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Bewertung und Kritik zu

SEBASTIAN KRÄMER
25 Lieder aus 25 Jahren
Premiere: 29. Mai 2018 
Bar jeder Vernunft, Berlin 

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Zum Inhalt: Sebastian Krämer ist laut Stilbruch, dem Kulturmagazin des rbb Fernsehens, „der größte Kleinkünstler Deutschlands“. Er gewann in 25 Bühnenjahren quasi alle Preise, die es für einen solchen zu holen gibt.

Und bevor ihm schon wieder Neues einfällt, mit dem er das Ausmaß des bisherigen Werkes ins endgültig Unüberschaubare treibt, ergreift Krämer die Gelegenheit, die Magie der halbrunden Zahl werbetechnisch auszuschlachten: Aus den Tiefen der Künstlerbiografie werden 25 Songs hervorgeholt; jeder einzelne davon auch ohne thematisch-programmatischen Bogen überlebensfähig.

Bitte beachten Sie, dass Kindern erst ab 6 Jahren der Zutritt gestattet ist.

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Zackebuh
  · 30.05.18
Eigentlich wirkt Sebastian Krämer ein wenig in sich gekehrt, fast scheu. Dabei vermag er sein Publikum vom ersten Moment an auf charmante Weise und mit viel feinsinnigem Humor auf sehr persönliche Art zu unterhalten, oft genug wie fast nebenbei. 

Der Eindruck eines Heimspiels lässt sich jedenfalls nicht ganz von der Hand weisen, aber wie soll das auch anders sein. Schließlich präsentiert er in der Bar jeder Vernunft noch bis zum 2. Juni 25 Lieder aus 25 Jahren, da kommen neben einigen Liedern auch einige Fans zusammen. 

Die dann nach dem ersten Musikstück das weitere Programm mitbestimmen dürfen, Krämer nimmt „Bestellungen“ auf. Stellt aber sicher, dass er nicht alle guten Sachen gleich im ersten Teil spielen kann. Und verheddert sich gern mal in seinen Notenblättern, für deren Ordnung er sich ein System ausgedacht hat, wie er uns wissen lässt, welches sich aber weder ihm noch dem Publikum zu erschließen scheint. 

Aber dies sind nur einige der vielen kleinen Nebensächlichkeiten, die den Abend unterhaltsam und immer komisch begleiten, ihn auch unbedingt ausmachen. Neben den 25 Liedern natürlich, deren Daseinsberechtigung er gleich zu Anfang erst einmal in Frage stellt. Der beliebte Rest seines Werkes sei auf der Doppel-CD zu finden, was er hier und da geflissentlich einstreut. 

Aber mehr zu seiner Liedkunst. Krämers Kompositionen bestechen durch viel Wortakrobatik und Witz, sind gleichzeitig absurd und bitterernst, was oft genug wörtlich zu nehmen ist, gekuschelt wird nicht, auch wenn die Liedtitel und sein beeindruckendes Klavierspiel es öfter mal vermuten lassen könnten. Was gerade noch komisch war, kann ganz schnell tragisch werden, seine Balladen oder vergnügten Elegien, wie er sie nennt, können immer wieder überraschen, ja, sogar gruseln, langweilig sind die Geschichten, die er da erzählt, beileibe nicht. Auf die Liedideen selbst muss man auch erstmal kommen, also zum Beispiel, dass man niemals mit Giraffen im Rücken singen darf. Oft genug dürften seine Lieder aber auch die Realität der einen oder des anderen im Publikum streifen. Dabei ist Sebastian Krämer selbstverständlich immer wieder um absolute political correctness bemüht, besingt Randgruppen, und was für welche, und kann sich auch für die Einführung der Moll-Quote rühmen. 

Seiner Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt, nicht umsonst hat er in 25 Bühnenjahren alles gewonnen, was es als Chansonnier und Wortkünstler zu holen gibt. Und das sollte man persönlich erleben, was auch noch möglich ist, wenn er am 3. Juni zur Spezialausgabe seiner furiosen Loge für Intelligenz, Musik und Unfug, ebenfalls in die Bar jeder Vernunft, lädt, die sonst im Friedrichshainer Zebrano-Theater stattfindet.
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