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Bewertung und Kritik zu

Bewertung und Kritik zu

Die letzten Tage der Menschheit – Theater Heilbronn

Premiere: 24. Januar 2026
Von: Karl Kraus, in einer Fassung von Sophie Püschel und Georg Schmiedleitner
Regie: Georg Schmiedleitner
Bühne: Stefan Brandtmayr
Kostüme: Cornelia Kraske
Musik: Johannes Mittl
Licht: Harald Emrich
Dramaturgie: Sophie Püschel
Theaterpädagogik: Simone Endres

Über die Inszenierung

Die Heilbronner Produktion von „Die letzten Tage der Menschheit“ nähert sich Karl Kraus’ umfangreichem Werk über eine Auswahl zentraler Szenen und Konstellationen. Die Fassung von Sophie Püschel und Georg Schmiedleitner konzentriert sich auf sprachliche Mechanismen, mediale Muster und die alltäglichen Abläufe einer Gesellschaft im Krieg. Die Inszenierung legt besonderen Wert auf die Vielstimmigkeit des Materials und auf die Frage, wie historische Rhetoriken in gegenwärtigen Diskursen weiterwirken.

Stefan Brandtmayrs Bühne bietet einen flexiblen Rahmen, der zwischen dokumentarischer Klarheit und szenischen Verdichtungen wechselt. Die Kostüme von Cornelia Kraske markieren unterschiedliche soziale Rollen und Perspektiven, ohne sich auf eine rein historische Darstellung festzulegen. Harald Emrichs Lichtgestaltung strukturiert den Abend in klar abgegrenzte Abschnitte, während Johannes Mittls Musik akustische Übergänge schafft und bestimmte Motive hervorhebt.

Ensemble

  • Nils Brück
  • Richard Feist
  • Oliver Firit
  • Pablo Guaneme Pinilla
  • Tobias Loth
  • Judith Lilly Raab
  • Michaela Schausberger
  • Sophie Maria Scherrieble
  • Juliane Schwabe
  • Tobias D. Weber
  • Sebastian Weiss
  • Musik: Johannes Mittl

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine stark verdichtete Fassung, die aus dem umfangreichen Original gezielt thematische Linien herausarbeitet
  • ein Fokus auf Sprache als zentrales Mittel der Manipulation und Mobilisierung
  • ein Bühnenraum, der zwischen dokumentarischer Nüchternheit und szenischen Überhöhungen wechselt
  • ein Ensemble, das zahlreiche Rollen und Perspektiven abbildet und damit die Vielschichtigkeit des Textes betont
  • eine Inszenierung, die historische Materialien mit gegenwärtigen Fragestellungen in Beziehung setzt

Die Produktion versteht sich als Auseinandersetzung mit den sprachlichen, politischen und gesellschaftlichen Strukturen, die Kraus in seinem Werk analysiert – und untersucht, welche dieser Muster bis heute fortwirken.

Bewertung und Kritik zu

PERSHING
Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger
Premiere: 31. Mai 2025 
Theater Heilbronn

Zum Inhalt: Am 11. Januar 2025 jährt sich der Pershing-Unfall auf dder Heilbronner Waldheide zum 40. Mal. Es war dieses Ereignis, bei dem drei amerikanische Soldaten getötet und 13 weitere Personen zum Teil schwer verletzt wurden, das die Stadt für einen kurzen Moment zum Mittelpunkt der westdeutschen Friedensbewegung der 1980er-Jahre werden ließ. Die Explosion eines Pershing-II-Raketenmotors in unmittelbarer Nähe der auf der Waldheide gelagerten Atomsprengköpfe hatte nicht nur die Heilbronner aufgeschreckt. Tausende Menschen demonstrierten am 2. Februar 1985 mit einem Schweigemarsch von Heilbronn zur Waldheide gegen die Raketenstationierung und ab dem 8. Februar begann eine unbefristete Blockade des Pershing-Standorts. Plötzlich war auch dem Letzten klar, wie schnell es in unmittelbarer Nähe der Stadt zu einer Katastrophe kommen konnte. Knapp zwei Wochen nach dem Unglück, fasste der Heilbronner Gemeinderat, der sich zuvor jahrelang mit dem »Raketenstandort Waldheide« nicht befassen durfte, den einstimmigen Beschluss zu dessen Beseitigung. In der Folge demonstrierte nun die Heilbronner Bürgerschaft gemeinsam mit lokalen und überregionalen Friedensaktivisten sowie prominenten Vertretern der Friedensbewegung gegen die unmittelbaren Auswirkungen des NATO-Doppelbeschlusses. Die Proteste nahmen für die Verantwortlichen in der Politik derart beunruhigende Formen an, dass der damalige Verteidigungsminister Manfred Wörner am 25. April 1985 nach Heilbronn kam, um die Bevölkerung zu beruhigen — ohne Erfolg. Die Proteste endeten letztendlich erst mit der Unterzeichnung des INF-Vertrags im Jahre 1987.

Was ist seither nicht alles geschehen? Zwei Jahre nach dem Unglück sicherten sich die Großmächte im INF-Vertrag wechselseitig ihre Abrüstungsbemühungen zu, knapp fünf Jahre später fiel die Berliner Mauer. Das Ende des Kalten Krieges war absehbar und manifestierte sich endgültig mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahre 1993. Auf einmal schien — zumindest für kurze Zeit — eine Welt denkbar, die nicht in bipolaren Machtverhältnissen aufging, eine offene, befriedete Welt, in der diplomatische Beziehungen und gegenseitiges Vertrauen das Wettrüsten zwischen den Großmächten abgelöst hatten. Eine Utopie, der nur kurze Dauer beschieden war.

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FUNNY MONEY
von Ray Cooney
Regie: Susanne Lietzow 
Premiere: 17. Juni 2023 
Theater Heilbronn

Zum Inhalt: Ausgerechnet an seinem Geburtstag kommt Henry Perkins viel zu spät nach Hause, stinkt nach Alkohol und ist völlig durch den Wind. Er fordert seine Frau auf, sofort die Pässe zu suchen, telefoniert auch gleich mit dem Flughafen wegen One-Way-Tickets nach Barcelona und bestellt ein Taxi. Was denn los sei, fragt ihn seine völlig entgeisterte Gattin. Als Antwort öffnet Henry einen Aktenkoffer, der voller gebrauchter 50-Pfund-Scheine steckt. Der Koffer sieht zwar aus wie sein eigener, ist es aber offensichtlich nicht. Jemand muss aus Versehen sein Gepäckstück, in dem nur Schal, Handschuhe und ein Schinken-Ei-Sandwich waren, mit dem geldschweren Koffer verwechselt haben. Auf den ersten Schreck ist Henry in die Kneipe gegangen und hat sich völlig aufgeregt auf die Herrentoilette verzogen, um die Scheine zu zählen. 735 000 Pfund stecken in dem Koffer. Nach mehreren Schnäpsen beschließt Henry, den Inhalt des Koffers, der zweifellos aus kriminellen Machenschaften stammen muss, als Chance zu sehen und ein neues Leben mit seiner Frau in Barcelona anzufangen. Sie müssten sofort los, fleht er sie an. Noch bevor der wahre Besitzer des Geldkoffers, zweifellos ein übler Verbrecher, ihn ausfindig machen kann. Aber Jean Perkins spielt da nicht mit! Soll sie etwa umsonst so ein leckeres Brathühnchen vorbereitet und den Tisch so liebevoll gedeckt haben? Gleich sind außerdem die Freunde Vic und Betty da. Und siehe da, da klingelt es auch schon …

Und das wird es im Laufe dieses verrückten Abends im Wohnzimmer der sonst so braven Liebigs noch einige Male passieren. Nicht nur Vic und Betty, sondern auch ein sehr bestechlicher und ein weiterer etwas begriffsstutziger Polizist, ein beflissener Taxifahrer und der wirkliche Besitzer des Geldkoffers sorgen für allerhand Turbulenzen. Unterdessen spricht Jean zur Beruhigung ihrer strapazierten Nerven reichlich dem Alkohol zu, obwohl sie eigentlich nichts verträgt. Eine Ausrede zieht die nächste Notlüge nach sich, und schon bald stecken die Perkins so richtig im Schlammassel.

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