18
Bruno Beltrão ist für seine Dekonstruktion des Hip-Hop bekannt. In seiner neuen Choreographie „INOAH“, die schlicht nach der Stadt benannt ist, in der seine „Grupo de Rua“ residiert, treibt er das Spiel mit den Erwartungen auf die Spitze. Der knapp einstündige Abend beginnt auf der leergeräumten, spartanisch-strengen Bühne mit geradezu minimalistischen Bewegungen. Seine ausschließlich männlichen Tänzer, die Beltrão in androgyne Hosenröcke von Jayden Smith gesteckt hat, wirken in manchen Momenten wie erstarrt.

Erst im Lauf des Abends nähert sich Beltrão den klassischen Hip-Hop-Moves: unter die androgynen Hosenrock-Träger mischen sich Männer, die halbnackt ihre trainierten Muskeln präsentieren. Drängende Beats und aggressive, hektische Bewegungen bestimmen das Bühnen-Geschehen.

Vor allem in der ersten Hälfte wirkt „INOAH“ zu bleiern und statisch. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Beltrãos angekündigte Auseinandersetzung mit den Korruptionsskandalen in seiner brasilianischen Heimat zu kurz kommt. Die Bewegungen bleiben so abstrakt, dass dieses Anliegen aus den Konfrontationen auf der Bühne kaum noch herauszulesen ist.

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Annäherung an den zeitgenössischen Tanz
  · 29.08.18
''Bruno Beltrao gilt seit Jahren als derjenige Choreograf, dem es gelingt, Hip-Hop-Tanz und Zeitgenössischen Tanz zu vereinen, damit feiert er weltweit Erfolge. Und mit dieser Choreografie hat er sich sehr weit vom Hip-Hop-Tanz entfernt. Eine derartige Annäherung an den Zeitgenössischen Tanz in der Bewegungskultur, im Stückaufbau und in der Gestaltung von Soli, Duos, Trios und Gruppen war noch vor Jahren von ihm nicht zu erwarten – die Hip-Hop-Stile sind noch erkennbar, aber nur in einzelnen übrig gebliebenen Elementen.

Bei diesem Thema und dieser Umsetzung ist es zwar verständlich, aber auch bedauerlich, dass er nur Männer einsetzt, keine seiner sonst so starken, übrigens immer absolut gleichberechtigt choreografierten Frauen.

"INOAH" ist die bislang stärkste Choreografie von Bruno Beltrao, seine Arbeit konnte ja in Berlin recht gut verfolgt werden. Seine Gesellschafts-Analyse ist beängstigend und beklemmend. Man ersehnt sich geradezu eine Entlastung, eine Entschärfung der Konflikte, die er hier in die Körper seiner Tänzer, in seinen Tanz einschreibt. Das jedoch deutet er nur in winzigen Momenten an, die man als minimale Hoffnung deuten könnte: wenn die Tänzer einander stützen, halten und tragen – winzige Momente der Verständigung über Konflikte, Druck und Angst hinaus. Vom Publikum zu Recht begeisterter Applaus.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
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Haus der Berliner Festspiele
www.berlinerfestspiele.de
Schaperstraße 24 - 10719 Berlin
Telefon: 030 254 89-0

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3.7
Durchschnittsnote aller Stücke
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4 12
3 4
2 2
1 0
Kritiken: 20
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