Ballhaus Ost
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    Hamlet und seine Geister



    Bewertung und Kritik zu

    HAMLET UND SEINE GEISTER
    Ein dramatisch getanztes Theaterstück mit Puppen und Menschen
     
    Regie: Dasniya Sommer, Florian Loycke
    Premiere: 19. Dezember 2017  
    Ballhaus Ost, Berlin 

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    Zum Inhalt: Hamlet ist der Held, der sich in der eigenen Geschichte immer mehr verstrickt und schließlich, wenn er stürzt, die halbe Welt mitreißt – am Ende sind alle tot und es kommt Fortinbras.
    Jedes Mal fängt er den Abend an und sucht fieberhaft nach einem Ausweg. Doch jedes Mal muss er auch feststellen, dass alle Wege so raffiniert kombiniert sind, dass er wie in einem Alptraum immer wieder zum gleichen Finale gelangt. So beginnt er, sich unterwegs die großen Fragen zu stellen oder er begegnet seinem Alter Ego Ophelia und probiert auch mit ihrer Hilfe neue Identitäten aus.
    Vielleicht ist Hamlet das Mädchen und Ophelia der Geist und die alten Freunde sagen die Wahrheit. Und die Stubenfliege kann sprechen. Und was zählt als Beweis für einen Mord oder für die Wirklichkeit? Aber auch: Wer manipuliert wen, wer hängt in wessen Netz und kann es einen Sieger geben?

    Von und mit Dasniya Sommer, Florian Loycke

    Künstlerische Mitarbeit Chae Lee, Cora Frost

    Eine Produktion von Das Helmi und Haus Sommer. Mit freundlicher Unterstützung von Ballhaus Ost, Tom Stromberg und Tina Pfurr.


    WIR EMPFEHLEN

    2.0 von 5 Sterne
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    Gebondaged
    5 years ago
    Kritik
    ''Dass es hier aber auch um das Ausprobieren einer neuen Identität, um das Spiel mit Manipulation und verabredeten Ritualen geht, zeigt diese mit Masken, Schminke und Kostümen dem japanischen Kabuki oder Nō Theater nahe Performance zunächst recht eindrucksvoll. Das Einfangen des anderen ist immer auch die Fesselung des eigenen Geistes, dem sich der Gefesselte mit seinem Körper stellvertretend hingibt. Leider verzettelt sich dieser mit der Lust am Schmerz arbeitende Abend zusehends in Details. Loyke projiziert mit einem Overheadprojektor Zeichnungen mit Hängebondage-Fantasien, ähnlich denen des Dada-Künstlers und Surrealisten Hans Bellmer, bekannt für seine rätselhaften Fotos von Bondage-Puppen, an die Wand. Das jeweils gefesselte Bunny wird in allerlei Posen fotografiert, oder auch mal der in Südkorea erfundene Gangnam Style des Rappers Psy getanzt.  An die Tragödie Shakespeares erinnern hier nur ein paar Zeilen aus besagtem Hamlet-Monolog, der stimmlich verfremdet aus dem Off ertönt. Recht psychologisch klingen die ebenfalls vom Band eingespielten Reflektionen über den Schmerz und das Verlassen der Komfortzone. An die Ordnung der Welt rüttelt da nicht sehr viel. Dasniya Sommer schnürt dazu die restlichen Puppendarsteller des Dramas zu einem Knäuel und entsorgt sie in der Kulisse. Dass es mit der Lust am Schmerz auch eine Last sein kann, zeigt sich bei der Bondage-Session mit der Meisterin, bei der Schüler Hamlet sichtlich den Faden verliert. Trotz Degeneinsatz zur finalen Fechtszene wird die Performance nicht nur technisch, sondern zunehmend auch dramaturgisch zur Hängeparty. „He laughed to free himself from his mind's bondage.” heißt es im Shakespeare-Disput in James Joys’ Roman Ulysses. Ob nun Tragödie oder Komödie, schlussendlich haben wir uns für ein befreiendes Lachen entschieden.'' schreibt Stefan Bock am 20. Dezember 2017 auf KULTURA-EXTRA
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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik

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