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    Die Schmutzigen Hände

    Bewertung und Kritik zu

    DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE
    von Jean-Paul Sartre
    Regie: Mateja Koležnik
    Premiere: 26. JanuR 2024
    Berliner Ensemble

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    Zum Inhalt: Sartres Stück beleuchtet den Konflikt zwischen Idealismus und Realpolitik. Der Anführer einer revolutionären Partei "Illyriens", Hoederer, plant eine Allianz mit dem Feind. Er will weiteres Blutvergießen vermeiden – und zugleich die eigene Beteiligung an der Macht nach dem Krieg sichern.

    Hugo wird von der Partei beauftragt, Hoederer zu stoppen. Er soll ihn töten, hadert aber damit. Als er ihn schließlich doch tötet, tut er es nicht aus Überzeugung, sondern aus Eifersucht. Ist seine Tat noch eine politische Tat? Aus welcher Überzeugung hat er sie begangen – und macht das einen Unterschied?

    Die kondensierten Inszenierungen der slowenische Regisseurin Mateja Koležnik wirken oft wie ein Brennglas – und zeigen so gesellschaftliche Konflikte, die aus der Perspektive jeder Figur plausibel werden.


    WIR EMPFEHLEN

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    Unentschlossen auf Halbdistanz
    1 month ago
    Kritik

    Die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik hat wieder tief in die zweite oder dritte Reihe im Regal des Kanons gegriffen und ein Stück hervorgeholt, in dem sich Politisches und Privates kammerspielartig verknäueln. Wie schon in ihrer Bochumer Inszenierung von Maxim Gorkis „Kinder der Sonne“, die 2023 zum Theatertreffen eingeladen war, lässt Koležnik die Figuren in einer Halbdistanz.

    Überraschend an dem Abend ist die Ästhetik: statt ihrem Stamm-Bühnenbildner Raimund Orfeo Voigt, der auch in Bochum den verwinkelten Flur anlegte, in dem die Gorki-Figuren auf engstem Raum ihre Seelennöte besprachen, setzt sie diesmal auf zwei Weggefährten Michael Thalheimers, deren Handschrift dem Berliner Publikum bestens vertraut ist: Olaf Altmann hat einen seiner wuchtig-kantigen Räume auf die Bühne gestellt, der mit lautem Knall im ersten und letzten Bild herunterknallt und Zichners Hugo fast zu erschlagen droht. Bert Wredes unverkennbar wummernder Sound droht das Geschehen auf der Bühne ebenfalls zu erdrücken.

    Es wird nicht klar, was Koležnik an dem von Eva Groepler neu übersetzten Sartre-Stück interessiert: unentschlossen bleibt der knapp 90minütige Abend zwischen historischem Ideendrama und privatem Eifersuchtsmelodram. Matt schleppt sich der Abend dahin, begleitet von der wummernden und erdrückenden Sound- und Bühnenbildkulisse.

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