Bewertung und Kritik zu
BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLERS FELIX KRULL – Schlosspark Theater Berlin
Premiere: 14. März 2026
Fassung & Regie: Frank-Lorenz Engel
Bühne & Kostüm: Su Sigmund
Musik: Valentin von Lindenau
Über die Inszenierung
Die Bühnenfassung von „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ greift Thomas Manns berühmten Schelmenroman auf und überführt ihn in eine theatrale Form, die Leichtigkeit, Ironie und psychologische Präzision miteinander verbindet. Frank-Lorenz Engel legt den Fokus auf die Selbstinszenierung des Titelhelden, dessen Charme, Manipulationskunst und spielerische Identitätswechsel den dramaturgischen Kern bilden. Die Inszenierung arbeitet mit einer Mischung aus humorvollen Momenten, gesellschaftlicher Beobachtung und subtiler Melancholie.
Die Bühne und Kostüme von Su Sigmund schaffen eine elegante, wandelbare Szenerie, die die verschiedenen Stationen von Krulls Aufstieg – vom bürgerlichen Elternhaus bis zu mondänen Gesellschaftsräumen – in klaren, stilisierten Bildern erzählt. Die Musik von Valentin von Lindenau setzt Akzente zwischen Leichtigkeit, Ironie und atmosphärischer Verdichtung und unterstützt die wechselnden emotionalen Ebenen des Abends.
Ensemble
- Adrian Djokić / Ludwig Michael
- Alexa Maria Surholt
- Marie Schröder
- Gerhard Mohr
- Oliver Nitsche
- Jakob Wenig
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine spielerische, elegante Annäherung an Thomas Manns Schelmenroman
- eine Inszenierung, die Identität, Täuschung und gesellschaftliche Rollenbilder humorvoll reflektiert
- ein Bühnenbild, das stilisierte Räume für Krulls Selbstinszenierung schafft
- ein Ensemble, das zwischen Charme, Ironie und psychologischer Genauigkeit balanciert
- eine musikalische Gestaltung, die Leichtigkeit und atmosphärische Tiefe verbindet
Die Produktion untersucht, wie Selbstentwurf, gesellschaftliche Erwartungen und die Kunst der Verführung ineinandergreifen und welche theatrale Energie aus der Figur des Hochstaplers entsteht.




