Stage Musicals

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Bewertung und Kritik zu

DÄMONEN 
von Lars Norén
Regie: Thomas Ostermeier 
Premiere: 2. März 2010 
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin 

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Zum Inhalt: Frank kommt nach Hause. Er stolpert über die Schuhe seiner Frau, wundert und ärgert sich über die allgemeine Unordnung in der Wohnung und die Zigarettenasche an den ungewöhnlichsten Orten. Das normale Chaos einer normalen Beziehung. Er sucht einen Platz für seine Plastiktüte. In der trägt er jedoch keine Einkäufe nach Hause, sondern die Asche seiner toten Mutter. Frank und Katarina sind kinderlos, Ende dreißig und seit neun Jahren ein Paar. Sie bewohnen eine schicke aber unordentliche Wohnung und sie erwarten Franks Bruder zur Beerdigung. Der verschiebt seine Ankunft und nun steht ein freier Abend drohend bevor. Jenna und Tomas wohnen in der Wohnung unter ihnen, im gleichen Alter, aber mit zwei Kindern gesegnet und einer nicht abreißenden Kette von kleinen Unglücksfällen einer normalen Kleinfamilie. Der fehlende Reis, den Jenna ausborgen will, wird zum Ausgangspunkt einer Einladung. Die jungen Eltern kommen freudig und von ihren Kindern erschöpft in die Beziehungshölle von Frank und Katarina. Der Abend beginnt als freundliches »Paare besuchen Paare« und gleitet in eine Nacht der ungeplanten Entgleisungen.

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Regie: Thomas Ostermeier
Bühne und Kostüme: Nina Wetzel
Musik: Nils Ostendorf
Video: Sébastien Dupouey
Dramaturgie: Bernd Stegemann
Licht: Erich Schneider

Dauer: ca. 135 Minuten (keine Pause)

Trailer „Dämonen“ - Schaubühne am Lehniner Platz

 
Meinung der Presse zu 

„Dämonen“

Schaubühne am Lehniner Platz


FAZ
★☆☆☆☆

rbb
★★★☆☆

taz
★★☆☆☆

nachtkritik
★★★★☆


Berliner Zeitung
★☆☆☆☆

Der Tagesspiegel
★★★☆☆

Die Welt
★★☆☆☆

Zitty
★★★☆☆

tip
★★★☆☆

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2.7/5 Insgesamt 11 Bewertungen (2 mit Rezension)
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
zwei gegensätzliche paare auf ostermeiers elegant-gnadenlosem seziertisch
  · 05.01.15
''gottes gemetzel'' trifft auf ''wer hat angst vor virgina woolf'' trifft auf lars eidinger, der hier mal wieder aus der geschmeidigen hüfte heraus die aufregende performance-runde dreht. ein bisschen schaubühnenprinz-eitel, klar, aber gekonnt und der rolle dienend.
als schnöseliger kotzbrocken frank mit aussagekräftigem brillenmodell, in weißen jeans und braunen wildleder-schuhen, stolziert er durch die drehbare kulisse einer halbgestylten yuppie-wohnung unterm dach. katarina (porzellanfrau cathlen gawlich), die feinnervige blondine an seiner seite, treibt ihn in den wahnsinn mit spitzfindigkeiten, demütigungen und ihrer schlamperei. frank wird zum kaltschnäuzigen despoten mit kalkuliertem charme, verwehrt ihr, was sie wünscht, grausamt: ''ich liebe dich, aber ich mag dich nicht''. der pärchensatz des abends. lauert nicht in so vielen seifig-schönen er-sie-wir-verbindungen unter der oberfläche die aggression, die teufelin, die den blick in den spiegel fordert? nur wer hat den todesmut dazu.
es klingelt an der tür. jenna (eva meckbach mit den rehaugen), die nachbarin von unten, hat vergessen reis zu kaufen und entschuldigt sich tausendmal. da frank ein einsamer abend mit katarina bevorsteht und sich auch diese vor seinen angriffen fürchtet, lädt man sich lauernd das überforderte hippie-happy-paar ein. jenna und thomas (tilman strauß in ökobaumwolle) sind so ganz anders. haben kinder, sind sich doch noch nah und anhänglichen. aber durch franks sadistische giftspritzen-attacken bricht auch aus ihnen im laufe des künstlichen pärchen-abends die enttäuschung, die wut, die erschöpfung heraus. eine heile welt bricht zusammen, eine eiskalte welt nährt sich daran. frostig-bitter ist es jetzt. und grausam wahr.
regisseur thomas ostermeier seziert scharfsinnig die vorlage von lars noren und hat vier schauspieler gewählt, die ihm gnadenlos folgen und die bühne dreht sich, die sprachlosigkeit wächst, das scheitern steht im schaubühnensaal wie ein monument.
ein intensiver abend, ein hin- statt wegschauen. faszinierend.
lars eidinger geht als frank an einige grenzen, greift an, packt zu. katarina zeigt sich halbnackt und verletzlich. jenna jammert sich in ihren dauerschwangeren körper hinein, thomas will nur weg aus diesem dauerschleifen-leben. man fühlt mit und bekommt es auch mit der angst zu tun. hier serviert die beziehungsteufelin ein best of und hält den grausamen spiegel vor. großartig.
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Dämonen
  · 28.06.15
Dieses Aufeinandertreffen von vier neurotischen Mittdreißigern in der Wohlstandshölle einer Designer-Küche ist sichtlich von Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? inspiriert. (...)
Thomas Ostermeiers Inszenierung von Lars Noréns Dämonen ist eine gutgeölte Ehehöllen-Groteske, die manchmal etwas plakativ und zotig daherkommt, aber ansonsten treffsicher die Leiden von Paarbeziehungen aufspießt. Auch mehr als fünf Jahre nach der Premiere sorgen die Dämonen mit ihren zugespitzten Dialogen für viel Gelächter, ein volles Haus und langen Applaus. Weiterlesen
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www.schaubuehne.de
Kurfürstendamm 153 - 10709 Berlin
Telefon: 030 890023
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3.1
Durchschnittsnote aller Stücke
5 39
4 118+
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2 80
1 43
Kritiken: 138

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