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Bewertung und Kritik zu

HAIRSPRAY
Das Broadway Musical
Berlin-Premiere: 27. April 2018
Admiralspalast, Berlin

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Ticketmaster Event TicketsZum Inhalt: Der Broadway-Erfolg „Hairspray“ geht 2018 in einer deutschsprachigen Inszenierung auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit Musicalstar Uwe Kröger als Edna Turnblad und Schauspielerin Isabel Varell als Velma von Tussle konnte der Musical-Hit mit zwei hochkarätigen Darstellern besetzt werden. In der Rolle der Tracy Turnblad brilliert Beatrice Reece, bekannt aus dem Musical Sister Act. Das Musical gewann Acht Tony Awards und 23 weitere internationale Top-Auszeichnungen. Mit mehr als 2500 Vorstellungen am Broadway, ist „Hairspray“ ein Blockbuster unter den Musicals. 

Millionen begeisterte Zuschauer weltweit haben mit der übergewichtigen Heldin Tracy mitgefiebert, ob sie ihren Traum vom TV-Star verwirklichen kann. „Hairspray“ wurde durch die Hollywood-Verfilmung mit John Travolta zu einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. Die mitreißend charmante Mutmacherstory ist eine rasante, witzige und überschäumende Feier des Selbstvertrauens. 

Die Neuinszenierung in deutscher Sprache setzt auf Witz, Tempo, quietschbunte Farben, abenteuerliche Frisuren und Tonnen von Haarspray. Regisseurin Katja Wolff ist eine ausgewiesene Musical-Expertin („Heiße Zeiten“, „Höchste Zeit!“), die für kurzweilige Top-Unterhaltung sorgt. Die musikalische Einstudierung und Leitung der rund 24 Darsteller und der Big Band obliegt Heiko Lippmann. Die Choreografien schuf Christopher Tölle, das Bühnenbild Jan Freese. 

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Hairspray – das Broadway-Musical auf Tournee
„Hairspray“, das mit 31 internationalen Preisen ausgezeichnete und damit eines der weltweit erfolgreichsten Musicals aller Zeiten, befindet sich gerade auf Tournee und wir waren am Freitag, den 27. April 2018, Zeuge des Kultmusicals, das auf dem gleichnamigen Kultfilm (1988) von John Waters mit John Travolta basiert. 

Doch wovon handelt das weltbekannte Musical? 
Wir befinden uns im Baltimore des Jahres 1962. Die mollige Schülerin Tracy Turnblad hat nur einen Traum: Sie möchte einer der Stars in ihrer Lieblingssendung „Die Corny Collins-Show“ werden, in der auch ihr Schwarm, Sänger Link Larkin, auftritt. Aus diesem Grund geht sie zu dem offenen Casting der TV-Show. Doch viele Probleme stehen Tracy noch bevor: der Widerstand ihrer überfürsorglichen Mutter Edna Turnblad, die Ablehnung durch die strenge Produzentin Velma von Tussle und die Beziehung von deren Tochter Amber mit Link Larkin. Und als wäre das alles nicht genug, wird sie Zeugin der unfairen und alltäglichen Rassentrennung. 
Schafft es Tracy, trotz aller Hindernisse ihren Traum zu verwirklichen und sich dabei trotzdem treu zu bleiben? 

Die Hauptfigur des Musicals, Tracy Turnblad, muss man sofort in sein Herz schließen. Voller Optimismus und Lebensfreude kämpft sie nicht nur für ihre Liebe zu Link Larkin, sondern auch gegen alltägliche Vorurteile gegenüber übergewichtigen Menschen und gegen die zur damaligen Zeit in den USA präsente Rassentrennung. Beatrice Reece verkörpert hervorragend die Rolle der lebensbejahenden Tracy, die eine enge Beziehung zu ihren Eltern hat und niemals ihren Mut verliert, egal wie ausweglos die Situation zu sein scheint. 

Neben Tracy gehört die Rolle der Edna Turnblad, perfekt umgesetzt von Uwe Kröger, zu meinen Lieblingscharakteren im „Hairspray“. Edna ist eine liebende Mutter und Ehefrau, die ihre Tochter vor einer öffentlichen Erniedrigung beschützen und deswegen ihr die Teilnahme am Casting verbieten möchte. Doch später unterstützt sie Tracy in allen Belangen, schließlich musste auch sie früher ihren Traum (Designerin) begraben und will ein ähnliches Schicksal ihrer Tochter ersparen. Liebe gepaart mit der notwendigen Dominanz, dies alles erkennt man in der Darstellung des Uwe Kröger. 

Die Beziehung zwischen Tracy und Edna ist nur eine von vier Mutter-Tochter-Beziehungen im Musical. „Mama ich bin nicht mehr klein“ - das Lied der drei Töchter Tracy, Amber und Penny steht für die Emanzipation und Rebellion der Töchter und zeigt die Angst der Mütter vor dem zu schnellen Erwachsenwerden ihrer kleinen Prinzessinnen. 

Während die Beziehung von Tracy und ihrer Mutter von Liebe und Unterstützung geprägt ist, sieht die Beziehung der Antagonistinnen Amber und Velma von Tussle Velma ganz anders aus. Die ehrgeizige und verbissene Ex-Schönheitskönigin Velma von Tussle, fantastisch gespielt von Isabel Varell, setzt ihre eingebildete und zickige Tochter Amber (eine sehr gute Besetzung mit Maja Sikora) permanent unter Druck und will aus ihr einen TV-Star machen. Beide Frauen zeichnen sich durch Vorurteile gegenüber molligen Menschen und Afroamerikanern aus und verfügen über keine Empathie. 

Die quirllige Penny Pingleton (Devi-Ananda Dahm), Tracys beste Freundin, hört zum Missfallen ihrer Mutter, Prudy Pingleton, die „falsche“ Musik und verliebt sich dann auch noch in einen Afroamerikaner. Doch als ihre Mutter sieht, wie glücklich ihre Tochter ist, gibt sie ihr ihren Segen. 
Devi-Ananda Dahm repräsentiert mit der Figur Penny Pingleton die Freundin, nach der wir uns alle sehnen: loyal und immer für einen da. 
Angela Hunkeler hat mich mit ihrer Darstellung von gleich mehreren Figuren an dem gestrigen Abend begeistert. Egal, ob als Mutter Pingleton oder als rassistische Sportlehrerin, die weiße Schüler eindeutig bevorzugt, oder Gefängnissufseherin, in jeder Rolle geht die Darstellerin auf. 

Die Inbegriff einer perfekten Mutter ist für mich Motormouth Maybelle, die ihre beiden Kinder zur Toleranz und Eigenständigkeit erzogen hat. Monica Lewis-Schmidt überzeugt in dieser Rolle und als Sängerin mit einer sehr kraftvollen Stimme. 

Überhaupt ist die Musik von Mark Shaiman mit den Liedtexten von Scott Whittmann und Mark Shaiman (deutsche Fassung von Heiko Wohlgemuth) perfekt auf diese Geschichte abgestimmt. Der musikalische Mix aus Motown, Rhythm and Blues und Rock’n’Roll lädt den Zuschauer zum Mitgrooven und Mittanzen ein und transportiert die Lebensfreude der Hauptfigur auf die Zuschauerränge und das trotz der schwierigen und noch heute aktuellen Themen Rassentrennung, Vorurteile gegenüber Menschen, die nicht dem gängigen Schönheitsideal der Medien entsprechen, und die oberflächliche Mediengesellschaft. 

Mein Fazit: Das Musical „Hairspray“ bleibt auch auf dieser Tournee ein Kult, denn die Darsteller sind sehr passend ausgesucht, die Musik ist funky und die Botschaft so aktuell wie nie zuvor. Egal, ob dick oder dünn, ob weiß oder schwarz - das alles spielt keine Rolle, denn jeder von uns verfügt über ein unglaubliches Potenzial. „Niemand stoppt den Beat“, solange wir alle zusammenhalten. Das Musical läuft noch bis Sonntag, den 29. April 2018, im Admiralspalast Berlin und zieht danach nach München weiter. 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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Vielleicht? Vielleicht mein Lieblingsmusical?
  · 30.04.18
Ich habe es falsch herum angefangen: ich habe zuerst den Film von 2006 gesehen, den mit Zac Efron, John Travolta und Michelle Pfeiffer. Das war mein erstes Hairspray-Erlebnis. Und ich war sofort hin und weg. Oft hat ein Musikfilm ja zwei, drei großartige Knallerlieder, Songs, die einem für immer im Ohr bleiben. Hairspray dagegen hat einen Soundtrack mit einer Perle nach der anderen aneindergeschnürt wie eine hübsche Kette. Erst danach habe ich den Originalfilm von 1988 gesehen, mit Ricki Lake als Tracy Turnblad. Das Original ist etwas ungeschliffener als das Remake, etwas eckiger und nicht ganz so bonbonhaft, aber die Musik! Die Musik! Kein Wunder, dass aus diesem Film ein unheimlich erfolgreiches Musical entstand! Das habe ich dann als letztes gesehen, auf dem Burgplatz von Braunschweig, als Open Air. Tolles Ambiente, aber man hatte die Story irgendwie dystopisch a lá Tribute von Panem inszenieren wollen und das gefiel mir nicht ganz so gut. Nun also ein weiterer Versuch. Hairspray, das Musical, live auf der Bühne des Admiralspalast Berlin. Besetzt mit großen Namen: Uwe Kröger als Edna Turnblad, Isabel Varell als biestige Velma von Tussle, Beatrice Reece als Tracy Turnblad und Devi-Ananda Dahm als beste Freundin Penny Pingleton:
Baltimore, USA, ein Morgen des Jahres 1962. Die mollige Tracy und ihre beste Freundin Penny sind riesige Fans der Live-Musiksendung "Corny Collins Show", in der nette (natürlich weiße) Kids die neusten Tänze zu den angesagtesten Hits präsentieren.  Kreischalarm bei den Freundinnen, als Corny (Janko Danailow) ankündigt, dass ein Vortanzen für eine vakante Stelle angesetzt ist! Tracy wünscht sich nichts mehr, als in der Show zu tanzen. Ihre Mutter Edna allerdings, die selbst ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt, rät ihr entschieden davon ab. Man werde sie doch nur auslachen! Tracys Vater dagegen (Claudius Freyer), der als mehr oder minder erfolgreicher Erfinder und Besitzer eines mehr oder minder erfolgreichen Scherzartikelladens mit großen Träumen vertraut ist, rät ihr, sich nicht unterkriegen zu lassen. Sie haben allerdings alle nicht mit den bösartigen von Tussles gerechnet, Mutter (Isabel Varell) und Tochter (Maja Sikora), die die Corny Collins Show als Produzentin und Vorzeigetänzerin fest in ihren Krallen halten und sie auch keineswegs an eine moppelige Göre mit riesigen Haaren oder (oh Graus) an Farbige abgeben. Denn Tracy bekommt Rückendeckung von den schwarzen Kids ihrer Schule, die nur am sogenannten Negertag in der Sendung auftreten dürfen. Als Enttäuschung stellt sich dagegen Link Larkin (Krisha Dalke) heraus, der Herzensbrecher, in den Tracy unsterblich verknallt ist: Er stellt seine Karrierepläne vor seine Gefühle für sie und vor ihre Pläne, mit den schwarzen Kids zusammen tanzen zu dürfen.
Während bei meinem Musicalerlebnis in Braunschweig die Story etwas futuristisch angelegt wurde, hat sich das Kreativteam dieser Tournee auf das Wesentliche besonnen und Hauptaugenmerk auf die großartigen Stimmen und die tollen Tänze gelegt, die Hairspray ausmachen. Jede Stimme für sich ist großartig, herausragend vor allem Beatrice Reece als freche, selbstbewusste und unerschütterliche Tracy, der niemand sagen muss, dass Big beautiful ist! Und Devi-Ananda Dahm! Ich fand sie schon in Grimm so toll, aber als stimmgewaltige Penny, die sich, sehr zum Leidwesen ihrer bibelfesten Mama, ausgerechnet in den schwarzen Seaweed verknallt, ist sie ebenfalls toll! Besonders toll auch Janka Danailow, der als Corny Collins einige der tollsten Songs des Abends zum Besten gibt und sie absolut rockt! Und die Dynamite Girls! (Chiara Fuhrmann, Rebecca Stahlhut und Jahlisa Nikitser) Eine Wucht!
Insgesamt ein wahnsinnig toller Musicalabend, der mich von Anfang bis Ende begeistert hat. Tolle Darsteller mit kraftvollen Stimmen, die dem Motown- und Sixties-Sound des Musicals alle Ehre machen. Auch die Tänze, Kostüme und die Bühneausstattung waren hervorragend. Perfektes Musicalvergnügen, das ich allen nur sehr ans Herz legen kann. Weitere Infos, Tickets und Tourdaten findet ihr hier.
©Nicole Haarhoff
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