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Lulu

Bewertung und Kritik zu

LULU 
von Frank Wedekind
Regie: Daniela Löffner 
Premiere: 9. Seprember 2023 
Staatsschauspiel Dresden 

Zum Inhalt: Über vier Jahre ist es her, dass wir Ihnen die Premiere von LULU zum ersten Mal angekündigt haben. Zwei Mal zwang uns die Pandemie zu einem Abbruch der Inszenierung. Nun kommt Wedekinds Hauptwerk, das sich radikal mit herkömmlichen Moral- und Sexualvorstellungen auseinandersetzt, zur Aufführung. Mit der Entscheidung, alle Rollen ausschließlich mit Männern zu besetzen, bricht Regisseurin Daniela Löffner mit herkömmlichen Rollenzuweisungen und Geschlechteridentitäten. Lulu ist Männern und Frauen Objekt ihrer sexuellen Begierden. Sie sind fasziniert von ihrer Direktheit, ihrer Unabhängigkeit und dient ihnen als perfekte Projektionsfläche ihrer Lust.

Mit: Simon Werdelis, Raiko Küster, Sven Hönig, Holger Hübner, Philipp Grimm, Hans-Werner Leupelt, David Kosel, Michael Rothmann.

Regie: Daniela Löffner,
Bühne: Claudia Kalinski,
Kostüme: Daniela Selig,
Kompositionen: Matthias Erhard,
Dramaturgie: Kerstin Behrens. 

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Ganz auf den männlichen Hauptdarsteller zugeschnitten
2 Jahre her.
Kritik

Dieser Theater-Abend baut auf eine Idee und einen Schauspieler: Die Titelrolle aus Frank Wedekinds Tragödie einer Frau, die die Männer verführt und von ihnen gedemütigt wird, spielt ein Mann. Lange suchte Daniela Löffner, wie zu lesen war, nach dem passenden Schauspieler für diese Rolle.

Mit Simon Werdelis hat sie eine gute Wahl getroffen. Lasziv schlängelt er durch die mehr als 3,5 Stunden: kokett, nur scheinbar naiv, mit hintergründigem Lächeln und über weite Strecken nackt. Der gesamte Abend ist auf diese männliche Lulu ausgerichtet.

Bis auf die geschlechterverkehrte Besetzung im Zentrum bleibt der Abend jedoch relativ konventionell: die Männer und die lesbische Gräfin Geschwitz (David Kosel) benutzen Lulu, Szene reiht sich an Szene. Stilistisch unterscheidet sich, wie Matthias Schmidt in seiner begeisterten Nachtkritik, nicht besonders von Peter Zadeks legendärer Hamburger „Lulu“ mit Susanne Lothar, die fast vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat und eine der Archiv-Perlen war, die im Lockdown gestreamt wurden. Zwangsläufig ergeben sich vor allem in den ersten zwei Stunden bis zur Pause einige Längen und Redundanzen. Variantenreicher wird die letzte Stunde: zwischen Rap-Einlagen und dem Mord an Lulu auf Kosels Klavier werden Aktienkurse im Stil des Börsen-TV eingeblendet und andere Stilrichtungen angedeutet.

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