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Bewertung und Kritik zu

COMPANY WAYNE MCGREGOR
Autobiography
 
Berlin-Premiere: 17. August 2018  (Tanz im August) 
Haus der Berliner Festspiele

Zum Inhalt: Was bedeutet es, die eigene Lebensgeschichte zu schreiben? 25 Jahre lang hat Wayne McGregor Choreografien entwickelt, die das Leben durch die Erfahrung des Körpers befragen. Nun wendet sich der bekannte britische Choreograf dem Körper als Archiv zu, um einen Zyklus choreografischer Porträts zu erschaffen.

Für seine erste Studie “Autobiography” ließ McGregor seine DNA entschlüsseln. Und schuf ein dynamisches Tanzmosaik, begleitet von den Sounds der Elektro-Musikerin Jlin: eine abstrakte Meditation für zehn Tänzer*innen über das Selbst, das Leben und das Schreiben, die für jede Vorstellung von einem Algorithmus in eine andere Reihenfolge gebracht wird.

Dauer: 80 min

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Sättigungseffekt und Beliebigkeiten
  · 20.08.18
''Was sich in der Musik von Jlin wiederfindet, in der von Vogelzwitschern über harmlos plätschernden Ambientsound zu hartem industriellem Techno alles findet – auch dies, wie der Tanz, ein Kaleidoskop an Stimmungen, unterstützt von einer Laser- und Lichtshow und einem dramatisch sich vom Bühnenhimmel absenkenden Gitternetz aus spitzen Dreiecks-Metallgerüsten.

Die Show ist also perfekt, der Tanzstil spektakulär, die Tänzer bewundernswert und dennoch stellt sich bald ein Sättigungs-Effekt ein. Und das liegt auch an der Algorithmus-gesteuerten Zufalls-Dramaturgie, durch die der Tanz und das, was McGrgeor vielleicht erzählen will, seine Dringlichkeit und Tiefe verliert. Trotz aller Faszination stellt sich ein Gefühl von Beliebigkeit ein, nichts baut aufeinander auf, entwickelt sich weiter, findet zu Steigerung, Klärung oder Lösung.

Auch das macht dieses Gastspiel zu einem außerordentlichen, aber nicht zu DEM erhofften Höhepunkt – das Publikum hat beglückt gejubelt und ist dann angeregt und rasch seines Weges gegangen.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
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Von Algorithmen neu gemixte Szenen
  · 18.08.18
23 kurze Szenen dachte sich McGregor aus, die exemplarisch für verschiedene Lebenssituationen stehen. Von Verwirrung und Zerrissenheit über das Genießen der Natur bis zum Älterwerden spannt sich ein Bogen, der keineswegs linear ist. McGregor dachte sich als besonderen Kniff für diesen Abend aus, dass die Reihenfolge der Szenen vor jeder Vorstellung von einem Algorithmus neu festgelegt wird. Nur das Solo zu Beginn und der Schluss sind fix. Im Festival-Magazin erzählt McGregor, dass 24.000 Permutationen möglich sind. Der Algorithmus basiert auf dem genetischen Code, den der für sein starkes Interesse an Robotik und Genetik bekannte Brite in einem Online-Test analysieren ließ.

Der Nachteil dieser vor jeder Vorstellung neu arrangierten Versatzstücke: Einen roten Faden wird man vergeblich suchen. Dementsprechend beliebig wirkt der Abend.
Der Vorteil der Arrangements: Der schnelle Wechsel sehr unterschiedlicher Szenen hat seinen eigenen Reiz. Getragene Langsamkeit wechselt mit aufwühlenden Beats und hektischen Moves, auf düstere Stimmung folgt grell ausgeleuchtete Gruppen-Action.

Den stärksten Eindruck dieser Arbeit „Autobiography“ hinterlassen das effektsicher eingesetzte Lichtdesign von Lucy Carter und die variantenreiche Musik-Auswahl von Jlin, die ihre Electro-Sounds mit Barock-Kompositionen mixt. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass dieser Abend trotz der genannten Einschränkungen überzeugt. Die Einstufung als „philosophical process“, von dem der Guardian schwärmte, wirkt jedoch stark übertrieben.

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Company Wayne McGregor
  · 19.08.18
''Die wummenden Elektroklänge der Musikerin Jlin (Jerrilynn Patton), die das kaum in und mit Pausen wahrnehmbare Stück akustisch zumüllen, belasten und belästigen die Ohren. Stellenweise ist man (in genervtester Gehässigkeit) geneigt "es" mit stupider Show- oder Revuebeschallung à la Friedrichstadtpalast, falls dort das Live-Orchester eingespart wird, zu vergleichen. 

Trost nur: Schöne TänzerInnen tanzen schön - das sieht natürlich immer schön aus. Sie bedienen das Ballett-Glossar, und dennoch ist es "Ausdruckstanz". 

Ich habe leider nicht herausgefunden - und bei keiner der gezeigten 23 (?) Einzel-Einlagen - , worum es zwischenmenschlich ging. Alles erschien mir irgendwie beliebig. Blendungen und pure Langeweile.'' schreibt Andre Sokolowski - 18. August 2018 auf KULTURA-EXTRA
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