DIE BETTWURST – DAS MUSICAL!

Bewertung und Kritik zu

DIE BETTWURST – DAS MUSICAL! 
von Rosa von Praunheim

Premiere: 8. September 2022 
Bar jeder Vernunft, Berlin 

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Zum Inhalt: Die Liebesgeschichte zwischen der polnischstämmigen Kielerin Luzi und dem Mannheimer Dietmar nimmt nach einem vielversprechenden Anfang einen dramatischen Verlauf und mündet nach gefährlichen Verwicklungen schließlich in einem Happy End.  

Luzi: Anna Mateur
Dietmar: Heiner Bomhard · Thaddaeus Maria Jungmann (21. - 25. September)
Chor: Lukas Baeskow · Thaddaeus Maria Jungmann · Nell Pietrzyk · Tobias Stemmer

Buch & Regie: Rosa von Praunheim
Ausstattung & Co-Regie: Marcus Lachmann
Musik von Heiner Bomhard
Idee von Lutz Deisinger


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Lebt von den beiden Hauptrollen
  · 09.09.22
Die Musical-Version lebt vor allem von der Präsenz des Duos in den Hauptrollen. Heiner Bomhard, der auch die Musik der 28 Songs komponiert haben, ist eine sehr werktreue Kopie des Original-Dietmars aus dem Film. Stets etwas linkisch babbelt sich die männliche Hauptfigur in hessichem Dialekt durch den Abend. Bomhard entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einer Art Allzweckwaffe in Praunheims Theater-Inszenierungen am DT Berlin und spielte auch in seinem Film „Darkroom – Tödliche Tropfen“ mit.

Als weiblicher Gegenpart trumpft Anna Mateur auf. Sie ist dem Publikum von Bar jeder Vernunft und tipi seit vielen Jahren durch Solo-Programme oder Auftritte in Musicals wie „Die 5 glorreichen Sieben“ wohl bekannt. Mit der geballten Wucht ihres Körpers unterscheidet sie sich optisch deutlich von Praunheims Großtante Luzi aus dem Original. Ihren Partner scheint sie in manchen Szenen schier zu erdrücken, aif jeden Fall wirkt die pure Körperlichkeit sehr einschüchternd auf den ohnehin unsicheren Dietmar.

In knapp zwei Stunden wird die „Bettwurst“-Farce munter nachinszeniert.

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Allerliebster Schwulen- Trash
  · 21.09.22
''Vorlage, Texte und Regie waren also vom guten alten Praunheim. Die Musik jedoch - und das sind immerhin mehr als zwei Dutzend Einzeleinlagen (Solis, Duette, Chöre, allesamt begleitet von Piano, Klarinette, Bass) - stammte von Heiner Bomhard, der dann auch gleichsam die singende und spielende Hauptrolle des Mannheimer und im herrlichsten Mannheimer Dialekt sich artikulierenden Provinzmäuslings Dietmar verkörperte; und verkörperte passte auch trefflich gut, denn Heiner war sich nicht zu schade, uns an Haut & Haaren seines schönen schlanken Körpers sichtlich teilhaben zu lassen - die anderen zwei jugendlichen Darsteller (Thaddaeus Maria Jungmann und Tobias Stemmer) waren übrigens dann auch sehr zeigefreudig, was mir insgesamt natürlich sehr, sehr gut gefallen wollte. Und es handelt sich ja bei der Bettwurst - und egal ob in dem Rosa-Film oder dem Musical mit der Musik vom Heiner - um gezielten und gewollten Schwulen-Trash; da blieb und bleibt mitunter kaum ein Auge trocken.

Allerdings: Ohne die Auftritte der sensationellen Anna Mateur (als liebessüchtige und dominante Übermutter-Schwulenschwester Luzil) wäre dieses Bettwurst-Musical schier unmöglich, unaufführbar gewesen. Sie umfasst das Zentrum, sie bestimmt als maßgebliche "Rampensau" den insgesamten Drive des kurzweiligen, herrlich bunten Abends. Allerliebst.'' Andre Sokolowski am 21. September 2022 auf KULTURA-EXTRA
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