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Bewertung und Kritik zu

DIRTY DANCING - Das Original Live On Tour 
nach dem gleichnamigen Film von Eleanor Bergstein
Regie: Alex Balga 
Berliner-Premiere: 6. Dezember 2017 
Admiralspalast, Berlin
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Zum Inhalt: DIRTY DANCING lässt den Sommer '63 im Ferienresort Kellerman’s in Catskill, New York wieder lebendig werden.

Die schüchterne Frances „Baby“ Houseman langweilt sich unter den Erwachsenen im Urlaub mit ihren Eltern, bis sie ihr Herz an den anziehenden Tanzlehrer und Showtänzer des Hotels Johnny Castle verliert. Es folgt ein Auf und Ab der Gefühle, Konflikte müssen unter den Jugendlichen wie auch zwischen den Generationen gelöst werden.

Leidenschaftliche Tanzszenen, mitreißende Songs und die emotionale Geschichte lassen das Publikum mitfiebern und das Knistern auf der Bühne hautnah nachempfinden.


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Kult-Show
  · 20.12.17
Es ist nicht ganz einfach, aus einem Kultfilm eine erfolgreiche Bühnen-Show zu machen. Autorin Eleanor Bernstein hat sich dieser Aufgabe gestellt und sie mit ihrem Independent-Film "Dirty Dancing", einem der aufregendsten Tanzfilme aller Zeiten, gemeistert. Ihre Bühnen-Version hat seit ihrer Weltpremiere 2004 im australischen Sydney über Nordamerika bis nach Europa bereits mehr als sechs Millionen Besucher begeistert und gastiert derzeit im Berliner Admiralspalast, wo das Ensemble noch bis zum 18. Mai spielt, singt und tanzt, was die Bühne hergibt.

Und in mehrerlei Hinsicht einen Augenschmaus für alle Liebhaber der Standardtänze bereithält, insbesondere natürlich für den Mambo. Das Ensemble agiert mit sichtbarer Freude, Kate Champion´s Choreografie reißt mit und die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt, anders wäre dies ja auch kaum denkbar. Anna Weihrauch als "Baby" und Mate Gyenai als "Johnny" haben sich ihre Rollen unter vielen Bewerbern verdient erobert. Aber auch alle anderen Rollen sind passend gecastet, besonders Marie-Luisa Kaster tanzt ihre Penny mit großem Ausdruck und absoluter Perfektion.

Das Bühnenbild nutzt dabei alle Möglichkeiten der modernen Technik, wechselnde Video-Installationen lassen im Minutentakt neue Raum- und Landschaftssituationen entstehen, sodass auch die berühmt-berüchtigte Hebefigur-Szene im See spielend umgesetzt werden kann. Kreative Szenenübergänge und entsprechende Requisiten auf der Bühne unterstützen dabei.

Die Band hat sich einen ungewöhnlichen Platz in einen nach hinten gerichteten Balkon oberhalb der Bühne erobert, eine Art Rollo lässt zurückhaltend halbe Durchsicht für die Zuschauer.

Witzige Inszenierungsideen und kleine komische Momente machen aus dem Stoff mehr als nur eine nachgespielte Filmversion. Die Wechsel von der Spießigkeit in Kellerman´s Ferienresort zu den wilden Tänzen in der Brutstättenhöhle des Mambos und umgekehrt machen richtig Spaß.

Sodass am Ende keine Wünsche offen bleiben, höchstens die Sehnsucht danach, noch viel länger in diese mitreißende Tanzdarbietung eintauchen zu können.
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Perfekt von der Leinwand auf die Bühne gebracht.
  · 10.12.17


Wenn vielgeliebte Klassiker auf die Bühne kommen, dann ist das immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits möchte man als Fan etwas Neues sehen – klar, aber andererseits soll alles so sein, wie man es kennt und liebt – auch klar. Das stellt die Kreativen hinter einem Projekt wie „Dirty Dancing“ natürlich vor ein schier unlösbares Dilemma. Der Film von 1987 mit Patrick Swayze und Jennifer Grey in den Hauptrollen hat längst Kultstatus erreicht. Nicht wenige Frauen (und Männer natürlich) haben den Film bereits unzählige Male gesehen, kennen die Story und die unsterblich schöne Musik in- und auswendig. Natürlich wollen sie all ihre Lieblingsszenen und all ihre liebsten Charaktere liebevoll und authentisch dargestellt sehen.
Daher kann ich euch als Dirty Dancing-Fan voller Inbrunst eines versprechen: Ihr werdet bei Dirty Dancing – Das Original live on Tour nicht enttäuscht werden. Ganz im Gegenteil. Jedes Ahh und Ohh, jedes warme Romantikkribbeln im Magen, jede in die Beine gehende Tanzszene und jeder grandiose Song, die diesen Film zu dem machen, was er ist, wurden berücksichtigt. Jeder Darsteller ist wundervoll besetzt, bis hin zu den Nebenrollen. Erinnert ihr euch zum Beispiel an Vivian, die Bungalowbiene, die ganz gern mal „private Tanzstunden“ von den Mitarbeitern des Kellermans bekommt? Ich dachte für einen Moment, sie stünde da tatsächlich auf der Bühne, so gut wurde sie von Dominique Brooks-Daw getroffen. Ihr Typ, ihre Kleidung, ihr Benehmen – alles passte. Oder Neil, der Enkel des Hotelbesitzers! Der eitle kleine Geck wird von Benjamin A. Merkle punktgenau als ein wenig eingebildet, ein wenig nervig und trotzdem irgendwie sympathisch dargestellt. Auch Babys Eltern, Martin Sommerlatte und Gloria Wind sind wundervoll bestzt und man hat es sogar geschafft, ihnen ein klein wenig mehr Profil zukommen zu lassen, als sie es in der Filmversion hatten. Vor allem die Mutter, die ja kaum etwas sagte, konnte auf der Bühne mehr Charakter zeigen. Natalya Bogdanis brilliert mit Lisas ikonischem Hula Hana Tanz. Und Baby und Johnny! Hach, Baby (Anna-Louise Weihrauch) und Johnny (Luciano Mercoli)! Vom ersten „Ich habe eine Wassermelone getragen“ bis zum letzten „Mein Baby gehört zu mir“ waren sie wunderbar. Er, der Supercoole mit Sonnenbrille und Lederjacke und dem großen Herzen. Und sie, die behütete Lieblingstochter, die vor keiner Herausforderung zurückschreckt. Hach, sie tanzen einfach wunderbar zusammen, da sprühen die Funken! Wenn sie mit Penny (Marie-Luisa Kaster) trainieren, dann knistert es richtig!
Auch das Bühnenbild von Roberto Comotti ist eine reine Freude. Das Anwesen des Kellerman-Ferienparks mit all seinen Häusern und Bungalows entsteht vor unseren Augen, auch der Ballsaal des Hotels in dem Baby und Johnny ihren Tanz vorführen und sogar der See, in dem sie die Hebefiguren proben! Die wunderbaren Songs, die mit dem Kultfilm untrennbar verbunden sind, wurden ebenfalls perfekt eingebracht, indem sie zum Teil im Original gespielt und zum Teil live performt wurden, von den beiden sehr guten Sängern Tertia Botha und Konstantin Zander.
Insgesamt ein wunderbarer Abend, ein Muss für alle Fans des Films, aber auch alle anderen werden ihren Spaß haben, denn die Musik und die Tanzszenen sind einfach wunderbar! Da zuckt die Tanzlust in die Beine! Am Ende stand der ganze Saal! Schnappt euch eure beste Freundin und los! Ihr könnt Dirty Dancing – Das Original auf Tour noch bis zum 17. Dezember im Admiralspalast Berlin erleben, danach geht die Tour durch Deutschland und Österreich weiter! Weitere Infos und Karten gibt es hier.
©Nicole Haarhoff
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„Ich habe eine Wassermelone getragen!“; „Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?“ - es gibt Sätze, die sich für immer in unser Gedächtnis eingebrannt haben. „Dirty Dancing“ - es gibt Filmklassiker, die für immer jede nachfolgende Generation begeistern werden. Baby und Johnny, es gibt Film-Traumpaare, die auch dreißig Jahre danach uns an die wahre und selbstlose Liebe glauben lassen. 
Und jetzt ist dieser Filmklassiker, der das Herz jeder Frau dahinschmelzen lässt, auf Tournee und ich ließ es mir deswegen nicht nehmen, am Samstag, den 9. Dezember 2017, dieses Gefühl der Faszination noch einmal im Admiralspalast zu erleben. 

Gleich zu Beginn konnten mir der Regisseur Alex Balga und die Autorin Eleanor Bergstein beweisen, dass meine Erwartungen in den nächsten zwei Stunden nicht enttäuscht werden. „Es war im Sommer ’63. Alle nannten mich Baby und irgendwie hat mir das gefallen.“ Ich verspürte in diesem Moment eine Art Gänsehaut, die nur eine Verliebte beim Anblick ihres Liebsten verspüren kann. 

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass irgendjemand die Geschichte dieses großartigen Films nicht kennt, aber um sicher zu gehen, fasse ich diese hiermit kurz zusammen: 
Die siebzehnjährige Frances Houseman, genannt „Baby“, verbringt im Sommer 1963 die Ferien mit ihren Eltern und ihrer Schwester Lisa im Ferienresort „Kellerman's“. Dort lernt sie den aus armen Verhältnissen stammenden Tanzlehrer Johnny Castle kennen. 
Johnnys Tanzpartnerin, Penny Johnson, wird nach einer Affäre mit dem Medizinstudenten Robbie, der im Resort als Kellner arbeitet, ungewollt schwanger. Nachdem dieser von Penny nichts mehr wissen will und bereits Interesse an Lisa zeigt, beschließt sie, aus Angst, durch eine Schwangerschaft ihren Job zu verlieren, das Baby abtreiben zu lassen. Da der Arzt, der die Abtreibung vornehmen soll, nur an einem bestimmten Abend Zeit hat, fällt Penny für einen wichtigen Tanzauftritt aus, und Baby springt für sie als Johnnys Tanzpartnerin ein. 
In den Tagen vor dem Auftritt trainieren Baby und Johnny hart und kommen sich nach vielen Tanzstunden schließlich näher… 

Wie nervös war ich doch vor dem Besuch des Musicals, dass die Darsteller mich enttäuschen könnten und wie erleichtert ich endlich war, als ich gemerkt habe, dass man für die Umsetzung eines meiner Lieblingsfilme keinen besseren Cast hätte finden können. 
Baby wird einfach nur großartig von Anna-Louise Weihrauch verkörpert. Sie bewegt sich, sie spielt wie Jennifer Grey… und sie spricht genauso wie die deutsche Synchronstimme des Filmklassikers. Auf der Bühne erleben wir, wie aus der weltoffenen, aber sehr schüchternen und unsicheren Tochter des guten Hauses eine selbstbewusste Frau wird, die zu ihrer Liebe steht. 

Luciano Mercoli hatte einen sehr schwierigen Part an diesem Abend: Denn wie soll man Johnny überzeugend darstellen, der für die Träume unzähliger Frauen steht? Sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter her repräsentiert schließlich Johnny und der legendäre Patrick Swayze alles, was sich eine Frau wünscht. Und Luciano Mercoli gelingt perfekt die Umsetzung dieser Rolle. Zuerst ein arroganter Macho, der kein Interesse an Baby zu haben scheint, wird er immer mehr zum Wachs in ihren Händen, zu ihrem Liebhaber, zu ihrem Beschützer, zu ihrem Freund. 

Die Figur Penny habe ich zunächst im Film nicht gemocht und konnte sie erst im Laufe des Films in mein Herz schließen, genauso wie im Musical. Marie-Luisa Kaster hat nicht nur dieselben langen Beine und tanzt atemberaubend schön wie im Film, sie überzeugt auch darstellerisch auf ganzer Linie. 

Einer der lustigsten und unsympathischsten Figuren der Geschichte ist der Neffe des Besitzers der Pension „Kellerman’s“, Max Kellerman. Aufgrund seiner Herkunft und seiner Bildung hält er sich für etwas Besseres und glaubt, mit Floskeln bei Baby punkten zu können. Fritz Hille stellt diese Figur sehr authentisch dar und hat uns mit seinen vielen komischen Tanzeinlagen zum Lachen gebracht. 

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, der Cast des Musicals hat mich unfassbar begeistert. Von Lisa bis zu den Eltern waren alle Rollen hervorragend besetzt, sowohl was das Aussehen als auch die Darstellung der Rolle anging. Die einzelnen Szenen haben also zurecht einen tosenden Applaus bekommen. 

Und auch meine geliebte Musik kam keineswegs zu kurz. „I’ve had the Time of my Life“, „Hungry Eyes“, „She is like the wind“ - alle Ohrwürmer fanden ihren Platz in der Geschichte. Konstantin Zander (spielt Johnnys liebevollen Cousin) und die Lead-Sängerin Tertia Bortha haben mit ihren kraftvollen Stimmen dieses Musical auch zu einem auditiven Erlebnis gemacht. 

An die wilden und erotischen Tänze muss ich auch noch heute begeistert zurückdenken. Der Choreograph Gilian Bruce hat hier eine fabelhafte Arbeit geleistet – genauso wie Roberto Comottimit mit seinen sich ständig wechselnden und drehenden Bühnenbildern (Ferienanlage der Kellermans, die Angestelltenunterkunft etc.). Selbst meine geliebte Wasserszene, in der Johnny Baby die Leichtigkeit des Tanzens verdeutlichen möchte, wurde eingenaut, wenn auch anders als erwartet. 
Auch die Kostüme (Jennifer Irwin) entsprechen den Kostümen im Film. Chapeau! 

Mein Fazit: Es war ein wunderschöner Abend voller Magie, der Magie der wahren Liebe, die alle Grenzen überwinden kann, der loyalen Freundschaft und der Familie, die auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Die perfekt ausgesuchten Darsteller, die wunderschöne Filmmusik, die detailgenauen Kostüme, die sinnlichen Tänze – all das wird Euch begeistern, egal ob Ihr Fan des Filmklassikers seid. Bis zum 17. Dezember 2017 könnt Ihr das Musical noch im Admiralspalast erleben. Danach zieht das Musical nach Frankfurt/Main weiter. 


© E. Günther (Mein Event-Tipp) 

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