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Kontakthof – Echoes of ’78

Bewertung und Kritik zu

KONTAKTHOF – ECHOES OF ’78 
von Pina Bausch
Regie: Meryl Tankard
Premiere: 26. November 2024 
Schauspiel Wuppertal

Eingeladen zum 62. Berliner Theatertreffen (2025) 

 

Zum Inhalt: Das Stück Kontakthof von 1978 ist eines der Schlüsselwerke von Pina Bausch und entstand zu einer Zeit, als ihre Arbeit gerade erst begann, internationale Aufmerksamkeit zu erregen.

Es heißt, Pina habe sich oft ausgemalt, wie es wohl wäre, ihre Originalbesetzung das Stück in viel höherem Alter tanzen zu sehen. Jetzt, 46 Jahre später entwickelt die Choreografin Meryl Tankard, selbst eine der zentralen Protagonist:innen der Originalbesetzung, eine Neubegegnung mit „Kontakthof“.

 

Neun der ursprünglichen Tänzer:innen kehren in ihre Rollen zurück und so wird die Inszenierung zu einer neuen Interaktion zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Kontakthof – Echoes of '78 bezieht Projektionen von Aufführungsmitschnitten aus dem Archiv ein, die die beteiligten Tänzer:innen in jungen Jahren zeigen, aber auch diejenigen, die nicht mehr länger auf der Bühne stehen.

1 Kritik

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Pina Bausch-Reenactment mit zu viel bundesrepublikanischer Schlager-Spießigkeit
11 Monate her.
Kritik

Bemerkenswert agil sind die Seniorinnen und Senioren, die wir hier auf der Bühne erleben. Oben sehen wir junge Menschen, im besten Tänzer*innen-Alter von Mitte bis Ende 20, die im Stil eines Tanzcafés der 1920er Jahre ihre Jugend genießen und flirten. Unten auf der Bühne tun es ihnen ihre um fast 50 Jahre gealterten Ichs gleich. Natürlich sind die Hüftschwünge nicht mehr so schwungvoll, wie eine Tänzerin ihrem Partner vorwirft. Aber das Ensemble hat immer noch Eleganz und Anmut, strahlt eine Würde des Alters aus.

Dennoch hinterlässt diese beim Theatertreffen bejubelte Produktion der Pina Bausch Foundation und des britischen Tanzhauses Sadler´s Wells zwiespältige Gefühle. Zu viel Patina hat das Werk angesetzt, zu betulich wirken die Tanzstunden-Szenen zu Schlagermusik in mehr als zweistündiger Endlosschleife. Zu viel bundesrepublikanische Spießigkeit schwingt hier mit, so dass „Kontakthof – Echoes of ´78“ aus der Zeit gefallen wirkt.

Tanzhistorisch und als Meditation über das Alter hat der Abend seinen Reiz. Statt der 10er Auswahl des Theatertreffens, zu dem Pina Bausch und viele der Veteran*innen dieses Abends drei Mal (1980/81/85) eingeladen waren, wäre die Performing Arts Season der Berliner Festspiele der bessere Rahmen gewesen.

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