Amok

Bewertung und Kritik zu

AMOK 
von Cordelia Wege nach Stefan Zweig
Premiere: 1. September 2021 
Berliner Ensemble 

Zum Inhalt: Es ist heiß, Europa ist weit entfernt und der letzte Kontakt auf Augenhöhe lange her. Seit sieben Jahren schon verharrt der namenlose Arzt aus Stefan Zweigs Novelle "Der Amokläufer" in dieser Situation, als ihn eine einzige Begegnung mit einem anderen Menschen, einem anderen Willen aus der Fassung bringt – angesichts der kleinsten Gefühlsregung lässt er sein altes Leben komplett hinter sich.

In der Nähe zu Sigmund Freud sucht Zweig in seiner Novellensammlung Amok die psychologische Analyse der Menschen seiner Zeit. Er zeigt die seelischen Deformationen einer Generation, der zwischen spanischer Grippe und Weltwirtschaftskrise die vertraute Ordnung unter den Füßen weggezogen wurde, die nun auf der Suche nach irgendeinem Halt durch die Welt irrt und die sich an jeden vermeintlichen Strohhalm – sei es Liebe, Ehre oder Stolz – klammert. Laut Zweigs Frau Friderike Maria, sollten diese Portraits die "verborgende Wesensheit aufdecken, innerhalb der Glätte des bürgerlichen Lebens, das vergeblich und oft nicht ungestraft die Menschen zu nivellieren sucht."

Von und Mit: Cordelia Wege
Kostüm: Cordelia Wege, Svenja Niehaus
Mitarbeit Bühne: Katja Pech
Musik: Samuel Wiese
Dramaturgie: Johannes Nölting


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
Es gibt noch keine Kritik zu dieser Inszenierung. Die neuesten Kritiken sind auf der Homepage
Um eine Kritik zu schreiben musst du dich einloggen.