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Bewertung und Kritik zu

DER GETEILTE HIMMEL
von Christa Wolf
Regie: Armin Petras
Premiere: 13. Januar 2015 
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
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Zum Inhalt: DDR 1961, kurz nach dem Mauerbau. Rita Seidel wacht im Krankenhaus auf. Sie hat versucht, sich vor einen Zug zu werfen und ist dabei ohnmächtig geworden. Während sie langsam gesund wird, erinnert sie sich an die Erlebnisse, die zu ihrem Selbstmordversuch geführt haben: Auf einem Dorffest lernt die junge Rita den aufstrebenden Chemiker Manfred Herrfurth kennen. Die beiden verlieben sich und Rita folgt ihm in die Großstadt. Sie will Lehrerin werden und arbeitet als Teil ihrer Ausbildung in einem Waggonbauwerk, wo der Kontakt mit den Arbeitern ihr politisches Bewusstsein weckt. Doch während Rita sich zunehmend für sozialistische Ideen und Ideale interessiert, wird Manfred immer enttäuschter und verbitterter. Als Wirtschaftsfunktionäre eine seiner Entwicklungen ablehnen, trifft er den Entschluss, in den Westen zu gehen.

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Mit: Jule Böwe, Kay Bartholomäus Schulze, Tilman Strauß

Regie: Armin Petras
Bühne und Kostüme: Annette Riedel
Video: Mieke Ulfig, Rebecca Riedel
Musik: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel
Dramaturgie: Maja Zade
Licht: Norman Plathe


TRAILER


 
Meinung der Presse zu „Der geteilte Himmel“ - Schaubühne


FAZ
★★☆☆☆

rbb
★★☆☆☆

taz
★★★☆☆

nachtkritik
★★★☆☆

Berliner Zeitung
★★★☆☆

Der Tagesspiegel
★★☆☆☆

Die Welt
★★☆☆☆

Zitty
★★★☆☆

tip
★★☆☆☆

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0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
armin petras zaubert das spröde der nostalgischen vorlage einfach weg
  · 01.04.15
wer hat angst vor christa wolf? auch wenn ich ne 74er ostmieze bin, christa wolf hat irgendwie an mir vorbeidoziert. ich habe also nichts belastendes assoziert mit der textbotschaftsstarken kultschriftstellerin der ehemaligen ddr.
es fängt schonmal gut an. regisseur armin petras (unter dessen intendanz im maxim-gorki-theater ich dort das letzte fühl-stück gesehen habe, die vitale gladow-bande) hat sich die spröde liebesgeschichte zu herzen genommen und viele schöne ideen eingeflochten. der fast schon intime theatersaal ist geteilt, je sechs reihen, eine quasi "ost", eine "west" und mittendrin ein (lauf)steg, die symbolische mauer, der weg, die verbindung.
jule böwe als rita seidel zeigt sich zerbrechlich, mädchenhaft verliebt, großäugig verträumt, aber auch kämpferisch (wenn sie in der ostfabrik ihr bestes gibt im blaumann und am kompressor, tilman und kay an ihrer seite).
die rolle ist nicht extrem angelegt. jule pokert mit der körperlichen ebene, ihre nasale stimme (die auch mal leiert, wenn es dramatisch wird) markenzeichnet ihre rita-version und das ist dann eine sanfte symbiose. tilman strauß, der smarte mit der leidenschaftlichen energie und den rehbraunen augen, geht als chemiker manfred mehr als sonst aus sich heraus. schaubühnen-stabil-star kay bartholomäus schulze tritt hier gewohnt versiert und gelassen auf, vor allem als psychiater, der rita baldige genesung diagnostiziert, nur wohin soll und will sie nun?
das nostalgische wurde fein dosiert. die wände um uns rum waren mit hellen plastikfolien bespannt, einer klinik ähnlich. auf den steg wurden proaktiv von jule, tilman und kay in ihren rollen anfangs glasscherben aus blecheimern gekippt, nun geht mal euren weg! die darsteller konnten aber auch durch den raum rennen, um uns rum, wenn die erzählung bewegung brauchte. videoeinspieler zeigten die "alten zeiten", rita und manfred in privaten heimeligen szenen. am anfang zoomen zwei kameras auf das sehnsüchtige paar, jeder sitzt auf einer seite in der ersten reihe und sie fragen einander, reden, blicken zurück. mitten unter uns und doch getrennt.
die 90 minuten sind nicht laut aber spielstark, die drei vom vitalen schaubühnenensemble sind wunderbar besetzt! armin petras verbindet die in den texten auch mal spröde vorlage der wölfin durch seine kreative regieader mit uns und so bleibt die inszenierung (um mal in einer farbskala zu bleiben) pastellig. irgendwie frühlingsfarben mit der wehmut des herbstes, wenn rita zurückschaut oder nach vorn.
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Versucht sich an einem Epilog und überzeugt nicht
  · 15.01.15
Gemessen an diesen beiden dichteren Werken ist die Inszenierung von Petras enttäuschend: Die Szenen wirken beliebig, Videoeinspieler und Livegeschehen auf dem Laufsteg wechseln sich ab, ergeben aber kein stimmiges Ganzes. Der Epilog, der in der Silvesternacht 1989 spielt, versucht die Erzählung weiterzuschreiben, wirkt aber nicht überzeugend, sondern geht in Petras-typischen Qualm-Wolken unter, so dass sich mehrere Zuschauer in den ersten Reihen die Nase zuhalten. Weiterlesen
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