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Bewertung und Kritik zu

QUEERIOUS - DIE GEBURT DES VULKANS 
Leitung: Moritz Sauer 
Premiere: 6. Oktober 2017 
Maxim Gorki Theater, Berlin

Mit Gelareh Shahpar, Parisa Madani, Chantal Süss, Naomi Odhiambo, Aybüke Kara, Ronald Berger, Marina Prados, Nathalie Seiss

Zum Inhalt: 2016 war das Jahr der Angst vor dem Verlust von Werten und Sicherheiten. Die Stimmen der Besorgten wurden immer lauter: »Kümmert Euch nicht mehr um die Minderheiten, sondern wieder um UNS!« Um dieser Bewegung entgegenzuwirken, schließen sich 2017 zehn junge Menschen im Alter von 18-24 Jahren zusammen. Sie werden sich in queerer Geschichte spiegeln und fragen: Wie wurden Identitäten gebildet und wie lässt sich Gemeinschaft herstellen? Kann ein WIR erzeugt werden jenseits von Klasse, Herkunft und Geschlecht? Queerious ist eine zeitgeschichtliche Ideensammlung zu Solidarität.

Spielleitung: Moritz Sauer
Ausstattung: Raissa Kankelfitz
Musik: Mika Amsterdam
Dramaturgie: Mazlum Nergiz

Teaser „Queerious - Die Geburt des Vulkans“ - Maxim Gorki Theater



Trailer „Queerious - Die Geburt des Vulkans“ - Maxim Gorki Theater


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Stoffsammlung und persönliche Erfahrungsberichte
  · 06.10.17
Der Abend ist auf dem Programmflyer als „zeitgeschichtliche Ideensammlung zu Solidarität“ überschreiben: das ist Markenzeichen und zugleich auch die Schwäche dieser Stückentwicklung. Die Ideen sprudeln nur so, die Spielerinnen und Spieler reden teilweise wild durcheinander, mischen sich unters Publikum, das somit fast ständig damit beschäftigt ist, die Hälse zu verdrehen, um nichts zu verpassen. Alle Themen, die dem postmigrantisch, queeren Gorki Theater wichtig sind, werden hier angesprochen: der Blick von Migranten, Schwarzen, LGBTI und anderen Minderheiten auf eine weiße, heteromormative Mehrheitsgesellschaft. Kolonialismus, sexuelle Belästigung, Kritik an Roland Emmerichs geschichtsklitternder Hochglanz-Hollywood-Produktion über „Stonewall“: vieles wird angerissen, der Zettelkasten quillt förmlich über, nur selten es bei „Queerious – Die Geburt des Vulkans“ in die Tiefe.
Es gibt sie durchaus, die stillen, gelungenen Momente an diesem knapp einstündigen Abend: Ronald Berger erzählt von seinem Coming-out in Costa Rica. Nur seine Mutter stand immer zu ihm, der Vater und die Oma hatten lange damit zu kämpfen, beteten für seine „Heilung von seiner sexuellen Verirrung“ und sind erst versöhnt, seit er mit seinem Freund eine kleine Tochter großzieht.
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