Bewertung und Kritik zu
GASLICHT – Altes Schauspielhaus Stuttgart
von: Patrick Hamilton
Premiere: 18. September 2026, Altes Schauspielhaus Stuttgart
Künstlerisches Team
Regie: Axel Preuß
Bühne und Kostüme: Vesna Hiltmann
Bühnenkampf: Stefan Müller-Doriat
Dramaturgie: Susanne Schmitt
Besetzung
Bella Manningham: Lisa Wildmann
Jack Manningham: Felician Hohnloser
William Rough: Andreas Klaue
Elisabeth: Annette Mayer
Nancy: Hannah Sophie Schad
Über die Inszenierung
Patrick Hamiltons Thriller „Gaslicht“ zählt zu den bekanntesten psychologischen Spannungsstücken des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte um Bella Manningham, deren Wahrnehmung zunehmend in Zweifel gezogen wird, entwickelt sich zu einem beklemmenden Spiel aus Manipulation, Angst und Kontrollverlust.
Axel Preuß legt den Fokus auf die psychologische Spannung der Vorlage und arbeitet die Mechanismen emotionaler Abhängigkeit und gezielter Täuschung heraus. Schritt für Schritt verdichtet sich die Atmosphäre zu einem nervenaufreibenden Kammerspiel.
Vesna Hiltmann gestaltet Bühne und Kostüme als stilisierte Welt zwischen viktorianischer Eleganz und unterschwelliger Bedrohung. Die Räume werden zum Spiegel der inneren Verunsicherung der Figuren und verstärken die beklemmende Wirkung des Stoffes.
Der Bühnenkampf von Stefan Müller-Doriat setzt präzise körperliche Akzente, während Susanne Schmitts dramaturgische Arbeit die Spannungskurve des Stücks klar herausarbeitet und die psychologischen Konflikte schärft.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– klassischer psychologischer Thriller
– intensive Kammerspielatmosphäre
– präzise Figurenzeichnung
– stilvolle Ausstattung zwischen Eleganz und Bedrohung
– zeitloses Drama über Manipulation und Wahrnehmung
„Gaslicht“ bleibt ein packender Theaterklassiker, der die Mechanismen von Macht, Täuschung und psychischer Gewalt eindringlich sichtbar macht.





