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Der talentierte Mr. Ripley

Bewertung und Kritik zu

DER TALENTIERTE MR. RIPLEY – Staatsschauspiel Dresden

Premiere: 7. März 2026, Schauspielhaus
Nach dem Roman von: Patricia Highsmith
Regie: Daniela Löffner

Über die Inszenierung

Die Inszenierung von „Der talentierte Mr. Ripley“ konzentriert sich auf die psychologische Spannung und die moralischen Grauzonen, die Patricia Highsmiths Roman prägen. Daniela Löffner legt den Fokus auf die innere Bewegung der Figuren, insbesondere auf die Ambivalenz des Protagonisten, dessen Identitätsverschiebungen, Sehnsüchte und Manipulationen den dramatischen Kern bilden. Die Aufführung arbeitet mit präzisen szenischen Setzungen, die Nähe, Distanz und soziale Rollen sichtbar machen.

Die Inszenierung nutzt eine klare, reduzierte Formensprache, um die psychologische Dynamik zwischen Bewunderung, Abhängigkeit und Selbstinszenierung herauszuarbeiten. Die Figuren bewegen sich in einem Geflecht aus Projektionen, Machtspielen und emotionalen Brüchen. Die Regie betont die Spannung zwischen äußerer Eleganz und innerer Zerrissenheit, die Highsmiths Vorlage so charakteristisch macht.

Ensemble

  • Simon Werdelis
  • Hans-Werner Leupelt
  • Jakob Fließ
  • Josephine Tancke
  • Erik Born
  • Raiko Küster

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine psychologisch präzise Annäherung an Highsmiths ambivalente Hauptfigur
  • eine reduzierte Formensprache, die Identitätsverschiebungen und soziale Rollen sichtbar macht
  • ein Ensemble, das feine emotionale Schattierungen und Machtkonstellationen herausarbeitet
  • eine Inszenierung, die Spannung, Projektion und moralische Unschärfe betont
  • eine klare dramaturgische Struktur, die die innere Zerrissenheit des Protagonisten fokussiert

Die Produktion untersucht, wie Identität, Begehren und soziale Erwartungen miteinander kollidieren und welche ästhetischen Formen aus dieser psychologischen Spannung entstehen.

1 Kritik

4.0 von 5 Sterne
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Homoerotischer Thriller
7 Tage her.
Kritik

Simon Werdelis und Jakob Fließ sind das Zentrum dieses sehr langen Abends: als Tom Ripley und Dickie Greenleaf glänzen sie in diesem homoerotischen Thriller nach der berühmten Krimi-Vorlage von Patricia Highsmith. Was 1955 nur zwischen den Zeilen angedeutet werden konnte, arbeitet Daniela Löffner, Hausregisseurin am Staatsschauspiel Dresden, deutlich heraus.

Zwischen den beiden jungen Männern knistert und flirrt es von Beginn an, als Tom in die italienische Urlaubsidylle von Dickie und seiner Freundin Marge (Josephine Tancke) eindringt. Bei Cocktails und Italo-Pop taxieren sie sich, Marge gerät mehr und mehr an den Rand. 

Wie schon in „Einsame Menschen“ am DT Berlin verlangt Löffner ihren Spielern auch hier vollen Körper-Einsatz ab. Die Liebesszenen werden ebenso explizit gespielt wie der Mord von Tom, der sich ertappt fühlt, an Dickie. Zu dröhnend-pathetischen Klängen inszeniert die Regisseurin diese Schlüsselszene.

Zwei Stunden starkes Theater mit glänzend besetzten Hauptdarstellern hat das Publikum bis dahin gesehen. Die zweite Hälfte dieser mehr als vierstündigen Roman-Adaption kann dieses Niveau nicht mehr halten.

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