Bewertung und Kritik zu

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DIE WALKÜRE
von Richard Wagner
Regie: Frank Castorf 
Premiere: 27. Juli 2013 (Wiederaufnahme: 31.07.2018)
Bayreuther Festspiele
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Zum Inhalt: Wotans Vereinigung mit Erda entstammen neun Töchter, die Walküren, die den Kriegshelden im Kampf zur Seite stehen und die Gefallenen nach Walhall zu ewiger Wonne geleiten. Wotans Lieblingskind unter ihnen ist Brünnhilde. Doch den Göttern droht Gefahr von Alberich, der auf die Wiedererringung des Macht verleihenden Rings lauert. Er hat zur Vollbringung seiner Rache an Wotan einen noch ungeborenen Sohn gezeugt, weshalb der Göttervater selbst mit aller Macht nach der Rückerlangung des Rings streben muss, den er den Riesen für den Bau der Götterburg überlassen musste.
Fafner, alleiniger Herr des Horts und des Rings, hat sich in einen Drachen verwandelt. So hütet er den Ring, den ihm Wotan aufgrund seines Vertrags nicht nehmen darf. Nur ein freier Held, der nicht durch die Göttergesetze gebunden ist, wäre in der Lage, den Ring zurückzugewinnen. Deshalb hat Wotan mit einer Menschenfrau das Geschlecht der Wälsungen, das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde, gezeugt. Hier setzt die Handlung ein.

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LOHENGRIN
von Richard Wagner
Regie: Yuval Sharon 
Premiere: 25. Juli 2018 
Bayreuther Festspiele
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Zum Inhalt: Wie andere große Ideen seines Jahrhunderts hat Wagners Entwurf vom ,Gesamtkunstwerk‘ immer noch etwas Großartiges, Faszinierendes und Utopisches. Er besaß aber auch etwas sehr Individualistisches: Denn die vielen engverflochtenen Elemente einer Oper stammten in den Bayreuther Anfangsjahren allein von einem großen Geist. Aus der Sicht des 21. Jahrhunderts kann man allerdings die Gefahr, die darin liegt, gut erkennen: Wenn man Theater als Gleichnis sozialer Verhältnisse betrachtet, kann einem Wagners Schöpfungsprozess problematisch erscheinen und als extreme „Monomanie“ bezeichnet werden. Die Folgen dieses Modells haben die Weltgeschichte stark und natürlich nicht immer positiv beeinflusst. Man muss aber den Widerspruch erkennen, dass, wenn das Geschaffene durch eine monologische Methode erzeugt wurde, das daraus resultierende Werk verblüffend antiautoritär sein kann. Lieblose oder seelenlose Obrigkeit repräsentiert bei Wagner immer den größten Gegner des freien oder freiseinwollenden Individuums, und Lohengrin, geschrieben in der Zeit des Vormärz, hat einen besonders antiautoritären Charakter.

Gerade darum ist es schön, mit den Malern Neo Rauch und Rosa Loy hier in Bayreuth – im Haus des Gesamtkunstwerks – eine alternative Arbeitsweise zu kreieren, die einen erweiterten Begriff des Gesamtkunstwerks anbietet. Verschiedenartige Ideen in einem Strom zu vereinen und in ein gemeinsames Schaffen münden zu lassen, um Vielseitigkeit zu erzeugen – oder besser, die Vielseitigkeit des Werks zu treffen: Das war die Aufgabe. Diese Inszenierung ist also der Schnittpunkt vieler Ideen, genau wie die Harmonie dem Einklang unterschiedlicher Stimmen entspricht.

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DER RING DES NIBELUNGEN
von Richard Wagner
Regie: David Merz 
Premiere: 25. Juli 2013 
Bayreuther Festspiele
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Zum Inhalt: Der "Ring des Nibelungen", dieser kühne Zyklus von vier abendfüllenden Musikdramen, beschäftigte den Textdichter und Komponisten von den ersten Plänen bis zur Vollendung über zwanzig Jahre lang. Neu an diesem Zyklus sind die Wortschöpfungen und Alliterationen bzw. Stabreime und auch das kompositorische Verfahren der Leitmotivik.

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DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
von Richard Wagner
Regie: Jean Philipp Gloger 
Premiere: 25.07.2012, Wiederaufnahme: 30.07.2018 
Bayreuther Festspiele
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Zum Inhalt: Dalands Schiff wurde auf der Heimfahrt vom Sturm überrascht und ankert in einer Bucht, um günstiges Wetter abzuwarten. Die Mannschaft begibt sich zur Ruhe. Auch der von Daland als Wache eingeteilte Steuermann schläft ein ("Mit Gewitter und Sturm"). Mit blutroten Segeln naht in schneller Fahrt ein schwarzes Schiff und wirft neben Dalands Fahrzeug Anker. Ein bleicher Mann in dunkler Kleidung betritt das Ufer. Es ist der fliegende Holländer, der wegen einer Gotteslästerung dazu verdammt wurde, ruhelos die Meere zu befahren. Nur alle sieben Jahre darf er an Land gehen. Die Liebe einer treuen Frau allein kann ihn erlösen. Wieder einmal sind die sieben Jahre verstrichen (Monolog "Die Frist ist um").
Daland bemerkt das Schiff und kommt mit dem Fremden ins Gespräch, der ihm für ein Obdach in seinem Haus reiche Schätze bietet. Als Daland seine Frage, ob er eine Tochter habe, bejaht, bittet er sogleich um ihre Hand. Daland sieht in dem Mann einen reichen Schwiegersohn und fordert ihn auf, die Heimreise gleich mit ihm zusammen anzutreten. Beide Schiffe stechen in See.

Weiterlesen: Der fliegende Holländer

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3.3
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