Das Ende der Welt, wie wir es kennen

Bewertung und Kritik zu

DAS ENDE DER WELT, WIE WIR ES KENNEN 
von David Lindemann
Regie: Jörg Pohl und Ensemble 
Premiere: 17. Oktober 2020 
Premiere Online-Version/Mini-Serie: 23. April 2021 
Theater Basel 

Zum Inhalt: Kurz vor oder lange nach dem Untergang treffen sich Überlebende unserer Zivilisation im Theater Basel zu einem postapokalyptischen Symposium: ein humanistischer Prepper auf einem Solarmofa, eine Androidin mit einem Abschluss in Kulturanthropologie ein Zombie und diverse Exemplare nicht tot zu kriegender Gattungen – Bärtierchen, Pilz und Kakerlake. Sie beschliessen, sich nicht als (Fress-)Feinde anzusehen und einen Kodex: Es reicht nicht für immer, aber es reicht für alle. Nur achtmal in zwei Wochen.

Mit: Jan Bluthardt, Gaia Othero Winter, Jörg Pohl sowie Nikèn Dewers, Marc Scheufen, und Flurina Schlegel als Studiogäste Hochschule der Künste Bern, HKB

Inszenierung: Jörg Pohl und Ensemble
Bühne: Márton Ágh
Kostüme: Helen Stein, Lena Schön
Ton: Jan Fitschen, Timothy Ferns
Lichtdesign: Roland Edrich
Dramaturgie: Inga Schonlau

TRAILER


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Prepper-Comedy verschenkt ihr Potenzial
  · 20.06.21
Kurz vor dem Ende des zweiten Lockdowns entwickelten Jörg Pohl und sein Ensemble eine Mini-Webserie, die auf dem gleichnamigen Stück <Das Ende der Welt, wie wir es kennen> basiert.

Die Prepper-Comedy hat skurrile Figuren zu bieten: Pohl als zottelbärtiger Prof., der sich penibel auf den Weltuntergang vorbereitete und nun enttäuscht ist, dass alles nicht so spektakulär ist, wie er es sich vorgestellt hat, die Androidin Gaia (Gaia Othero Winter), der Zombie Sven (Sven Bluthart) oder das depressive Bärchen (Nikèn Drewers).

Aus diesen Figuren macht die Comedy-Serie zu wenig, die Webversion plätschert vor sich hin und kommt kaum über Toiletten-Hamster-Gags, Potenzial wirkt verschenkt. Das war auch der Tenor von Claude Bühlers Nachtkritik zur Bühnenfassung, die im Herbst 2020 vor dem 2. Lockdown nur wenige Male gespielt werden konnte.
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