Streulicht

Bewertung und Kritik zu

STREULICHT 
nach dem Roman von Deniz Ohde
Regie: Nurkan Erpulat
Premiere: 20. August 2021 
Maxim Gorki Theater, Berlin 

Zum Inhalt: Ein Industriegebiet. Die Luft ist hier dicker als anderswo. Eine junge Frau kehrt zurück in ihren Geburtsort. Die Freunde der Kindheit heiraten. Sie begibt sich auf die Spuren ihrer Herkunft, erinnert sich an den Vater, der Tag für Tag im Betrieb in der Nachbarschaft schuftete, an die Wortlosigkeit und Enge, an die Mutter, die von ihrer Kindheit und Jugend in der Türkei erzählte, ihr stilles Gehen irgendwann, an die Schule als ausschließende Institution. »Für mich gab es damals nur zwei Möglichkeiten: sich entweder sehr leise oder sehr laut auszulöschen. Dass es eine dritte Möglichkeit geben könnte, war mir nicht in den Sinn gekommen.«

Deniz Ohde erzählt in ihrem preisgekrönten Debüt von einem Aufwachsen in Ungleichheit und der Allgegenwärtigkeit von Rassismus. Nurkan Erpulat inszeniert den Text als melancholische Comming of age Geschichte, als einen Aufbruch aus den Verhältnissen.  

Regie: Nurkan Erpulat
Bühne + Kostüme: Magda Willi
Zeichnungen: Büke Schwarz
Musik: Michael Haves
Choreografie: Modjgan Hashemian
Dramaturgie: Johannes Kirsten, Yunus Ersoy


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