Maxim Gorki Theater
    www.gorki.de
    Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin
    Telefon: 030 202210
    SPIELPLAN & KARTEN

    eventim


    And Now Hanau

    Bewertung und Kritik zu

    AND NOW HANAU
    von Tuğsal Moğul
    Premiere: 12. Mai 2023 (Ruhrfestspiele Recklinghausen, Großer Ratssaal)
    Berlin-Premiere: 9. Februar 2024 
    Maxim Gorki Theater, Berlin - Rathaus Schöneberg

    Zum Inhalt: Am 19. Februar 2020 ermordet ein Rassist in Hanau neun Menschen: Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Mercedes Kierpacz, Said Nesar Hashemi, Sedat Gürbüz, Vili Viorel Păun und Ferhat Unvar. Der Theaterautor, Regisseur und Arzt Tuğsal Moğul fragt in And Now Hanau gemeinsam mit der »Initiative 19. Februar Hanau« nach den vielen Fehlern, die vor, während und nach dem Anschlag von Seiten der Polizei, Staatsanwaltschaft, Politik und den Medien begangen wurden. Der Täter hat sich der Verhandlung und seiner Verurteilung durch Selbsttötung entzogen, eine gerichtliche Aufarbeitung findet nicht statt. Tuğsal Moğul wählt daher ganz bewusst öffentliche Orte in der Mitte der Stadtgesellschaft: Wir zeigen And Now Hanau zunächst im Willy-Brandt-Saal des Schöneberger Rathauses und darüber hinaus an zwei Abenden im Studio Я. Rund um die Vorstellungen finden dort auch Veranstaltungen in Kooperation mit der »Initiative 19. Februar Hanau« und dem Deutschen Gewerkschaftsbund zum Gedenken, Diskutieren und Kraftschöpfen statt.

    Die Berlin-Premiere im Rathaus Schöneberg findet in Kooperation mit den jeweiligen bezirklichen Beauftragten für Menschen mit Behinderung, für Partizipation und Integration und für queere Lebensweisen und gegen Rechtsextremismus sowie der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten statt.

    TEXT UND REGIE Tuğsal Moğul
    BÜHNE + KOSTÜME Marcin Wierzchowski
    MUSIK Katharina Pelosi
    DRAMATURGIE Saskia Zinsser-Krys, Victoria Weich


    WIR EMPFEHLEN

    3.0 von 5 Sterne
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    Anklagendes, schnörkelloses Dokutheater rechten Terrors
    17 days ago
    Kritik

    Das Schauspiel-Quartett von den Theatern Münster und Oberhausen, die dieses Stück bei den Ruhrfestspielen im Rathaus Recklinghausen im Mai 2023 zur Uraufführung brachten, braucht nur einen Video-Projektor für Einspieler, einen Tisch und zwei Stühle. Nichts soll vom Wort ablenken, das sachlich, aber mit unerbittlich anklagenden Ton an das Publikum gerichtet ist. 

    Die Fakten sind nicht neu, das schickt eine Spielerin aus dem Quartett voraus. Aber die Ballung des Versagens der örtlichen Polizei und die Chuzpe der hessischen Landesregierung, mit der offensichtliche Fehler im Untersuchungsausschuss des Landtags schöngeredet und unter den Teppich gekehrt werden sollten, ist und bleibt haarsträubend.

    Dieser von einer Gedenkminute unterbrochene Abend ist politisches Recherchetheater, das minutiös die Tat nachzeichnet, rassistische Strukturen klar benennt und aufrütteln will. Wenige Tage, bevor sich das Massaker zum vierten Mal jährt, gastiert „And now Hanau“ am koproduzierenden Gorki Theater: die erste Vorstellung fand im Rathaus Schöneberg statt, zwei weitere Vorstellungen auf der Studiobühne, begleitet von einer Diskussion mit Angehörigen der Mordopfer.

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