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Bewertung und Kritik zu

SHIFTED REALITIES
cie. Toula Limnaios 
Premiere: 28. April 2019 
Halle Tanzbühne Berlin

Zum Inhalt: Zwei tänzer in ihrem jeweils eigenen raum, parallel nebeneinander, gleichzeitig und so nicht isoliert, nicht synchron, sondern in gegenseitiger beeinflussung. – eine überschreitung von raum und zeit, die eigenständigkeit ebenso wie transformation zulässt. der raum, in dem wir leben, ist kein vakuum, sondern verknüpft/ überschneidet sich immer mit den wurzeln, geschichten und dem leben eines anderen.

Mit dem doppel-solo schöpft sie mehr das potenzial des individuellen aus, voller gegenläufiger verweise und andeutungen. nach lukrez »erzeugen die dinge ihre eigene sichtbarkeit, indem sie ständig feine schichten ihrer äußeren hülle in den raum aussenden, die dann entsprechende abdrücke auf unserer netzhaut hinterlassen.

Konzept / Choreographie: Toula Limnaios
Tanz / Kreation: Hironori Sugata, Toula Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Lichtdesign: Felix Grimm
Raum / Kostüme: Antonia Limnaios, Toula Limnaios
Choreographische Assistenz: Ute Pliestermann
Lichttechnik: Domenik Engemann
Public Relations: Silke Wiethe


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Tanz der Verwerfungen und Unbehaustheit
  · 29.03.19
''Dazu tanzen Toula Limnaios und Hironori Sugata mit in den Raum schnellenden Bewegungen, Arme und Beine wie fortgeschleudert, ein Tanz der rasanten Kehrtwendungen, plötzlichen Drehungen auf einer Ferse, ein Tanz der Verschlingungen und Verwindungen im Körper und des In-Sich-Zusammen-Sinkens. Ein Tanz, der nach Unbehaustheit und Verwerfungen aussieht, als wären beiden die eigenen Körper fremd, als müssten sie jede einzelne Bewegung erst suchen, um, überwältigt vom Wunsch, sich auszudrücken, Gefühlen, Erinnerungen, Sehnsüchten, Ängsten überhaupt Gestalt geben zu können. Da passt es, dass Toula Limnaos immer wieder Ballettschuhe am einen Fuß und Pumps oder schwarze Stiefel am anderen trägt – Brüche durchziehen die Köper und den Tanz, der einem wieder in die Seele sickert, schön und beunruhigend, weich und virtuos und grausam und hart.

Dies ist einmal mehr ein irritierender und aufwühlender Abend mit faszinierenden Bildern, die sich oft erst spät erschließen, wenn etwa Toula Limnaios gegen Ende in jenem Holzrahmen steht, den Sugata gebaut hat, wenn sie sich, wie darin eingesperrt, gegen die Seiten stemmt, so wie sie ihren Körper zuvor gegen die Wand des Saals geschleudert hat. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen hier ineinander, wie die Räume, die beide für sich besetzen, einander überlappen. Das Experiment, mit einem Doppel-Solo zu zeigen, wie sich Realitäten überlagern, wie wir Menschen zwar allein sein können und doch immer in Verbindungen leben und uns gegenseitig beeinflussen und prägen, ist gelungen.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
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