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    Deutsche Oper Berlin
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    SPIELPLAN & KARTEN

    A Midsummer Night’s Dream

    Bewertung und Kritik zu

    A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM
    von Benjamin Britten
    Regie: Ted Huffman 
    Premiere: 26. Januar 2020
    Deutsche Oper Berlin 

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    Zum Inhalt: Kaum ein anderes Werk der Weltliteratur atmet derart Musik wie William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Elfen tanzen nachts im sommerlich verzauberten Wald und singen die Feenkönigin Titania in den Schlaf. Musik begleitet die Hochzeitsfeier des Königspaars Hippolyta und Theseus sowie der jungen Liebespaare Hermia und Lysander und Helena und Demetrius – wenn sie sich nach einem erotischen Reigen des Begehrens und Enttäuschens, der Verwechslungen und Verwirrungen in der Mittsommernacht letztlich gefunden haben. Und Musik erklingt auch im derb-lustigen Spiel im Spiel „Pyramus und Thisbe“ – aufgeführt von sechs »hochbegabten « Handwerkern.

    Über die Jahrhunderte hat „Ein Sommernachtstraum“ Musiker inspiriert. Als dauerhaft erfolgreiche Oper kam das Stück aber erst gut 360 Jahre nach seiner Entstehung auf die Bühne, mit Brittens 1960 uraufgeführter Vertonung. Hierfür hatte er den shakespearschen Originaltext eingerichtet und ihn als ein märchenhaft leichtes, immer wieder geistreich mit Referenzen an die Operngeschichte spielendes Meisterwerk vertont.

    Musikalische Leitung: Donald Runnicles
    Inszenierung: Ted Huffman
    Bühne: Marsha Ginsberg
    Kostüme: Annemarie Woods
    Licht: D. M. Wood
    Choreografie: Sam Pinkleton
    Choreografie (Puck): Ran Arthur Braun
    Kinderchor: Christian Lindhorst
    Dramaturgie: Sebastian Hanusa

    TRAILER

     
    Meinung der Presse zu „A Midsummer Night’s Dream“ - Komische Oper im Schillertheater Berlin


    Die Welt
    ★★★☆☆


    Zitty
    ★★★☆☆

    tip
    ★★★☆☆

    3.2 von 5 Sterne
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    Ganz im Geist des Zauberwaldes
    4 Jahre her.
    Kritik
    Am Anfang war's ein Stück von William Shakespeare, uraufgeführt im Jahre 1598, eine Säule der englischsprachigen Klassik, seither unter Bühnenprofis und Laiendarstellern gleichermaßen beliebt. Ein Herrscherpaar, junge Liebende, eine Schar von Handwerkern und Elfen samt Elfenkönig sowie ein Zaubertrank sorgen für einen belebten Handlungsablauf, mit dem sich Alt und Jung identifizieren können. Felix Mendelssohn Bartholdys Bühnenmusik zum "Sommernachtstraum" war 1843 erstmals zu hören. Peter Pears und Benjamin Britten formten aus Shakespeares Text  ein Opernlibretto, und Britten gab ihm die musikalische Gestalt. Die Uraufführung fand 1960 in der Jubilee Hall von Aldeburgh statt.  Die Neuinszenierung von Brittens Opus an der Deutschen Oper Berlin kann mit zwei unstrittigen Vorzügen aufwarten: einem klaren Regiekonzept und der sensiblen musikalischen Gestaltung. Regisseur Ted Huffmann stellt die Handlung konsequent unter das imagnierte Dach eines Zauberwaldes, in dem vieles anders ist als in unserer gewohnten realen Welt. Allerdings baut er dabei auf die Fantasie des Zuschauers, und wem diese Dimension versagt ist, der wird sich an diesem Abend irgendwie einsam oder sogar gelangweilt fühlen.  Die Bühne von Marsha Ginsberg ist zwei Akte lang in kahles Hellgrau getaucht. Kein Blättchen und keine Ranke stützt die Illusion vom Zauberwald, wenn man  von einem herabschwebenden Wölkchen und einem stimmungsvollen Sichelmond absieht. Dort herrschen Oberon (ein sanfter Countertenor: James Hall) und Tytania (ein kraftvoller Sopran: Siobhan Stagg) über ein Heer von Feen ( in den wunderbar stimmungsvollen Kostümen von Annemarie Woods: der Kinderchor der Deutschen Oper Berlin). Dann ist da noch der virtuos an zwei hauchdünnen Seiten turnende Puck (Jami Reid-Quarrell), dem auch das Schlußwort des ganzen Abends bleibt. Oberon erklärt sich einfach für unsichtbar und stiftet zauberwäldischen Schabernack. Puck bekommt den Auftrag, den Saft der Liebesblume zu beschaffen, und mit diesem Destillat werden nun die Augen mehrerer Personen benetzt, deren Sinne sich dadurch in kurioser Weise verwirren. Zwei Liebespaare treten auf: Hermia (Karis Tucker) und Lysander (Gideon Poppe) gefolgt von Demetrius (Samuel Dale Johnson) und Helena (Jeanine de Bique), aber es muß sich erst klären, wer nun zu wem gehört. Sechs Handwerker aus Athen treten auf, die bei der bevorstehenden Hochzeit des  Athener Herzogs Theseus (Padraic Rowan) mit der Amazonenkönigin Hippolyta (Annika Schlicht) das Laienspiel "Pyramus und Thisbe" aufführen wollen.  Im zweiten Akt tut der Zaubersaft der Liebesblume nun nachhaltig seine Wirkung, von Puck kräftig unterstützt. Der macht aus dem Weber Bottom (überaus ergötzlich: James Platt), der in der Handwerkertruppe den Pyramus spielen soll, ein Wesen mit Eselskopf, in das sich nun Tytania verliebt.  Der dritte Akt überrascht mit gewandelter Grundfarbe: ein leuchtendes Rot signalisiert den Thronsaal des Herzogs, wo die beiden Liebespaare als Gäste der herrlich albernen Aufführung von "Pyramus und Thisbe" folgen. Dann ist auch schon Schluß, Oberon und Tytania sind versöhnt, und Puck spricht seinen berühmten Schlußmonolog.  Was aber diese Aufführung kongenial begleitet und auf eine besondere Höhe erhebt, ist die musikalische Gestalt, geformt vom spezialisierten Orchester der Deutschen Oper unter Leitung ihres überaus einfühlsamen Generalmusikdirektors Donald Runnicles. Was der in spätromantischen Klangwogen so geübte Schotte hier an äußerst feinfühliger, sanfter Klangregie bewirkt, ist bemerkenswert. In dieser   höchst feinsinnig komponierten Partitur steckt der eigentliche Schlüssel zur Welt des Zauberwaldes.  Viel Applaus vom großenteils verzauberten Premierenpublikum.

    Horst Rödiger

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    6 von 6 Person(en) gefiel diese Kritik
    Robin in den Seilen
    4 Jahre her.
    Kritik
    ''Merkwürdigerweise gibt es allerdings in Huffmans Inszenierung keinen Wald, keine Oase oder sonst was Ähnlichoptisches zu sehen - kann aber auch möglich sein, dass Marsha Ginsberg (die fürs Bühnenbild Verantwortliche) es besonders aufschlussreich oder interessant erachtete, am besten gar nichts (außer einem mit paar abgestellten Requisiten [1 hohe Stehleiter, 1 gelbe Pappmondsichel, 2 baquettfarbene Pappwolken und einem halben Dutzend Stühle] konzipierten Bühnenraum) groß aufgebaut haben zu müssen; "Bühnenkunst" halt; aber wenigstens hatte der Lichtdesigner D.M. Wood den dritten Akt in auffälliges Rot getaucht. Von allen Britten-Opern, die ich bisher sah und hörte, machte (doch nicht etwa wegen dieser meistens unkomisch sich mitteilenden Produktion?) A Midsummer Night's Dream den unerwartbar langweiligsten Eindruck. Ich verstand es nachgerade nicht, warum der Komponist partout eines der untoppbarsten Shakespeare-Stücke dramaturgisch abspecken sowie vernoten musste; doch egal. Ich muss mir's ja nicht nochmal antun. (...) Es war und ist (für mich) die bis dahin vergessenswerteste der stattgefunden habenden vier Britten's an der DOB.'' schreibt Andre Sokolowski am 27. Januar 2020 auf KULTURA-EXTRA
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    2 von 6 Person(en) gefiel diese Kritik

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