Stage Musicals

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Bewertung und Kritik zu

ROCK OF AGES
The 80s Rock Musical
Berlin-Premiere: 4. Dezember 2018 
Admiralspalast, Berlin

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Zum Inhalt: ROCK OF AGES kommt und bringt allerfeinste Rock-Nostalgie nach Berlin. Als ironische Hymne auf das Rock-Feeling der 80er Jahre erzählt das Musical von der Kleinstadtschönheit Sherrie und dem Großstadtrocker Drew. Die Liebesgeschichte voller Tempo, Witz und Rebellion beginnt im Bourbon Room am legendären Sunset Strip von L.A. Für ultimative Konzert-Stimmung sorgen die exzellente Live-Band und 25 der legendärsten Rock-Hymnen wie „The Final Countdown“, „Here I Go Again“ und „I Wanna Know What Love Is“. Vom 04.-09. Dezember 2018 kommt das Stück zum ersten Mal nach Deutschland und feiert im Admiralspalast die guten alten Zeiten des Rock.

Mit augenzwinkerndem Charme, Rock-Ohrwürmern und einer bombastisch aufspielenden Live-Band ist ROCK OF AGES wie ein Live-Mixtape, das man immer wieder hören möchte. Man schreibt das Jahr 1987. In einem Club auf dem Sunset Strip von L.A. arbeitet der Nachwuchsrocker Drew als Aushilfe, während der große Durchbruch auf sich warten lässt. Er verfällt der Kleinstadtschönheit Sherrie, die der große Traum von Hollywood nach L.A. zog und verschafft ihr ebenfalls einen Job als Kellnerin im Bourbon Room. Doch die Tage der schummrigen Clubs sind längst gezählt. Die Stadt hat ambitionierte Pläne für die Neugestaltung des Strips und dem Bourbon Room den Kampf angesagt. Ein Auftritt des exzentrischen Rockstars Stacee Jaxx soll die Öffentlichkeit aufrütteln und Geld in die Kassen des Clubbetreibers spülen. Es beginnt eine turbulente Geschichte, die Sherrie in ein Strip-Lokal und Drew zu einer Boyband führt, bevor sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

ROCK OF AGES entstand 2005 genau da, wo es spielt, mitten in der Clubszene von Los Angeles. Das rockig-freche Musical aus der Feder von Chris D’Arienzo wurde zum regelrechten Hit. Die Broadwaypremiere wurde 2009 mit fünf Tony Awards nominiert und kam mit über 2000 Vorstellungen in die TOP 30 der Musicals mit der längsten Laufzeit am Broadway. Die New York Times feierte das Stück als „ernsthaft-verrücktes, absurd-unterhaltsames Arena-Rock Musical“. Sogar Hollywood erlag der puren Rock-Nostalgie: Als der Film 2012 in die Kinos kam, zählten Stars wie Tom Cruise, Catherine Zeta-Jones und Alec Baldwin zur hochkarätigen Besetzung. Nachdem das Musical seit vielen Jahren Amerika und das Londoner West End rockt, schwappt die Welle nach Deutschland über. In Berlin ist ROCK OF AGES im englischen Original zu erleben.

TRAILER

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3.0/5 Insgesamt 3 Bewertungen (1 mit Rezension)
1 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Viel Sex & drugs & Rock ’n’ Roll
  · 06.12.18
Wer die 80er Jahre mal wieder erleben möchte, kann dies noch bis zum 9. Dezember im Admiralspalast tun, dort ist derzeit das englischsprachige Musical Rock of Ages aus der Feder von Chris D´Arienzo mit seiner Deutschlandpremiere zu Gast. Die in Kalifornien angesiedelt ist, alles beginnt auf dem legendären Sunset-Strip, im Bourbon-Room-Club, das Bühnenbild macht es nicht schwer, sich dort schnell einzufinden. 
Allüberall Party also, daneben wird eine Liebesgeschichte erzählt, vom Landei Sherrie, die es nach Hollywood schaffen will und dem Möchtegern-Musiker Drew, der ebenfalls berühmt werden möchte. Die beiden müssen selbstverständlich durch einige Wirren gehen, bevor sie sich am Ende bekommen. Neben Relikten der 80er wie Cassetten und Schulterpolster werden live viele Hits aus dieser Zeit gespielt, die Szenerien wechseln, auch die politische Situation rund um Ronald Reagan und alternative Protestbewegungen werden thematisiert, wollen deutsche Stadtplaner der Party zugunsten eines weiteren Einkaufszentrums doch ein Ende bereiten. 
Alles wird mit einer guten Portion Ironie auf die Bühne gebracht, Anhänger der #MeToo-Debatte dürften allerdings irritiert sein, zeigt die Inszenierung doch übermäßig viele angedeutete Sexszenen, ist alles sehr sexistisch aufgemacht und dies beileibe nicht zugunsten der Frauen. Dies hat nichts mit Prüderie zu tun, weniger wäre einfach mehr gewesen. Überhaupt wirkt das Musical streckenweise überladen und unruhig, auch wenn es auch andere Momente gibt. Wenn zum Beispiel Sherrie und Drew bei Waitung for a girl like you auf einem Motorrad sitzend nebst Palme dem Sonnenuntergang entgegenzuckeln, ist dies witzig und sehenswert. Und auch das Ensemble überzeugt voll und ganz, tänzerisch und stimmlich haben die Darsteller viel zu bieten, eine große Bühnenpräsenz. Allen voran Stacee Jaxx, eine einzige Sexmachine und Energiebündel, er sucht durchgängig den Kontakt zum Publikum und findet ihn auch, der Funke springt über. Ein bisschen schade, dass die Lieder alle nur angespielt werden, mal länger mal kürzer, keiner der Songs wird jedoch im Ganzen gezeigt.
Die Broadwaypremiere wurde 2009 mit fünf Tony Awards nominiert und kam mit über 2000 Vorstellungen in die TOP 30 der Musicals mit der längsten Laufzeit am Broadway. Dem Berliner Publikum gefällt es auch, die Stimmung im Saal ist gut, am Ende gibt es Standing Ovations.
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Admiralspalast
www.admiralspalast.de
Friedrichstraße 101 - 10117 Berlin
Telefon: 030 22507000
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eventim

4.1
Durchschnittsnote aller Stücke
5 25
4 15
3 3
2 1
1 5
Kritiken: 38

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