NASSER #7Leben

Bewertung und Kritik zu

NASSER #7Leben (13+) 
von Susanne Lipp nach Interviews mit Nasser El-Ahmad
Regie: Maria Lilith Umbach 
Premiere: 14. März 2017
Online-Premiere: 22. Juli 2021
Grips Theater Berlin

Der Berliner Nasser El-Ahmad stammt aus einer libanesischen, streng muslimischen Familie. Als Kind und ältester Sohn ist er der Liebling der ganzen Verwandtschaft, doch mit zunehmendem Alter wird die Erziehung strenger: Musik ist haram, Fernsehen und Internet nur eingeschränkt erlaubt. Als die Konflikte mit seinem Vater immer massiver werden, sucht sich Nasser seine Freiräume verstärkt außerhalb der Familie. Im Alter von 15 Jahren entdeckt er die schwule Partyszene Berlins und outet sich auf Facebook. Als seine Eltern davon erfahren, bedeutet dies das Ende seines bisherigen Lebens.

Regie: Maria Lilith Umbach
Bühne und Kostüme: Lea Kissing
Video: Alexander Merbeth
Musik und Sounddesign: Öz Kaveller
Dramaturgie: Tobias Diekmann
Theaterpädagogik: Ellen Uhrhan | David Vogel

Dauer 1 h 10 min (keine Pause)


 
Meinung der Presse zu „NASSER #7Leben“ - Grips Theater


Zitty
★★★☆☆

 

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Dokutheater über Homophobie in muslimischen Familien
  · 23.07.21
Pünktlich zum CSD-Wochenende bietet das GRIPS Theater erstmals den Mitschnitt seiner preisgekrönten Jugend-Dokumentartheater-Inszenierung „Nasser #7Leben“, die seit März 2017 im GRIPS Podewil läuft.

Der einstündige Abend erzählt die wahre, sehr dramatische Geschichte von Nasser El-Ahmad, der in Berlin als ältester Sohn einer strenggläubigen muslimischen Familie aufwuchs. Sein strenger Vater tyrannisiert die gesamte Familie und schlägt den Sohn regelmäßig, die überforderte Mutter schaut weg. Auch sie stellt sich gegen ihn, als in Nassers Schule der Facebook-Post von einer Gay Beach-Party viral geht und seine Mitschülerin Janine Nassers Eltern erzählt, dass ihr Sohn schwul ist.

Auf der minimalistischen Bühne von Lea Kissing wird die Lebensgeschichte von Nasser, die er der Journalistin Susanne Lipp in mehreren Interviews erzählte, ohne viele Effekte geschildert. Immer wieder wurde Nasser von seiner Familie in Fallen gelockt. Obwohl er schon bei der Jugendhilfe in Sicherheit war, entführten ihn Vater und Onkel Richtung Libanon. In letzter Minute konnte er sich retten.

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