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Parsifal

Bewertung und Kritik zu

PARSIFAL – Aalto Musiktheater Essen

Premiere: 16. März 2025
Von: Richard Wagner
Sparte: Musiktheater

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Roland Schwab
Bühne: Piero Vinciguerra
Kostüme: Gabriele Rupprecht
Video: Ruth Stofer
Kinderchoreinstudierung: Patrick Jaskolka
Dramaturgie: Patricia Knebel

Ensemble

  • Daniel Frank – Parsifal
  • Dshamilja Kaiser – Kundry
  • Friedemann Röhlig – Gurnemanz
  • Heiko Trinsinger – Amfortas
  • Almas Svilpa – Klingsor
  • Andrei Nicoara – Titurel
  • Liliana de Sousa – Stimme aus der Höhe
  • Renate Henze – Die Namenlose

Chor & Orchester

  • Aalto Kinderchor
  • Opernchor und Extrachor des Aalto-Theaters
  • Essener Philharmoniker

Über die Inszenierung

Roland Schwab inszeniert Wagners „Parsifal“ als düsteres, rituelles Bühnenereignis, das die spirituelle Dimension des Werkes mit einer klaren, modernen Bildsprache verbindet. Die Inszenierung arbeitet mit starken Kontrasten, symbolischen Räumen und einer intensiven psychologischen Führung der Figuren.

Piero Vinciguerras Bühne schafft eine archaisch‑abstrakte Welt, in der Licht, Schatten und Projektionen zentrale dramaturgische Funktionen übernehmen. Gabriele Rupprechts Kostüme verbinden zeitlose Formen mit rituellen Elementen, während Ruth Stofers Videoarbeiten die inneren Konflikte der Figuren visuell erweitern. Die musikalische Leitung von Erik Nielsen sorgt für eine differenzierte, spannungsvolle Interpretation der Partitur.

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine bildstarke, rituell aufgeladene Interpretation des Bühnenweihfestspiels
  • eine starke Verbindung von Bühne, Licht und Video
  • ein Ensemble, das die spirituelle und emotionale Tiefe des Werkes trägt
  • eine musikalisch präzise und atmosphärisch dichte Umsetzung
  • eine Inszenierung, die Tradition und zeitgenössische Ästhetik verbindet

Die Produktion zeigt, wie „Parsifal“ als spirituelles, musikalisches und visuelles Gesamtkunstwerk neu erfahrbar wird – kraftvoll, eindringlich und zeitlos.

1 Kritik

4.0 von 5 Sterne
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Ausgeblutet
1 Monat her.
Kritik

''Im Ersten Aufzug zeigte sich die Brudergemeinde als ein sich auf Gehgerüsten und Rollatoren fortbewegender Pulk inmitten eines wasserüberfluteten kanalisationsähnlichen Raumes, dessen halbrunde Überdachung stark an den berühmten Tunnel von Peter Sykora aus Götz Friedrichs legendärem RING an der Deutschen Oper Berlin erinnerte; das jetzige Bühnenbild kreierte Piero Vinciguerra. Und dann - als sog. "Enthüllung des Grals" - richteten sie Amfortas (großartig gespielt und gesungen von Heiko Trinsinger) in seinem Krankenbett auf, befestigten sechs Schläuche an seine als offene Wunden markierten Oberkörperstellen, und aus diesen Schläuchen floss literweise Theaterblut herab, und es tropfte und tropfte und tropfte aus ihm; und einige Besucher (ich schaute mich neugierig um) hielten sich währenddem entsetzt die Hände vors Gesicht und wollten es nicht fassen, dass man mit der Opfergabe szenisch soweit gehen würde; das war, wie bereits vermerkt, das Beste dieses neuen Parsifal, und es war wirklich neu und neu-schockierend obendrein, bravo-bravissimo!!

Ja und dann gab es auch noch die grandiose Dshamilja Kaiser (als Kundry), und die räumte nicht allein, was ihr wohlig warmer und zu messerscharfen Höhenausbrüchen fähiger Mezzosopran hervorzuzaubern vermochte, ab, nein, sie sah dann auch noch blendend aus und konnte überzeugend schauspielern!'' schreibt Andre Sokolowski am 26. Mai 2026 auf KULTURA-EXTRA

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