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Bewertung und Kritik zu

DICKICHT
nach Bertolt Brecht
Regie: Sebastian Baumgarten
Premiere: 11. März 2017 
Maxim Gorki Theater, Berlin
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Zum Inhalt: Chaos in der Riesenstadt Chicago: Der malaiische Holzhändler Shlink tritt in eine Leihbibliothek und will die Meinung des Angestellten George Garga über Bücher ab jetzt bestellen. Es beginnt ein Kampf ohne Regeln, ohne Moral, ohne Motiv, bei dem die beiden Gegner alles aufs Spiel setzen was sie haben. Shlink nimmt Garga den Arbeitsplatz, zwingt seine Freundin und Schwester zur Prostitution und bringt ihn ins Gefängnis. Damit ruiniert er Gargas Familie nicht nur finanziell, sondern zerstört auch ihren Zusammenhalt. Garga zeigt Shlink wegen der Vergewaltigung seiner Schwester an und initiiert eine Lynchaktion. Es ist eine Schlacht auf Leben und Tod, ein Ringen im Dschungel, in dem man sich scheinbar nur im Kampf nah sein kann.

Regie: Sebastian Baumgarten

Bühne: Robert Lippok
Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes
Musik: Stefan Schneider
Video: Hannah Dörr
Dramaturgie: Ludwig Haugk

 
Meinung der Presse zu „Dickicht“ - Maxim Gorki Theater


FAZ
★★★★☆

taz
★★★☆☆


Zitty
★★★☆☆

tip
★★★★☆


WIR EMPFEHLEN

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Straßenschlachten am Berliner Gorki
  · 19.10.17
Regisseur Sebastian Baumgarten und Top-Ensemble lassen mit DICKICHT – ein Stück nach Brecht – das Gesindel von Chicagos-Straßen auf der Bühne des Maxim Gorki Theater kämpfen.
Als der Dramatiker Bertolt Brecht im Jahre 1921 sein Frühwerk >>Im Dickicht<< verfasst, ist er noch immer von der Atmosphäre der Berliner Großstadt, die er 1920 bei einem Ausflug kennen gelernt hat, beeindruckt. Der Mensch entfremdet sich von der Arbeit und von den Menschen; natürliche Beziehungen zerfallen, wie die (bürgerliche) Familie. Die Individuen vereinzeln sich und verlieren sich in untergründigen Milieus, um sich ihrer Selbst bewusst zu werden. Der Mensch verliert an Emotionalität und wird kalt. Der Regisseur Sebastian Baumgarten hat mit dieser Kälte experimentiert, in dem er zwei Ebenen erschaffen hat: die Leinwand und die Bühne. So erscheinen die Charaktere nicht fassbar, weder auf der Leinwand noch auf der Bühne. Die Figuren verfremden sich, in dem sie immer wieder aus der Leinwand auf die Bühne heraustreten. Baumgartens Verfremdung hat dialektische Elemente, in dem er das Bild der Schauspieler von der Leinwand mit der Stimme der Schauspieler auf der Bühne als Einheit von Stimme und Bild synthetisiert, das heißt die Schauspieler treten als vollständige Charaktere auf der Bühne auf. Der Schauspieler ist nun in der Einheit seiner Rolle, aber der Zuschauer kann sich durch die Verschiebungen der Ebenen nicht in diese Rolle einfühlen, sondern es bleibt beim Betrachten und Wahrnehmen der Entfremdung und des Zerfalls. ... Weiterlesen
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Vollkommen verausgabt
  · 13.03.17
''Die Schauspieler geben zum Teil einen Thriller, zum Teil spielen sie aber auch Groteske. Manchmal geht das auf: Thomas Wodianka macht seinen Shlink zu einem kaltblütigen Reptil – ein unangenehmer Finsterling mit hervortretenden Augen, der sich windet wie ein Mann ohne Knochen.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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Dickicht
  · 12.03.17
Leider werden diese Schauspielerinnen und Schauspieler in ein verkopftes Regie-Korsett hineingespresst: Im Hintergrund ein Stummfilm-Video mit stark überzeichneten Grimassen im Stil des Expressionsmus abgespult wird, vorne stehen die schwarzen Schatten der Schauspieler und sprechen den Text ein. Ob die Lippenbewegungen halbwegs synchron sind, ist an diesem Abend einerlei.
Das Publikum quält sich durch zähe zwei Stunden, die gefühlt viel länger dauern, wird wieder vom Eckkneipen-Qualm zugestunken, der in den Gorki-Inszenierungen zur traurigen Gewohnheit zu werden droht, und bekommt ganz am Ende immerhin noch einen interessanten Interpretationsansatz geboten. Baumgarten konzentriert sich auf rassistische Motive in dem Stück und überblendet den  Lynch-Mob, der gegen den Malaien Shrink wütet, mit SPIEGEL-TV-Aufnahmen der Ausschreitungen im August 1992 vor dem vietnamesischen Wohnheim in Rostock-Lichtenhagen. Weiterlesen
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Überdrehter Film noir
  · 12.03.17
''Nun hat sich Sebastian Baumgarten am Maxim Gorki Theater an Brechts Dickicht versucht. So abgekürzt nennt er dann auch seine Inszenierung nach Bertolt Brecht. Man hatte da wohl etwas Manschetten vor den gestrengen Brechterben. Eigentlich zu Unrecht, wie sich zeigt. Sind doch selbst die hin und wieder eingestreuten Fremdtexte fast allesamt vom Meister selbst, begonnen bei den Versen des ersten Gedichts aus dem Lesebuch für Städtebewohner bis zu Brecht-Texten aus seinen theoretischen Schriften aus den 1920er und 50er Jahren, die Baumgarten zwischen den Szenen von den Schauspielern am Mikro sprechen lässt. „Suche dir Quartier und wenn dein Kamerad anklopft: Öffne, o öffne die Tür nicht. Sondern verwisch die Spuren!“ skandiert flüsternd das Ensemble, dass sich zu Beginn aus einer von Nebel umwaberten Bodenklappe ins Dunkel der Bühne schält und dabei über Miniaturhochhäuser mit erleuchteten Fensterbändern balanciert. 
Viel mehr Dickicht ist nicht und auch kaum Handlung auf der Bühne. Baumgarten lässt die Geschichte in einem vorab mit dem Ensemble gedrehten Stummfilm als Videoprojektion ablaufen. '' schreibt Stefan Bock am 12. März 2017 auf KULTURA-EXTRA
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