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    Maxim Gorki Theater
    www.gorki.de
    Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin
    Telefon: 030 202210
    SPIELPLAN & KARTEN

    The Last Word

    Bewertung und Kritik zu

    THE LAST WORD 
    von Anna Narinskaya
    Regie: Maxim Didenko 
    Premiere: 30. Dezember 2022 
    Maxim Gorki Theater, Berlin 

    Zum Inhalt: Die Performance basiert auf den Schlussplädoyers von Frauen, die vor russischen Gerichten wegen politischer Verbrechen angeklagt waren. Ihre unverblümte Aussage im Gerichtssaal wird zum einzigen Moment der freien Rede, die im heutigen Russland noch existiert.

    Die Performance versammelt »letzte Worte« von Angeklagten wie Maria Alyokhina, Nadezhda Tolokonnikova, Alla Gutnikova, Sasha Skochilenko, Zarifa Sautieva und anderen, beleuchtet ihren Mut und zeichnet ein Bild des derzeitigen russischen Regimes.

    Regie: Maxim Didenko
    Bühne: Pavel Semchenko
    Komposition: Vladimir Rannev

    3.0 von 5 Sterne
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    Collage russischer Dissidentinnen
    1 Jahr her.
    Kritik

    Der Gerichtssaal sei der letzte Ort in Russland, an dem Kritik noch frei und unzensiert geäußert werden kann, sagte Anna Narinskaya (Journalistin, Dokumentarfilmerin und Ausstellungskuratorin) über ihre Collage aus Stimmen verurteilter Frauen, die im Studio des Gorki Theaters gezeigt wird.

    Die meisten Namen kennen nur Insider*innen, sie stehen im Schatten der prominenteren Fälle von Kirill Serebrennikow und „Pussy Riot“. Letztere bilden auch den Höhepunkt des knapp einstündigen Abends. Alisa Khazanova, die mittlerweile in London lebt, brüllt sich die Punkrock-Songs der russischen Gruppe aus der Seele und performt den Schlussappell von Maria Aljochina und Nadezhda Tolokonnikova: ihre Verurteilung wegen Blasphemie im Jahr 2012 war eines der ersten Warnsignale für eine noch autoritärere Linie in Russland, nachdem Dmitiri Medwedews Präsidentschaft immerhin einige Spurenelemente von Liberalisierung aufwies.

    Zuvor stellte Khazanova Szene für Szene die letzten Worte im Gerichtssaal vieler weiterer Protagonistinnen vor, deren Namen an die Gaze-Wand projiziert wurde. Maxim Didenko, der wie Narinskaya seit vergangenem Jahr im Berliner Exil lebt, hat die politische Dokumentartheater-Collage eingerichtet. Khazanovas Studiobühnen-Partner Valentin Tszin krümmt sich zu den Erzählungen von Repression und Gewalt am Boden.

    „The Last Word“ ist ein kurzer, eindringlicher Kommentar zur aktuellen Lage in Russland und feierte am 30. Dezember Premiere im Studio des Gorki Theaters. An zwei Abenden war das Stück dort in dieser Woche wieder zu erleben.

    Komplette Kritik

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