The Principle of Pleasure

Bewertung und Kritik zu

THE PRINCIPLE OF PLEASURE 
von Gerard X Reyes
Premiere: 15. September 2015 (Théâtre La Chapelle, Montréal) 
Deutschland-Premiere: 21. Juli 2016 (Tanzfabrik) 
Gorki-Premiere: 2. September 2022 
Maxim Gorki Theater, Berlin 

Zum Inhalt: »Ich fand Lust an vielen Orten. In einer trans Bar in Montreal. Auf Vogue-Bällen in Manhattan. Stripclubs in Portland. Berliner Fetisch-Partys. Jeder dieser Orte bot mir einen Ausweg aus den gesellschaftlichen Normen, doch jeder von ihnen brachte auch seine eigene restriktive Hausordnung mit sich. In The Principle of Pleasure (Das Prinzip der Lust) nutze ich das Theater als einen Ort, der Grenzen überwinden kann, um mein allererstes wahres Vergnügen mit anderen zu teilen – das Tanzen zu den verführerischen Songs von Janet Jackson. Voguing, Strippen, die Verherrlichung von Exzentrizität und die Verkörperung von Glamour ermöglichen es, die kontroverse Wirkkraft der Lust  zu erforschen.

Gemeinsam werden wir die Grenzen zwischen Publikum und Darsteller*innen überwinden, um Ekstase in und zwischen unseren Körpern zu finden.«

Choreograph*in Und Darsteller*in: Gerard X Reyes
Originalkomposition Und Remixes: Devon Bate
»control« Remix: Ty Harper


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Kontrolle und Verführung
  · 04.09.22
Viele Erfahrungen aus der Berliner Fetisch-Szene und dem Nachtleben sind in dieses erste Solo von Gerard X Reyes eingeflossen, als er in seine Heimat Montréal zurückkehrte. Worum es ihm in diesem Abend geht, bringt die Ankündigung des Tour-Managements Plan B sehr klar auf den Punkt: um „Kontrolle und Verführung, indem er Voguing, Striptease, Exzentrizität und Glamour miteinander verschmilzt“.

Nach einem kurzen Intro holt Reyes einen Zuschauer auf die Bühne, flüstert ihm ins Ohr und spricht den jeweils nächsten Schritt ab. Das restliche Publikum verteilt sich im Saal, während Reyes seinen Auserwählten verführt und becirct, spielerisch fesselt, befummelt und küsst, ihn kurz zur Ruhe kommen lässt und mit der nächsten lasziven Pose das Erregungs-Level steigert. Dabei trägt Reyes nur einen Hauch von Nichts, das er schließlich auch noch ablegt.

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