Bewertung und Kritik zu
GLITCH WITCH – HAU2 Berlin
Wiederaufnahme: 12. Februar 2026
Uraufführung: Oktober 2024, PACT Zollverein Essen
Choreografie: Meg Stuart
Bühne: Nadia Lauro
Kostüme: Claudia Hill
Licht: Nico de Rooij
Dramaturgie: Igor Dobričić
Video: Stefan Korsinsky und Arndt Sellentin
Komposition: Katharina Ernst und Damián Noguera
Livemusik: Mieko Suzuki
Outside Eye: Johannes Kirsten
Über die Inszenierung
„GLITCH WITCH“ ist eine choreografische Arbeit von Meg Stuart, die sich mit Transformation, Kontrollverlust und der Instabilität körperlicher und emotionaler Zustände beschäftigt. Die Produktion bewegt sich zwischen Performance, Konzert und installativem Setting und untersucht, wie Körper auf äußere Impulse, innere Verschiebungen und technische Störungen reagieren. Die choreografische Struktur bleibt offen und lässt Raum für Improvisation, Wiederholung und abrupte Brüche.
Die Bühne von Nadia Lauro schafft eine Umgebung, die sowohl als physischer Raum als auch als atmosphärische Setzung funktioniert. Claudia Hills Kostüme markieren Übergänge zwischen Alltagskörper, Figur und abstrakter Gestalt. Die Lichtgestaltung von Nico de Rooij strukturiert den Abend über wechselnde Intensitäten und Zonen, während die Videoarbeiten von Stefan Korsinsky und Arndt Sellentin visuelle Störungen, Überlagerungen und Fragmentierungen einführen. Die Livemusik von Mieko Suzuki bildet eine eigenständige Ebene, die rhythmische Impulse setzt oder gegen die Bewegungen arbeitet.
Ensemble
- Omagbitse Omagbemi
- Meg Stuart
- Mieko Suzuki (Live-Musik)
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine choreografische Struktur, die Instabilität, Kontrollverlust und Transformation thematisiert
- ein Bühnenraum, der zwischen Installation, Performancefläche und akustischem Resonanzraum wechselt
- der Einsatz von Video, Licht und Livemusik als eigenständige dramaturgische Ebenen
- ein Fokus auf körperliche Reaktionen auf Störungen, Impulse und atmosphärische Veränderungen
- ein Ensemble, das choreografische Präzision mit improvisatorischen Momenten verbindet
Die Produktion untersucht, wie sich Körperbilder und Bewegungsmuster unter Einfluss von Störungen, Überlagerungen und wechselnden Energien verändern und welche ästhetischen Formen daraus entstehen.




