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Bewertung und Kritik zu

ZUCKEN
von Sasha Marianna Salzmann
Regie: Sebastian Nübling 
Premiere: 17. März 2017
Maxim Gorki Theater, Berlin

Da ist eine junge Frau, die im Chat die große Liebe findet, sich ihr anvertraut und bereit ist nach Syrien auszureisen. Als ihr Plan scheitert, packt sie ihren Rucksack voll mit Messern und geht zum nächsten Bahnhof. Oder der junge Mann, von dem verlangt wird sich zu bekennen: Bist du Russe oder bist du Ukrainer? Er flieht zu seinem Freund, vor dem ihn die Eltern gewarnt haben. 

»Du erwartest etwas, du erwartest etwas von der Welt und diese Erwartung ist ein Nerv, der zuckt.«

Regie: Sebastian Nübling
Ausstattung: Ursula Leuenberger
Sound: Lukas Stäuble
Dramaturgie: Ludwig Haugk, Uwe Heinrich


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  · 22.03.17
''In mehreren Kapiteln mit Zwischenüberschriften wie "Wann, Was, Wohin" oder "Wüste, Wir, Wind" werden drei Beispiele für den Radikalisierungsweg von Jugendlichen vorgespielt. Dazwischen gibt es Rap- und Tanzeinlagen, gepaart mit schon besagten Passagen, die die Stimmen der Radikalisierten zu einem Wut-Chor, der die vom gesellschaftlichen Mainstream der pazifistischen Wegducker, die Lösungen nur durch Reden erreichen wollen, Enttäuschten sammelt. Der Ausbruch aus der Normalität wird zum neuen Wir-Gefühl einer für die westlichen Werte verlorenen Generation. (...)
Doch nach der ersten Geschichte scheinen die Macher des Abends ihren aufgeworfen Thesen selbst nicht so recht getraut zu haben. Zu unterkomplex, heißt es da. Sie gehen auf Anfang und lassen doch die Maschinerie aus Text, Sound und Bewegung umso stärker wieder einsetzen. Dem straffen Durchboxen, auch wenn man sich immer wieder auf vier große, schwarze Ledersofas zurückwirft, fehlt dann doch so etwas wie eine kleine Ruhephase der Reflexion. Am Ende stöpseln sich die Jugendlichen einfach aus. „Wir brauchen euch nicht.“ rufen sie trotzig. Und das ist die eigentliche Gefahr. Das Stück spricht da nicht nur junge Menschen an. Ob‘s ankommt, wird die Zukunft zeigen.'' schreibt Stefan Bock am 22. März 2017 auf KULTURA-EXTRA
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  · 18.03.17
Die Schwäche des Abends ist, dass er nicht wesentlich mehr als diese Körper-Choreographie zu bieten hat. Er zerfällt in drei Fragmente: im ersten Teil chattet eine junge Baslerin auf Schwyzerdütsch mit einem Mann, der sie für den IS rekrutieren möchte, und läuft am Ende Amok. Im zweiten Teil müht sich ein Junge damit ab, zwischen Parkours-Akrobatik, Rauflust und homoerotischen Gefühlen seine Identiät zu finden und sich im Krieg in der Ost-Ukraine, der mehr und mehr aus den Schlagzeilen verschwindet, zu positionieren: „Bist du Russe oder Ukrainer?“ Im dritten Teil sendet ein Mädchen (Helena Simon) ihrem verständnisvollen, Gewalt ablehnenden 68er-Vater eine Video-Botschaft von ihrer „Frauenverteidigungseinheit“ irgendwo im Nahen Osten. (...)
Außer der teilweise furiosen Choreographie hat der Abend zu wenig zu bieten und schleicht sich genau dann durch den Seiteneingang raus, als es interessant werden könnte. Ärgerlich waren auch die stinkenden Schwaden, die in einer Kifferszene – wieder mal – ins Publikum zogen. Weiterlesen
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