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    Maxim Gorki Theater
    www.gorki.de
    Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin
    Telefon: 030 202210
    SPIELPLAN & KARTEN

    Ciao

    Bewertung und Kritik zu

    CIAO 
    EIN BAND-PROJEKT
    Premiere: 1. Juni 2024 
    Maxim Gorki Theater, Berlin 

    Zum Inhalt: Ciao ist eine performative Collage aus Text und Musik, die kollektiv erarbeitet wird und um Themen wie Solidarität, Patriarchat, Abschied und Neuanfang kreißt. Ein Abend über den Abschied von toxischen patriarchalen Strukturen und von Erwartungen. Auch denen ans Theater. Mit einem echten Chor und selbstgeschriebener Musik. Und einem Stand-Up Comedian. Ein Abend, über das, was man immer schonmal auf der Bühne zeigen wollte, aber nie durfte. Ein Abend der frei fliegt und ganz schön traurig sein kann. Aber auch ein Abend über die Hoffnung auf etwas Neues, Schönes und Beflügelndes. Ein Abend über Freundschaft, die manchmal ganz schön schwer sein kann. Aber es immer Wert ist: Denn »Ciao«, das haben wir nicht vergessen, heißt auch »Hallo«.

    Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können sowie laute Musik.

    Von und mit Emre Aksızoğlu, Knut Berger, Jonas Dassler, Taner Şahi̇ntürk

    TRAILER

    3.0 von 5 Sterne
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    Comedy und Songs fürs Stammpublikum, die Reihen schließen sich
    11 Tage her.
    Kritik

    So gelöst und fröhlich habe ich Gorki-Intendantin Shermin Langhoff lange nicht gesehen: lauthals stimmt sie in den Schluss-Song „Don´t stop believing“ ein, einen 80er Jahre-Hit der US-Band Journey. Von ihrem Lieblingsplatz direkt vor der Bühnenrampe aus macht sie ihre gewohnten Ansagen, lobt ihr Gorki-Publikum für seine Begeisterungsfähigkeit und lädt in den Garten, um die Sommerpause einzuläuten.

    Der zweistündige Abend ist ein buntes Sammelsurium, in dem sich die vier einfach mal an E-Gitarre und Schlagzeug oder als Stand-up-Comedian ausprobieren. Einen roten Faden oder eine klare Dramaturgie wird man vergeblich suchen, auch die Tonlage switcht munter hin und her zwischen ziemlich albern und melancholisch-ernster Hommage an die Mütter und Schwestern des Quartetts zum Finale.

    „Ciao“ ist ein Abend, der den Jungs und dem harten Kern der Gorki-Community einfach nur Spaß machen soll und die Reihen schließt: Frontal wendet sich Emre Aksızoğlu in seinem Stand-up-Solo an die CDU von Kultursenator Joe Chialo. Wo soll er hin, falls Langhoffs Intendanz in zwei Jahren nicht verlängert werden sollte? Nach diesem politischen Appell, das postmigrantische Theater zu erhalten, geht es aber gleich mit den nächsten Gags im Fips Asmussen-Stil weiter.

    Viele Themen, die das Gorki und sein Publikum umtreiben, werden an diesem musikalischen „Ciao“-Abend angetippt: von Queerness bis Integration von Minderheiten, vom Gefühl, nicht dazu zu gehören bis zu toxischer Männlichkeit. Ironisch wird immer wieder darauf angespielt, dass Jonas Dassler die meisten Soli bekommt, den größten Sexappeal hat, der einzige Hetero-Cis-Mann ohne Migrationshintergrund ist und viele wohl nur seinetwegen ins Theater gekommen sind.

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