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Bewertung und Kritik zu

IRISH CELTIC 
Spirit of Ireland
Berlin-Premiere: 4. Januar 2018 
Admiralspalast, Berlin
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Zum Inhalt: Mystisch und zauberhaft, dann wieder fröhlich und atemberaubend schnell: Gerade noch liegt etwas Magisches in der Luft, da wirbeln schon die ersten Tänzer über die Bühne. Spätestens jetzt kann sich niemand mehr der Energie dieser neuen irischen Tanzshow entziehen. Irish Celtic lädt das Publikum mit fantastischen Choreografien, einem hervorragenden Stepp-Ensemble und ausgesprochen guter Laune zu einem ausgelassenen Abend voll Lebenslust ein. Eine fünfköpfige Live-Band spielt die mitreißende irische Musik, von traditionellen Folk-Songs über feenhafte Melodien bis zu stürmischer Tanzmusik.

Stimmungsvoller Rahmen ist das „Irish Celtic“, das Pub des alten Raubeins Paddy. Das Lokal hat große Zeiten hinter sich, von denen sein Besitzer mit noch größerer Begeisterung erzählt. Paddy führt dabei in unzähligen Anekdoten mit hinreißendem Humor durch die Geschichte Irlands, seine Mythen und Legenden – vom keltischen Ursprung bis in die heutige Zeit. Das fabelhafte Ensemble beweist zu den unverkennbaren Klassikern des Irish Folk vor allem eines: Tanz und Musik sind das Lebenselixier der grünen Insel!

Irish Celtic: bewegend und trunken vor Lebenslust. Entdecken Sie die Seele Irlands!

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Das geht in Herz und Beine!
  · 06.01.18
Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennengelernt hat. - Irisches Sprichwort
Und genau so beginnt der Abend im Admiralspalast mit Irish Celtic: aus Fremden werden Freunde. Die irischen Musiker und Tänzer haben einen kleinen Teil ihres Landes und ihrer Geschichte nach Deutschland transportiert, ein echter, zünftiger irischer Pub wurde auf die Bühne gebracht! Waschecht, wie in jeder Kneipe auf der grünen Insel, steht der Chef selbst hinter dem Tresen, ein Glas cremiges Guinness in der Hand. Mit stolzgeschwellter Brust und Wehmut in der Stimme beginnt er, von seiner Heimat zu erzählen. Von den Unbillen, die sein Volk zu ertragen hatte und von den Traditionen, die man trotz der langen, langen Bevormundung immer hochgehalten hat. Und von der Musik, dem unvergleichlichen Irish Folk, der unwillkürlich in die Beine geht und der niemanden unberührt lässt.
Und während Paddy noch erzählt, fliegen schon die ersten Tänzerbeine in schier unheimlich schnellem Stakkato im berühmten Battering, dem Knallen der Tanzschuhe auf dem Boden, durch die Luft. Das bloße Auge kann oft gar nicht so schnell folgen, wie die jungen Leute da über den Tanzboden steppen, immer wieder sehen ihre Beine aus, als würden sie schmetterlingsgleich in der Luft verharren.
Aber auch die langsamen Stücke kommen natürlich nicht zu kurz und die Tänzerinnen des Irish Dance Ensembles schweben, passend zur Folklore des Landes, elfengleich über die Bühne. Und die fünfköpfige Liveband spielt dazu auf, natürlich mit den traditionellen irischen Musikinstrumenten, wie der Fiddle, der Bodhrán und dem Dudelsack. Weltbekannte Songs wie Whiskey in the Jar und Wild Rover lassen das Publikum enthusiastisch mitgehen, ehe Paddy uns mit seinen Erinnerungen an die Titanic-Katastrophe und die vielen irischen Opfer wehmütig und ein wenig traurig werden lässt. Aber was wäre ein echt irischer Abend ohne Whiskey und ein klein wenig Traurigkeit?
Nach der Pause trifft dann in einem großen Dancebattle das alte mystische Irland mit dem neuen, modernen Irland zusammen. Der traditionelle Brush (Broom) Dance, eine uralte Form des Solotanzes tritt an gegen das modernere Stepptanzen und gewinnt auch, obwohl beide Tanzformen sehr beeindruckend dargeboten werden. Als der Vorhang schließlich fällt, war das Publikum noch gar nicht bereit, den gemütlichen Pub schon wieder zu verlassen und blieb stur sitzen, bis es noch eine Zugabe gab. Ein wunderbarer heimeliger und doch rasanter Tanzabend im Admiralspalast! Ich habe mich als großer Irish Folk Fan bereits lange auf diesen Abend gefreut und bin danach fröhlich zur S-Bahn gesteppt.
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